Großpuppen auf dem Jugendkreuzweg

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 17.03.2011
Letzte größere Änderung: 17.03.2011
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Passionszeit
Gemeinden/Institutionen
Evangelische Jugend- und Kinderstelle in Potsdam
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: Keine Angaben
Durchführung: Drei Workshopabende à drei bis vier Stunden (ca. 6 Wochen) und die Verwendung der Puppen auf dem Jugendkreuzweg (ca. 4 Stunden)
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Großpuppen auf dem Jugendkreuzweg

Kurzbeschreibung

Jugendliche der Evangelischen Jugend Potsdam bauten und gestalteten sechs Großpuppen zu verschiedenen Episoden des Leidensweges Christi.

Situation / Kontext

Mit diesem Projekt wurden Jugendlichen neue Möglichkeiten der Erschließung von biblischen Texten eröffnet

Ziele

Die Beschäftigung mit einer konkreten biblischen Geschichte aus einer neuen Perspektive ließ die Texte für Jugendliche neu erlebbar werden. So mussten Sie sich auch empathisch mit einem Söldner oder Simon von Cyrene auseinandersetzen. Sie hinterfragten selbstständig das Handeln der einzelnen Personen und schlüpfen in diese Rollen.

Reflexion / Hintergrund

Jugendlichen aus verschiedenen Gruppen und Hintergründen wurde in einem gemeinsamen Projekt die Begegnung miteinander ermöglicht, dabei erleichterte auch das handwerkliche Zusammenarbeiten die Begegnung.

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

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Vorbereitung

Die Vorbereitung ist davon abhängig, in welchem Stadium des Baues der Großpuppen der Einstieg mit den Jugendlichen erfolgen soll.

Wenn die Gerüste der Köpfe vor dem ersten Workshop vorbereitet sein sollen, ist mit einer Vorbereitungszeit von ungefähr fünf Stunden für die Organisation und den Einkauf und zusätzlich zwei bis drei Stunden für das Erstellen eines Kopfgerüstes zu rechnen.
Wenn aber die Gerüste der Köpfe gemeinsam mit den Jugendlichen gebaut werden sollen, ist nur die Zeit für den Einkauf und die Planung zu berücksichtigen, was ungefähr 5 Stunden in Anspruch nimmt.

Verschiedene Bauanleitungen für Großpuppen sind im Internet zu finden u.a. www.bdkj-trier.de/bilder/Kapitel_5.pdf 

Durchführung

Am ersten Workshopabend erfolgte eine kurze Darstellung der Leidensgeschichte Christi mit Vorstellung der zu erarbeitenden Charaktere - untermalt mit Filmbeispielen, in denen Großpuppen verwendet werden.
(http://www.gerechter-welthandel.de/ )
Danach bauten die Teilnehmenden unter Anleitung die Kopfgerüste der Großpuppe. (Das kann aber auch schon vorher vorbereitet sein). Das Kopfgerüst wurde anschließend mit in tapetenkleistergetränktes Zeitungspapier beklebt. Da die Köpfe nun einige Zeit zum Trocknen brauchen, ist es sinnvoll erst einige Tage später an diesen weiter zu arbeiten.
Während des zweiten Workshops grundierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Köpfe mit Lackfarbe. Da auch an dieser Stelle bis zum nächsten Arbeitsschritt das Trocknen der Köpfe abgewartet werden muss, bauten sie die späteren Tragegerüste aus Holz und erstellten die Kleidung für die Großpuppen.
Während des dritten Workshopabends bemalten die Teilnehmer/innen die Gesichter der Großpuppen.
Nachdem diese getrocknet waren, wurden die Puppen später zusammengebaut.
Parallel zu den Bauworkshops wurden in unterschiedlichen Jugendgruppen die Andachten für den Jugendkreuzweg entwickelt.
Nach der Fertigstellung erhielten die Jugendgruppen die Großpuppen, um den Umgang mit diesen zu erlernen.

Die Großpuppen sowie die Andachten wurden beim Jugendkreuzweg durch die Jugendlichen anderen Jugendlichen vorgestellt.
Die Andachten wurden mit Hilfe der Großpuppen ausgeschmückt. Die Puppen, gelenkt von Jugendlichen, stellten Charaktere des Leidensweges dar und berichteten über ihre Zeit und ihr Tun an und mit Jesus. Nach jeder Station begleiteten die Großpuppen den weiteren Jugendkreuzweg.

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

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Wirkung / Erfahrung

 

An dieser Stelle ist es sinnvoll das Projekt aus zwei unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten, da die Workshops zum Bau der Großpuppen und die Umsetzung des Jugendkreuzweges sehr unterschiedlich wahrgenommen wurden.
Für den Workshop war es am Anfang schwer, die Jugendlichen vom Bau von Großpuppen zu überzeugen, da die wenigsten diese bis dahin kannten. Auch das handwerkliche Zusammenarbeiten war anfänglich ungewohnt. Während bei den eher monotonen Arbeiten, das Bauen und Bekleben der Köpfe und das Grundieren weniger Jugendliche mitwirkten, halfen beim letzten Workshop, Bemalen und Gestalten der Köpfe und Bauen der Gerüste, sehr viele Jugendliche mit. Generell wäre es sinnvoll gewesen mit einer festen Gruppe jeweils eine Puppe zu bauen, da es eine bessere Identifizierung mit der Figur gegeben hätte.  

Die zweite Perspektive gilt dem Jugendkreuzweg, mit den Stationen und der Ausgestaltung durch die Großpuppen. Dadurch, dass relativ viele Jugendliche am Bau der Puppen und an der Gestaltung der Stationen beteiligt waren, gab es auch von  den Jugendlichen ein großes Interesse nicht nur die eine Station, an der sie beteiligt waren zu sehen, sondern auch die Ergebnisse der anderen Gruppen. Mit jeder Andachtsstation wurde eine neue Puppe vorgestellt, welche dann den restlichen Weg mitlief. Die Gruppe, welche den Jugendkreuzweg lief war durch die Großpuppen, deutlich erkennbar und natürlich erregten sie mit Hilfe der Großpuppen ein positives Aufsehen. Durch die intensive Beschäftigung mit den Bibeltexten und mit Hilfe der Großpuppen wurden die Stationen auch spannender gestaltet.
Eine Wiederholung des Jugendkreuzweges mit Hilfe von Großpuppen hat es bisher noch nicht gegeben.

Aufgegriffen und weiterentwickelt

    Umfeld des Beitrags

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