Freiwilligendienst "Soziales Engagement"

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 30.05.2011
Letzte größere Änderung: 31.05.2011
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Jugendliche und Schule, Freiwilligendienste
Gemeinden/Institutionen
Prot. Kirchengemeinde Weilerbach in Weilerbach
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: Keine Angaben
Durchführung: Auf Dauer
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Rollstuhlfahrer

Kurzbeschreibung

Nachhaltige Förderung und Gewinnung ehrenamtlichen Engagements in Schulen für gemeindenahe generationenübergreifende Hilfs- und Betreuungsdienste.

Situation / Kontext

Kirchen-, Orts- und Verbandsgemeinde Weilerbach betreiben gemeinsam einen Jugendtreff, der in das in kirchlicher Trägerschaft befindliche Haus der Familie integriert ist. Zudem ist die Verbandsgemeinde Schulträger der Westpfalzschule Realschule Plus in Weilerbach. Das Haus der Familie befindet sich in zentraler Lage in der Ortsmitte der nahezu 5000 Einwohner zählenden Gemeinde, in seiner unmittelbaren Nachbarschaft befinden sich ein Altenheim, ein Wohnheim für Menschen mit Beeinträchtigung, zwei Kindertagesstätten sowie eine Grund- und eine Realschule Plus.

Die enge Zusammenarbeit von Schule, Kirche und Kommune ermöglicht es, die potentiellen TeilnehmerInnen direkt in der Schule anzusprechen, der Jugendtreff bzw. das Haus der Familie stellen die notwendige Infrastruktur zur Realisierung des Dienstes und der Pflege und Vertiefung der sozialen Kontakte zur Verfügung.

Ziele

Mit dem Freiwilligendienst versuchen wir Antworten auf die demographischen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte zu geben und der diakonischen Verantwortung der Kirchengemeinde gerecht zu werden:

  1. Frühzeitige Sensibilisierung für Fragen des sozialen Miteinanders, insbesondere Jung für Alt und Alt für Jung.
  2. Vorbereitung auf die zunehmende Nachfrage in sozialen und pflegerischen Berufs-feldern.
  3. Förderung und Gewinnung ehrenamtlichen Engagements aud dem Hintergrund des schwächer werdenden Sozialstaats und der besonderen Möglichkeiten und Verantwortung der Kirchengemeinde.

Reflexion / Hintergrund

Das Vorhandensein des Hauses der Familie eröffnet der Kirchengemeinde die Chance, Gottes Freundlichkeit als Menschenfreundlichkeit erlebbar zu machen. Indem sie Raum für neue soziale Verbindungen und Unterstützungsmöglichkeiten schafft, leistet sie ihren Beitrag zu einer diakonischen Kultur, in der die Menschen unmittelbar miteinander und füreinander leben können.

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

  1. Da wir mit dem Freiwilligendienst Berufsorientierung ermöglichen wollen, sprechen wir SchülerInnen ab der 8. Klasse an.
  2. Während der gesamten Dienstzeit sollten die Schüler sozialpädagogisch betreut werden.
  3. Inhalte und zeitlicher Umfang der dienstlichen Tätigkeiten sollten gemeinsam von der Einsatzstelle, der Betreuungsperson und der SchülerIn festgelegt und schriftlich fixiert werden.
  4. Es sollten mehrmals während der Dienstzeit gemeinsame Treffen mit den dienstleistenden Schülerinnen stattfinden. Diese dienen dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch und der Reflexion über den Dienst.
  5. Die wichtigsten Informationen über den Dienst sollten in schriftlicher Form vorliegen und an die SchülerInnen ausgehändigt werden.

Vorbereitung

Bei einem ersten gemeinsamen Treffen, an dem auch die Eltern der SchülerInnen teilnehmen können, erfolgt eine allgemeine Einführung in den Dienst, jede SchülerIn erhält ihre Infomappe mit den wichtigsten Informationen zum Dienst.

Durchführung

Bei der Anmeldung zum Dienst können die Schüler/innen Wünsche äußern, in welchen Bereichen sozialer Arbeit sie eingesetzt werden wollen. Es erfolgt dann eine Vermittlung an die entsprechenden Einsatzstellen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, sich eigenständig eine Stelle zu suchen. In jedem Fall aber wird die SchülerIn beim Erstkontakt in der Einsatzstelle von der sozialpädagogischen Betreuung begleitet. Die SchülerInnen verpflichten sich für ein Schuljahr an mindestens 2 Stunden in der Woche, in den Ferien kann gearbeitet werden, den Dienst zu verrichten.      

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

Nach erfolgreicher Beendigung des Dienstes erhalten die TeilnehmerInnen ein Beiblatt zum Zeugnis, in dem die berufsrelevanten Inhalte des Dienstes angegeben sind. Desweitern gibt es am Ende eines jeden Schuljahres ein Abschlussfest.

Selbstverständlich kann der Dienst auch um ein weiteres Jahr verlängert werden.

Wirkung / Erfahrung

Den Freiwilligendienst gibt es seit nunmehr 5 Jahren und wir gehen davon aus, dass sich auch im kommenden Schuljahr wieder ausreichend TeilnehmerInnen anmelden werden. Während dieser Zeit haben ihn ca. 60 SchülerInnen erfolgreich absolviert, nicht wenige waren mehr als ein Schuljahr tätig und nicht wenige haben anschließend eine Berufsausbildung im sozialen Bereich begonnen oder sogar ihre Lehrstelle über den Dienst gefunden.

Mittelfristig erhoffen wir uns, über den Freiwilligendienst, auch ehrenamtlichen, Nachwuchs für die diakonischen Dienste der Gemeinde zu finden, erste positive Anzeichen dafür gibt es bereits.

Kurzfristig haben wir über den Freiwilligendienst Besucher unseres Jugendtreffs und TeilnehmerInnen für die Angebote der Ev. Jugend gewonnen.

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