Elternfreie Zone: Konfirmanden-WG

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 16.06.2011
Letzte größere Änderung: 16.06.2011
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Konfirmandenarbeit
Gemeinden/Institutionen
Kirchengemeinde St. Martini zu Bremen-Lesum in Bremen
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: Keine Angaben
Durchführung: Anmietung für ein Jahr
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Die Konfirmanden-WG in St. Martini Lesum

Kurzbeschreibung

Die Kirchengemeinde St. Martini Lesum hat ein Haus angemietet. Dort ziehen Konfirmandengruppen ohne Eltern in eine WG auf Zeit ein.

Situation / Kontext

Die Entwicklung hin zur Ganztagsschule erschwert einen klassischen Konfirmandenunterricht am Nachmittag.

Ziele

Jugendliche in ihrem Freiheitsdrang ernst nehmen und zur Selbstständigkeit erziehen; das Projekt ist eine Reaktion auf die Entwicklung hin zur Ganztagsschule, die einen klassischen Konfirmandenunterricht am Nachmittag erschwert.

Reflexion / Hintergrund

Konfirmandenunterricht und Alltagswelt miteinander verbinden, so dass der Glaube ein selbstverständlicher Bestandteil des Lebens wird.

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

Gut geeignet, wenn Gemeinden ein Haus haben, dass sie nutzen oder günstig mieten können. Anforderungen an die Sicherheit müssen bedacht werden.

Personalintensives Modell, das sich allerdings gut mit einem verlässlichen ehrenamtlichen Mitarbeiterstamm realisieren lässt.

Vorbereitung

Die Kirchengemeinde St. Martini Lesum hat  für ein Jahr ein Haus angemietet. Dort ziehen Konfirmandengruppen in eine WG auf Zeit ein. Die erste Wohnphase dauert vier, die zweite sieben Wochen, vor der Konfirmation ziehen die Jugendlichen zum dritten Mal für kurze Zeit ein, um den Gottesdienst und das Fest vorzubereiten.

Neben dem Diakon engagieren sich 20 Ehrenamtliche und ein Freiwilliger im Kulturellen Jahr (FKJ) für das Projekt Konfus-WG, bei dem sich drei Bewohnergruppen mit je 10 Konfis die Klinke in die Hand geben. Alleinleben ohne Anleitung wäre für Jugendliche in diesem Alter eine Überforderung. Die Betreuer schaffen den Balanceakt zwischen Konfis, Eltern und den Hausregeln für ein gutes Zusammenleben. Das erfordert viel diplomatisches Geschick, Kommunikation und eine gute Logistik, damit der Alltag  reibungslos funktioniert. Einmal in der Woche findet der Großeinkauf mit dem Gemeindebulli statt, für die gemeinsame Haushaltskasse tragen die Bewohner die Verantwortung. 50 Euro pro Woche bezahlen die Eltern, darin sind – Dank der Unterstützung von Sponsoren und Stiftungen – alle Kosten außer einem persönlichen Taschengeld enthalten.

Das Abschiedsfest im großen Garten des WG-Hauses am Tag nach der Konfirmation ist schon fest eingeplant. Bis dahin wird sich der tägliche Blog im Internet (www.konfus-wg.de) noch mit etlichen Anekdoten und Erlebnissen füllen, und die sind nicht nur im Netz dokumentiert, sondern bleiben vor allem in den Köpfen und Herzen der Bewohner haften.

  

Kontakt

Diakon Dieter Niermann

Telefon 0421/63 67 105

martini@lesum.de

Durchführung

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Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

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Wirkung / Erfahrung

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Aufgegriffen und weiterentwickelt

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