Stadtteilmütter und -väter

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 22.06.2011
Letzte größere Änderung: 22.06.2011
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Gemeinwesen
Gemeinden/Institutionen
Gemeindeverbund Immanuel/Walle
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: 6 Monate
Durchführung: möglichst auf Dauer
Meinungen
2 Stimmen
Kommentare zum Dokument
Logo des Projekts "Stadtteilmütter"

Kurzbeschreibung

Richtungweisendes sozial-diakonisches Kooperationsprojekt zwischen Kirchengemeinde vor Ort, evangelischer Beratungsstelle und Behörden. Im Bremer Westen erhalten Eltern mit Migrationshintergrund Alltagshilfen bei Problemen mit Schulen & Behörden, Erziehung & Partnerschaft.

Situation / Kontext

Die Kirchengemeinde Walle ist eine von fünf Gemeinden im Bremer Westen, die dieses Projekt tragen. Der Stadtteil ist stark von Armut und Zuwanderung geprägt. Hier leben viele Familien, die Unterstützung brauchen, z.B. weil sie Ärger mit der Hartz IV-Bescheid haben.

Ziele

Förderung von Verständigung und Integration, Vermittlung von Kontakten zu  (kirchlichen) Beratungsangeboten, Stärkung elterlicher Erziehungskompetenz; Verbesserung der Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern.

Reflexion / Hintergrund

Dies ist ein Projekt im Rahmen des Themas "Armut und Reichtum - gemeinsam für eine soziale Stadt", das die Bremische Evangelische Kirche sich für die derzeitige Amtszeit des Kirchenparlaments (2007-2013) auf die Fahnen geschrieben hat.

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

Das Projekt hat Koordinatorinnen, deren Stellen von der Bremischen Evangelischen Kirche aus dem Sonderfonds "Armut und Reichtum" finanziert werden. Ihre Aufgabe ist es, potentielle ehrenamtliche Stadtteilmütter und -väter zu finden und in einer kostenfreien sechsmonatigen Ausbildung auf ihre neue Aufgabe vorzubereiten. Die spätere Praxisphase ist komplett ehrenamtlich. Es ist ein unterstützendes, vertrauensbildendes Stadtteil-Projekt und ersetzt keine professionelle Familienhilfe.

Die Arbeit der Stadtteilmütter und -väter ist vertraulich und kostenfrei. Durch die Ausbildung und die spätere praktische Erfahrungen gewinnen die ehrenamtlichen Stadtteilmütter und -väter ggf. Kompetenzen, die ihnen ggf. selbst einen (Wieder)Einstieg in das Berufsleben erleichtern.

Vorbereitung

Es gibt eine sechsmonatige Ausbildung, halbtags an zwei bis drei Terminen pro Woche zu folgenden Themen:

• Grundkenntnisse über die Entwicklung und die Bedürfnisse von Kindern
• Gesundheitsförderung, Ernährung und Bewegung
• Sprachförderung/ Mehrsprachigkeit
• Kindergarten/ Bildungssysteme
• Die Bedeutung des Spielens für die kindliche Entwicklung
• Erziehung
• Suchtprävention/ Medienkompetenz
• Trennung/ Scheidung
• Rechte des Kindes/ Kinderschutz
• Materielle Absicherung von Familien

Durchführung

Fest angestellten Mitarbeiter sollen ehrenamtliche Helfer engagieren und diese zu sogenannten Stadtteilmüttern und Stadtteilvätern ausbilden. Diese Ehrenamtlichen bekommen ihrerseits auch ständige Unterstützung, während sie die Eltern unterstützen. Die Unterstützung der Eltern geschieht durch Hausbesuche, gemeinsame Behördengänge, Gespräche mit Schule und Kindergarten oder Sprechstunden, die für die Eltern offen sind.

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

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Wirkung / Erfahrung

Stadtteilmütter gibt es in immer mehr Städten Deutschlands. Sie werden zu einem wichtigen Anker der Arbeit mit Migrantinnen und Migranten.

Aufgegriffen und weiterentwickelt

    Umfeld des Beitrags

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      Diakonie ist eine der vornehmsten Aufgaben der Kirche.
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    • Taufverantwortung
      Familien- und Kinderprojekte, sowie Projekte, die bei der Erziehung unterstützen.
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    • Midsommar in Lübeck-Bullerbü
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