Marburger Frauenmahl
Situation / contextDer oben beschriebene Ablauf und auch die folgenden Informationen zur Organisation der Veranstaltung beziehen sich auf das Marburger Frauenmahl, das am 30. Oktober 2011 im Landgrafenschloss stattfindet. Es soll eine Veranstaltung im festlichen Rahmen von Frauen für Frauen sein, um Frauen aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft miteinander ins Gespräch zu bringen. Das Frauenmahl ist Teil des Marburger Programms „AufgeSCHLOSSENen“ im Rahmen der Lutherdekade der EKD und ein aus der Eigeninitiative von Frauen erwachsener Teil des Reformprozesses der EKD. In Erinnerung daran, dass Frauen damals wie heute meist das Mahl zubereiten, an den Gesprächen bei Tisch aber selten teilnehmen, haben wir uns bewusst entschieden, bei dieser einen Veranstaltung im Rahmen des Marburger Programms die Ideen und Zukunftsvisionen allein von Frauen zur Geltung kommen zu lassen. GoalsDie Veranstalterinnen möchten mit dem Frauenmahl den demokratischen Diskurs um die Zukunft von Kirche und Religion voranbringen, dessen Notwendigkeit in den letzten Jahren immer deutlicher geworden ist. Die Veranstaltung soll also einen offenen und fruchtbaren Dialog aller Teilnehmerinnen ermöglichen, die sich in der Vielfalt ihrer Meinungen zur gesellschaftlichen Verantwortung von Kirche und Religion äußern und aufeinander hören. Möglischst viele Frauen sollen in ihren regionalen Kontexten selbst Frauenmahle veranstalten, was auch stattfindet. Reflection / backgroundDas gemeinsame Mahl der Gastfreundschaft hat in vielen Religionen und Kulturen starke symbolische Kraft. Das Frauenmahl nutzt diese Form, um auf demokratischem Weg viele Meinungen zu gesellschaftlich relevanten Themen ins Gespräch zu bringen. Der Tisch, an dem gemeinsam gegessen wird, ist ein Zeichen der Gemeinschaft und Versöhnung – über die Grenzen von Religionen und Weltanschauungen hinweg. Im Deutungsraum dieses Symbols entstehen Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft. Mitarbeitende Prof. Dr. Christl Maier und Prof. Dr. Ulrike Wagner-Rau für den Fachbereich Evangelische Theologie der Philipps-Universität Marburg, Pfarrerin Andrea Wöllenstein für die Frauenarbeit im Referat Erwachsenenbildung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Claudia Janssen für das Frauenstudien- und -bildungszentrum in der EKD im Comenius-Institut, Gabi Erne als freie künstlerische Mitarbeiterin. ImplementationGeneral information on realizationAm besten schließen sie sich dazu mit verschiedenen Oragnisationen zu einem Team zusammen. Wertvolle Anregungen und Tipps für die Organisation bietet diese Handreichung. PreparationFolgende Punkte sind der Marburger Vorbereitungsgruppe bei der Organisation wichtig:
Zurzeit bereiten wir uns darauf vor, die Inhalte, die auf der Veranstaltung entstehen, an die Öffentlichkeit und die Kirche weiterzugeben. D.h. wir suchen nach Methoden, um aus einer Vielfalt von Botschaften gemeinsame Voten hervorzubringen, die Perspektiven für die Zukunft aufweisen. RealizationFür den Input sorgen zwölf geladene Tischrednerinnen: Frauen aus den christlichen Kirchen, anderen religiösen Gemeinschaften, aus Politik, Kunst, Wissenschaft und Journalismus. Die Vielfalt der Ideen, die sich präsentiert, wird gesichtet und gebündelt. Gemeinsame Ziele, die sich daraus ergeben, werden im Anschluss an die Veranstaltung herausgearbeitet und als Voten veröffentlicht.Die anderen Besucherinnen kommen in ihrer jeweiligen Tischgemeinschaft zu Wort und können ihre Gedanken, ihre Hoffnung oder ihre Idee zur Zukunft von Kirche und Religion auch als Postkarte an eine Thesenwand anschlagen. Die Vielfalt der Ideen, die sich präsentiert, wird gesichtet und gebündelt. Gemeinsame Ziele, die sich daraus ergeben, werden im Anschluss an die Veranstaltung herausgearbeitet und als Voten veröffentlicht. Wir bitten die Teilnehmerinnen im Vorfeld, eine Eintrittskarte in Postkartenform zu gestalten, die sie während der Veranstaltung an eine Thesenwand anschlagen können. An den Tischen liegen Stifte und Platzsets aus Papier aus, auf die die Teilnehmerinnen während des Abends ihre Gedanken und Reflexionen notieren können.
Weitere Infos Weitere Infos zum Marburger Frauenmahl und den Referentinnen finden Sie in unserem Flyer und unten in den Materialien. Wrap up & follow-up actionsBei der Nachbereitung wird es ein wichtiger Faktor sein, die Botschaften des Abends zu bündeln und als gemeinsame Voten zusammenzuführen. Die Voten sollen zeitnah an Öffentlichkeit und Kirche weitergegeben werden. Dazu werden wir neben den gängigen Presse- und Publikationskanälen auch die Internetplatform www.frauenmahl.de nutzen. Hier sind auch die bisherigen Reden zu finden. Effect / experienceZehn Frauenmahle gab es inzwischen bundesweit - das sind über 1000 Frauen, die der Kirche und der Gesellschaft ihr Votum für die Zukunft mit auf den Weg geben. Das sind zahlreiche Referentinnen, die in engagierten Tischreden ihre Wünsche und Anregungen formulieren. Das bedeutet eine breit angelegte, demokratische Auseinandersetzung aus der Perspektive verschiedener Religionen und Weltanschauungen, verschiedener Berufs- und Altersgruppen. Das Frauenmahl wird bundesweit durchgeführt. Materials
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