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Sommernachtskirche
Situation / KontextStadtkirche Kusel ZieleMusik, Essen, Poesie, Kirche, Tanz, Skulpturen, Stille, Gesang, Träumen, Farben, Wort, Raum, Glauben, Malerei …
in der Woche vor den Sommerferien kommen in der ev. Kirche in Kusel Sinnlichkeit und das Nachdenken über theologische Themen zusammen. Vielfältige Veranstaltungen, die thematisch gebunden sein können - aber nicht müssen!, - bringen die unterschiedlichsten Menschen in den Raum der Kirche: Mitwirkende an den Gruppen der Gemeinde, der Kreis der „Sommernachtskirchengänger“ und allgemein kulturell Interessierte. Seit vielen Jahren ist diese Woche ein fester Termin im Leben der Kirchengemeinde, des Dekanats und des Landkreises geworden, für den mit Plakaten und in der Presse geworben wird. Die durchweg positive Resonanz bestätigt, dass gerade auch ungewöhnliche Veranstaltungen geschätzt werden.
Reflexion / HintergrundDie Sommernachtskirche bietet die Möglichkeit, den vertrauten Kirchenraum neu zu erleben. Ob großformatige Zeichnungen auf transparentem Papier das Kirchenschiff neu gliedern oder alles in blaues Licht getaucht ist, ob die filigranen Lichtskulpturen von Igor Michajlow sich über dem Altar drehen oder vier Malerinnen während der ganzen Woche in der Kirche arbeiten und mit ihrer Kunst die Veranstaltungen kommentierend begleiten - der Mut zum Ungewöhnlichen bewahrt die Sommernachtskirche vor dem Abgleiten in Routine. Jedes Jahr können so insgesamt um die 1000 Besucher angesprochen werden, was angesichts der Größe des Dekanats sehr erfreulich ist. Als „außergewöhnlich“, „phantasievoll“ und „genussreich“ hat die Presse Veranstaltungen der Sommernachtskirche besprochen und damit positive Erwartungen für das nächste Jahr geweckt. Die Finanzierung erfolgt durch Spenden, Sponsoren und Zuschüsse der Kirchengemeinde. Eintritt wird nur bei den großen Chorkonzerten erhoben. UmsetzungAllgemeine Hinweise zur UmsetzungFester Mitarbeiterstamm, eingespieltes Team, dem sich auch "Kirchenferne" anschließen Vorbereitung
DurchführungZu den festen Elementen dieser an sich offenen Form gehört das „Fest der Langen Tafel“. Meist steht es am Anfang der Sommernachtskirche. Das Konzept: inmitten der geschmückten und farbig illuminierten Kirche wird eine leere Tafel aufgebaut. Menschen kommen, bringen Speisen in die Stadtkirche, stellen diese auf die lange Tafel… und schon kann das Fest beginnen. Eröffnet wird dieser Abend mit einer Andacht. Man isst gemeinsam und kommt ins Gespräch, lauscht der Musik, betrachtet die Kunstwerke, nimmt an Lesungen teil – die Offenheit des Abends entspricht dem offenen, einladenden Charakter der Kirche und ist inspiriert vom urchristlichen Agape-Mahl. Beiträge werden spontan und z.T. geplant (z.B.Tafelmusik) vorgetragen. Es ist ein Ort der Begegnung. Manche Gruppen (z.B. ausländische Mitbürger) haben durch gemeinsames Tanzen an diesem Abend Zugang zu der Gemeinde gefunden. Pfälzische Speisen können neben russischen oder persischen zu stehen kommen, je nach dem, welche Gruppe, Familie oder Einzelperson was mitbringt. Dies ist eine Gelegenheit vielleicht zum ersten Mal wahrzunehmen, welche Gruppen überhaupt im evangelischen Gemeindehaus beheimatet sind.
Ein weiterer fester Programmpunkt ist ein größeres Konzert, das von einem der Chöre der Prot. Kirchengemeinde Kusel gestaltet wird. Aufgeführt wurden anspruchsvolle Werke der Chorliteratur wie z.B.
In der Regel findet eine Einführung in das Werk statt, die das Verständnis erleichtert.
Die übrigen Abende werden von (über)regionalen Künstlern gestaltet und/oder erwachsen aus den Ressourcen der Gemeinde. Es fanden beispielsweise statt:
Jeder Veranstaltungsabend, so ist es Tradition bei der Sommernachtskirche, klingt um 22 Uhr mit Orgelklängen aus.
Kontakt Pfr. M. Hoffers 06381/2271 Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)--- Wirkung / ErfahrungSpricht weitgestreutes Publikum an: Erwachsene bis Kinder. Materialien
Erwähnt in den folgenden Artikeln und Praxisbeispielen
Es ist ein weiterer Artikel vorhanden. Dieser ist nur für Geistreich-Mitglieder sichtbar. Aufgegriffen und weiterentwickelt--- |
HilfeBei Fragen und Anregungen können Sie die geistreich Hotline der EKD anrufen (0511 27 96 208) oder sich per E-Mail an uns wenden (info@geistreich.de). |


