Glanzlichter - Kirchliches Kunstprogramm in der Fußgängerzone

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 14.04.2010
Letzte größere Änderung: 20.07.2010
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Advent
Gemeinden/Institutionen
Evangelische Kirche Dortmund in Dortmund
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: ca. 11 Monate
Durchführung: 24 Tage
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Glanzlichter

Kurzbeschreibung

Vom 1. bis 24. Dezember findet täglich ein 15-minütiges Programm vor Geschäften zur Enthüllung von Kunstwerken statt. Die Texte werden dabei von Prominenten gelesen. Die öffentlichkeitswirksame Aktion schließt mit einer Versteigerung ab.

Situation / Kontext

In der Adventszeit sind viele Menschen in der Stadt bei den Geschäften. Weniger Menschen gehen unter der Woche in die Kirchen hinein.

Ziele

Vom 1. bis 24. Dezember findet täglich ein 15-minütiges Programm vor Geschäften zur Enthüllung von Kunstwerken statt. Die Texte werden dabei von Prominenten gelesen. Die öffentlichkeitswirksame Aktion schließt mit einer Versteigerung ab.

  • Ziele: Kirche ist in besonderem Maße in der Öffentlichkeit präsent. Auf die ursprüngliche Bedeutung des Advents wird öffentlich aufmerksam gemacht. Kirche kooperiert  mit Kulturschaffenden. Kirche wird "Kirche zum Anfassen" und ist mitten unter den Menschen.

Reflexion / Hintergrund

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Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

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Vorbereitung

Die Vorbereitung der Aktion begann bereits Anfang des Jahres. Ausschreibungen zur Beteiligung an dem Kulturprojekt gingen an vier Personengruppen: an renommierte Künstler; Geschäftsleute; Musiker bzw. Chöre und Musikgruppen sowie prominente Persönlichkeiten der Region aus den Bereichen Politik, Kultur, Sport, Medien. Für jeden Bereich ließen sich schnell 24 Personen finden, die bereit waren, bei der Aktion mitzuwirken.

Der zweite Teil der Vorbereitung bestand in der Organisation der Programme für die einzelnen Adventstage. Die Abstimmung unter den Beteiligten sowie die Terminierung erfolgten per Mail. Parallel fertigten die Künstler/innen nach einem ausführlichen Briefing durch einen Kunstdozenten der Fachhochschule Dortmund ihr "Glanzlicht" an.

Die Planung und Umsetzung der Öffentlichkeitsarbeit gehörten zum dritten Teil der Vorbereitung. Die Erstellung von Plakaten und Werbepostkarten (Citycards) sowie die Planung und von Pressegesprächen zählten zu den Aufgaben der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises. Außerdem wurden Pressetexte für jeden einzelnen Tag (1. bis 24. Dezember) erstellt. Parallel zur Aktion im Dezember liefen die Vorbereitungen für die Auktion im Januar (Planung des Rahmenprogramms mit Musik, Briefing der Versteigerer und Organisation des Buffets).

Durchführung

Die Aktion bestand darin, dass vom 1. bis 24. Dezember 2006 jeden Abend um 17.30 Uhr (sonntags um 17 Uhr) an einem öffentlichen Ort - vor einem Geschäft in der Fußgängerzone, auf der Dortmunder Weihnachtsmarktbühne oder auf dem Weihnachtsmarkt - ein 15-minütiges Programm gestaltet wurde. Daran beteiligten sich je eine der Musikgruppen, der Künstler/innen sowie eine Bäckerei, die Gebäck verteilte. Ein/e Prominente las einen Text zum Advent (z.B. von Ringelnatz und Fried). Außerdem wurden im Rahmen der kurzen Veranstaltung Kunstwerke enthüllt, die prominente Künstler/innen vor der Aktion zum Thema Advent und Weihnachten anfertigten. Entstanden sind Bilder, Fotografien und Objekte, welche für die Aktion gegen eine Aufwandsentschädigung zur Verfügung gestellt wurden. Gegen Ende des 15-minütigen Programms tupften die Prominenten Goldstaub auf die Stirn der Passanten. Die Kunstwerke wurden in St. Petri, einer der Dortmunder Innenstadtkirchen, in einer wachsenden Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. Im darauffolgenden Januar wurden sie zugunsten von sozialen Projekten zweier Stadtkirchen versteigert. Den Rahmen der Versteigerung bildete eine Dankeschön-Feier für die Beteiligten. Am Anfang und am Ende der Aktion fanden Pressegespräche statt, an denen die drei großen Dortmunder Tageszeitungs-Redaktionen teilgenommen haben. Außerdem informierten die Medien täglich über das aktuelle Abendprogramm. Täglich aktualisierte Internetseiten sowie Plakate und Werbe-Postkarten dienten zusätzlich zur Werbung.

 

Materialien

Benötig wurden die Kunstwerke, Tücher zur Verhüllung, Plakate, Werbepostkarten, Goldstaub, eine Bühne, eine Lautsprecheranlage, Gebäck sowie ein gut ausgestatteter PC-Arbeitsplatz.

 

Kosten

Die Aktion war kostenneutral. Die war möglich, weil die Geschäftsleute die Aktion mit jeweils 400 Euro gesponsert haben, eine Bäckerei das Gebäck, das täglich verteilt wurde, spendete und  die Künstler/innen die Kunstwerke stifteten. Die Finanzmittel wurden für Material- und Werbungskosten (Postkarten und Plakate) sowie Transport der Kunst, Auf- und Abbau der Bühne, Verwaltung und Caterine bei der Versteigerung verwendet.

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

Die Aktion "Glanzlichter" fand zum ersten Mal 2005 statt. Eine außerordentlich positive Resonanz erleichterte die Entscheidung, das aufwändige Projekt 2006 etwas verändert zu wiederholen. Nach beiden Aktionen hat es mehrere Treffen zur Reflexion der Aktion gegeben. Berichte dokumentieren den Verlauf und den Erfolg. Ein umfangreicher Pressespiegel ist erstellt worden sowie eine Powerpoint-Präsentation, welche die 24 Tage im Dezember mit Texten und Bildern darstellt. Nach der Aktion 2006 entstand ein "Glanzlichter-Tagebuch" mit Kurzgeschichten zu den einzelnen 24 Events.

Wirkung / Erfahrung

Die Erfahrung und die Auswertung lassen sich in einer Erfolgsbilanz zusammenfassen. Der Erfolg war messbar an der starken Präsenz in den Medien durch tägliche Ankündigung und zusätzliche redaktionelle Berichte während der Aktion, sowie an dem wachsenden Interesse bei der Dortmunder Bevölkerung, nachdem die Aktion sich herumgesprochen hatte. Es nahmen im Durchschnitt 20 bis 50 Menschen teil. Zentrale Standorte lockten viele Zuhör/innen an. Auch das große Interesse an den Kunstwerken spricht für den Erfolg der Aktion.

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