Sieben Sommerandachten

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 17.10.2011
Letzte größere Änderung: 19.10.2011
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Offene Kirchen und Wegekirchen, Gemeindeaufbau, Alternative Gottesdienste, Musik, Andachten, Mission
Gemeinden/Institutionen
Kirchengemeinde Eickeloh-Hademstorf in Eickeloh
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: Alle Gruppen aus der Gemeinde einbeziehen, Rückmeldungen wahrnehmen,
Durchführung: Einstündige Andacht und eventuelles Zusammensein im Anschluss mit Grillen, Lagerfeuer und Gesprächen
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Sommerandacht

Kurzbeschreibung

17.00 Uhr Sommerandachten für Berufstätige, Spätaufsteher und Radwanderer

Situation / Kontext

„Früher war im Sommer in der Kirche nicht viel los. Ich wollte etwas Besonderes machen für all jene, die in den Ferien hierbleiben ... Als die Pastorin der Kirchengemeinde Eickeloh-Hademstorf, Silke Deyda, 2002 mit Sommerandachten in Eickeloh begann, wagte sie einen Schritt ins Ungewisse. Wird die alternative Form eines Gottesdienstes angenommen, zumal sie alle zwei Wochen anstelle des sonntäglichen 10-Uhr-Gottesdienstes erst um 17 Uhr angeboten wird?

Ziele

... wegkommen vom ‚normalen' Gottesdienst ... auf ein Zusammenspiel von Theologie und Praxis setzen. „Eine Theologie, die nur um sich selbst kreist, interessiert mich nicht“, stellt sie klar. Die Bibel müsse immer auch im Kontext von Musik, Literatur, Philosophie, Menschen, kurz: der Welt treten, um wirken zu können. Deshalb spielen bei ihren Andachten Bilder, Lyrik und Musik, aber auch Ruhe eine zentrale Rolle.

Reflexion / Hintergrund

Mit den 17-Uhr-Andachten vor allem Berufstätige und Spätaufsteher ansprechen. "Sie nutzen die Andachten als Oase, um Kraft zu tanken“, sagt Silke Deyda, der zielgruppenorientierte Arbeit wichtig ist.

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

Das Motto der sieben Sommerandachten, die ab dem Himmelfahrtstag, Donnerstag, 2. Juni, stattfinden, lautet „Gärten der Bibel – Gärten des Lebens“. Die Andachten finden im Pfarrgarten und in der im Jahr 1296 erbauten Alten Kirche in Eickeloh statt.

Silke Deyda hat das geschichtsträchtige Bauwerk bewusst ausgewählt, obwohl es nur rund 100 Menschen Platz bietet und damit 200 weniger als die neue Kirche. Die Kirche steht mitten in der Natur. Die Eingangstür bleibt während der Andachten offen, sodass neben den Klängen von Streichern, Bläsern und Gesang auch der Gesang der Vögel vernommen werden kann. Die offene Tür soll zudem einladen, auch während der Andachten dazu zu stoßen.

Vorbereitung

Bei der Planung immer an ihrer Seite ist Silke Deydas Ehemann Thomas Grunwald-Deyda. Er spielt viele Instrumente und hat gute Kontakte zu Musikern aus der Region Hannover, plant zudem auch die theoretischen Inhalte mit. Viel Unterstützung erfährt die Pastorin auch aus der Gemeinde. „Ich bekomme viele Rückmeldungen und habe zum Thema dieses Jahres bereits stapelweise Bücher erhalten“, sagt sie.

Durchführung

Silke Deyda hat das geschichtsträchtige Bauwerk bewusst ausgewählt, obwohl es nur rund 100 Menschen Platz bietet und damit 200 weniger als die neue Kirche. Die Kirche steht mitten in der Natur. Die Eingangstür bleibt während der Andachten offen, sodass neben den Klängen von Streichern, Bläsern und Gesang auch der Gesang der Vögel vernommen werden kann. Die offene Tür soll zudem einladen, auch während der Andachten dazu zu stoßen.

Mittlerweile begrüßt Silke Deyda Besucher aus der gesamten Region – von Bad Fallingbostel über Walsrode bis zu Ortsansässigen. Viele Radwanderer binden die Andachten in ihre Touren ein – von Grethem bis Eickeloh und mit der Fähre in unmittelbarer Nähe der Kirche zurück. Die Pastorin freut sich, alle zwei Wochen ein bis auf die Kerngemeinde anderes Publikum zu begrüßen als im 10-Uhr-Gottesdienst.

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

Die Andachten finden immer von 17 bis 18 Uhr statt. Höhepunkt ist das Treffen am 26. Juni im Pfarrgarten. „Daran sind alle Gruppen aus der Gemeinde beteiligt“, sagt Silke Deyda, „wir sitzen unter Obstbäumen, grillen und kommen ins Gespräch.“ Falls es regnen sollte, finde die Veranstaltung in der Alten Kirche statt. Aber in den vergangenen neun Jahren blieb es stets trocken.

Wirkung / Erfahrung

„Unsere alte Kirche war von Anfang an voll, 50 bis 80 Menschen kamen immer“, sagt die Pastorin. „Das macht einen schon stolz.“

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