one week. no media!

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 31.10.2011
Letzte größere Änderung: 11.01.2012
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Jugendliche und Schule, Konfirmandenarbeit, Familien, Bildung und Unterricht, Kinder und Grundschule
Gemeinden/Institutionen
Release U21 in Stuttgart
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: mehrere Tage
Durchführung: mehrere Tage - je nach Projektentwurf
Meinungen
3 Stimmen
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no media

Kurzbeschreibung

Eine Woche lang verzichten Jugendliche auf die modernen Kommunikations- und Unterhaltungsmedien. Die freigewordene Zeit nutzen sie zur (Wieder)-Entdeckung anderer Möglichkeiten, eigener Kreativität und Fähigkeiten und zum Nachdenken über Medien. One week.no media ist ein Kooperationsprojekt von Release U21 und der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart.

Situation / Kontext

Medien spielen eine positve Rolle in Schule, Beruf und Freizeit. Übermäßiger und unkontrollierter Medienkonsum verhindert wichtige Erfahrungen und Lernschritte und kann zu einer gesteigerter Gewaltbereitschaft und Suchtverhalten führen

Ziele

Eine medienfreie Woche soll das Bewusstsein für den eigenen Medienkonsum und einen verantwortungsvollen Umgang damit fördern. Der gemeinsame Verzicht und das Anbieten von Alternativen soll die Kinder und Jugendlichen motivieren, sich auf dieses Exepriment einzulassen. Die Wiederentdeckung der Langeweile bietet den Raum für neue Erfahrungen.

Reflexion / Hintergrund

Medien können unser Leben bereichern - die ständige Verfügbarkeit und der Sog der Bilder aber auch aktives und "echtes" Leben verhindern. Ein temporärer Ausstieg aus dem Medienalltag erfordert eine Willensanstrengung, Planung und Unterstützung. Die plötzliche Stille und ungefüllte Zeit ist für viele zuerst erschreckend und unattraktiv - doch sehr schnell lernt man dann andere Fähigkeiten und Möglichkeiten kennen.

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

Eine Gruppe hilft, alleine ist eine medienfreie Woche für Jugendliche kaum umzusetzen. Wenn die Eltern nicht mitmachen, wird es doppelt schwierig. Manche werden das Ziel nicht erreichen, d.h. man muss sich vorher schon Gedanken zum Umgang mit dem Scheitern machen.

Vorbereitung

Für die Projektidee muss im Vorfeld in der potentiellen Gruppe geworben werden - die Idee wird wahrscheinlich zuerst auf Ablehnung und Unverständnis stoßen. Deshalb muß man sich Gedanken für  attraktive Alternativen machen. Auch bei den Eltern muß für die Projektide geworben werden, möglichst sollten sie sich auch am Experiment beteiligen

Durchführung

One week, No media. Quelle: Bernd KlenkAm Starttag geben die Jugendlichen gemeinsam für die vereinbarte Zeit ihre Handys, Konsolen und Fernbedienungen bei der Projektleitung ab. Sie führen ein Tagebuch, um ihre Erfahrungen und Schwierigkeiten zu dokumentieren. Täglich finden gemeinsame Aktionen und Treffen statt, um sich gegenseitig zum Durchhalten zu motivieren. Am Ende werden die Erfarhrungen ausgewertet und die abgegebenen Geräte feierlich zurückgeben.

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

Die Erfahrungen aus der Projektzeit, Hilfestellungen für eigene Planungen und Begleitmaterial wurden auf der Internetseite www.one-week-no-media.de gesammelt und stehen allen Interessierten zur Verfügung. Mit den Gruppen wird ausführlich über ihre Erfahrungen gesprochen.

Wirkung / Erfahrung

Gemeinsam in der Gruppe haben viele ihr Ziel geschafft und haben viel Kreativität gezeigt und Neues entdecktt, manche sind jedoch gescheitert - vor allem wenn die Eltern nicht auf ihren abendlichen Fernsehkonsum verzichtet haben. Eine Mutter hat nach der Woche den Fernseher aus dem Kinderzimmer entfernt, viele Jugendlichen berichteten von mehr Kommunikation und gemeinsam verbrachter Zeit in ihren Familien. Trotzdem war die Zeit des Verzichts für viele schwer; umso größer war der Stolz über die vollbrachte Leistung.

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