Tanzkantorei Hoffnung

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 07.11.2011
Letzte größere Änderung: 07.11.2011
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Kultur und Kirchenmusik, Theater und Tanz, Musik
Gemeinden/Institutionen
Evangelische Hoffnungskirchengemeinde Berlin-Pankow in Berlin
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: Ein auf Dauer angelegtes Projekt, ähnlich einem Kirchenchor
Durchführung: Ein einstündiger Gottesdienst mit Auf- und Abbauarbeiten vor und nach dem Gottesdienst.
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Tanzkantorei

Kurzbeschreibung

Tanz in der Kirche als Ausdruck lebendigen Gemeindelebens und Glaubens
 

 

Situation / Kontext

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Ziele

Durch Ausdruckstanz und Choreographie sich mit dem Glauben und der Bibel auseinandersetzen.

 

Reflexion / Hintergrund

Tanz bekommt in der Kirche eine besondere Stellung als Ausdruck lebendigen Gemeindelebens und Glaubens.

 

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

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Vorbereitung

Die Tanzkantorei ist, vergleichbar mit einem Kirchenchor, als regelmäßige und langfristige Gruppe angelegt, die im einzelnen projektgebunden bzw. an das Kirchenjahr gebunden arbeitet und auftritt. 

Dazu sind bestimmte Voraussetzungen geschaffen worden: Die Bereitstellung eines geeigneten Gemeinderaumes mit Musikanlage für wöchentliche Proben (zeitweise natürlich auch in der Kirche), Material- und Honorarkostenbereitstellung für einzelne Projekte und die Einstellung einer qualifizierten Tanzkantorin.

 

Durchführung

Wir treffen uns wöchentlich, um an den jeweiligen Gottesdienstgestaltungen oder Projekten zu arbeiten.

Dazu gehört die Entwicklung der Stücke und Choreographien über Tanzimprovisationen in Verbindung mit vorgegebenen Bewegungssequenzen. Dieser Prozess ist ein Suchen nach gemeinsamen und auch individuellen Aussagen, d.h. die Gruppe setzt sich mit Glaubensfragen auseinander und entwickelt einen Weg zum reifen Stück.

Dem Zugrunde liegt ein künstlerisches und inhaltliches Konzept. Die Stücke bestehen im wesentlichen aus Ausdruckstanz, durchsetzt mit Elenmenten anderer Tanzrichtungen. Verwendet wird dabei vorrangig Musik barocker, klassischer und romantischer, aber auch moderner und zeitgenössischer KomponistInnen (von Hildegard von Bingen über J.S.Bach und Franz Schubert bis zu Arvo Pärt u.a.)   

Das Zusammenwirken von Musik und Tanz beansprucht besonders zum Ende hin einen relativ großen, jedoch sehr lohnenswerten Organisationsaufwand. Der Dialog beider Künste ist wesentlicher Teil der Gesamtidee der Tanzkantorei.

Beispiele dafür reichen von einem getanzten Glaubensbekenntnis im Gottesdienst bis hin zu abendfüllenden Aufführungen wie z.B. "Ein Totentanz" zum Ewigkeitssonntag.

Soll ein bestimmter "moderner" Effekt erzielt werden, wird die Musik vom Band eingespielt, ansonsten ist das Musizieren und Tanzen in Wechselwirkung live zu erleben.

 

Dauer

Wöchentliche Proben und einzelne Probenwochenenden

Arbeitsaufwand

Durchschnittlich 20 Stunden/Woche für die komplette Aufbau- und Entwicklungsarbeit einer Tanzkantorei. Dazu kommt natürlich noch der Arbeitsaufwand von Honorarkräften, Ehrenamtlichen und vernetzenden kirchlichen Mitarbeitern.    

 

Mitarbeitende

Eine Leitungsperson (TanzkantorIn), projektgebundene HonorarmitarbeiterInnen (z.B. MusikerInnen für eine Aufführung), kooperierende kirchliche Mitarbeiter (z.B. KantorIn, PfarrerIn u.a.), Ehrenamtliche, Mitwirkende     

 

Materialien

Stoffe und Zubehör für Kostüme und Gestaltung des Kirchenraumes, Musik- und Lichttechnik, Arbeitsmaterial (z.B. Papier, CD´s, Werbematerial u.s.w.)   

 

Kosten

Neben dem festen Mitarbeitergehalt variieren die Kosten je nach Projekt von minimalen Verbrauchskosten (Vorbereitungskosten) bis hin zu Summen von 2000 - 4000 Euro für größere Aufführungen.   

 

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

Da für diese Tätigkeit keine eigenständige Ausbildung und kein innerkirchliches Stellenprofil existiert, bildet die Berufsgruppe der allgemein ausgebildeten TanzpädagogInnen (staatliche und private Ausbildungsstätten) die erste Anlaufstelle zur Gründung einer Tanzkantorei, jedoch muss die ebenso wichtige persönliche Verbindung zur Kirche weitere Voraussetzung sein.

Wünschenswert sind  auch Angebote spezieller theologischer, kirchenmusikalischer und liturgischer Weiterbildungen für diese u.ä. (z.B. TheaterpädagogInnen)Berufsgruppen.

 

Wirkung / Erfahrung

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Aufgegriffen und weiterentwickelt

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