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Grenzüberschreitender ökumenischer Kreuzweg zwischen Zittau und Porajów ( Polen)
Situation / KontextIn einer Grenzregion mit besonderer Geschichte wird bei einem gemeinsamen Kreuzweg der völker- und konfessionsverbindende Gehalt des christlichen Glaubens erfahrbar gemacht. Ziele--- Reflexion / HintergrundGegenüber der Stadt Zittau liegt in der Republik Polen der Ort Porajów. Die Grenze zwischen beiden Ländern ist hier durch den Flusslauf der Neiße markiert. Als nach 1990 diese Grenze zunehmend durchlässiger wurde, eröffneten sich neue Begegnungsmöglichkeiten der Menschen. Auf Initiative einer Gruppe konfessionsverbindender Paare und Familien in Zittau fanden sich am Palmsonntag 1994 Christen aus beiden Ländern zusammen und beteten über mehrere Stationen den ersten grenzüberschreitenden Kreuzweg zwischen Zittau und Porajów. UmsetzungAllgemeine Hinweise zur Umsetzung--- VorbereitungEine Gruppe katholischer und evangelischer Christen beider Länder bereitet in jedem Jahr den Kreuzweg vor. Dabei werden die Details des Ablaufes (Auswahl der Schriftlesungen, Gebete, Fürbitten, Liedsätze u.a.) festgelegt, und es wird ein zweisprachiger Handzettel (deutsch/polnisch) ausgearbeitet. DurchführungJedes Jahr wird der Kreuzweg an Palmarum in jeweils wechselnder Richtung zwischen Zittau und Porajów gebetet. Er führt über fünf Stationen. Zu diesen Stationen gehören die
An jeder Station hören wir eine Schriftlesungen aus den Passionsberichten der Evangelien. Dazu kommen Gebete und Fürbitten. Ein ökumenischer Chor trägt Liedsätze vor. Alles erfolgt in Zweisprachigkeit. Der Handzettel, den jeder Teilnehmer erhält, soll die Probleme der Sprachdifferenz verringern helfen. Seit 1999 wird ein für diesen Kreuzweg gestiftetes Holzkreuz im Zug mitgeführt. Die Kreuzteile werden von Jugendlichen der beteiligten Gemeinden getragen. Das Kreuz verbleibt dann für ein Jahr in der Hospitalkirche, bzw. in der Kirche Porajów.
Dauer
Mitarbeitende
Materialien
Kosten
Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)--- Wirkung / ErfahrungSich begegnen, gemeinsam ein Stück des Weges gehen, auf das Wort hören und vereint sein in Gebet, Fürbitte und Singen über Grenzen hinweg - diesem Anliegen des Kreuzweges folgen jährlich ca. 150 Menschen aus beiden Ländern. So ist seit 17 Jahren der Kreuzweg ein konstantes Zeichen in und zwischen unseren Gemeinden geworden. Materialien
Erwähnt in den folgenden Artikeln und Praxisbeispielen
Aufgegriffen und weiterentwickelt--- |
HilfeBei Fragen und Anregungen können Sie die geistreich Hotline der EKD anrufen (0511 27 96 208) oder sich per E-Mail an uns wenden (info@geistreich.de). |


