artionale - Kirche und Kunst im Dialog

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 29.03.2010
Letzte größere Änderung: 09.09.2010
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Bildende Kunst und Ausstellungen
Gemeinden/Institutionen
Evang.-Luth. Dekanatsbezirk München
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: 1,5 Jahre
Durchführung: 4 Wochen
Meinungen
2 Stimmen
Kommentare zum Dokument
artionale

Kurzbeschreibung

In Ausstellungen und anderen Veranstaltungen treten Kirche und Kunst in einen Dialog.

Situation / Kontext

Schauplatz der Aktion ist der Dekanatsbezirk München.

Ziele

  • Begegnung zwischen Religion und Kunst.

Reflexion / Hintergrund

Vor allem im großstädtischen Bereich sind die unterschiedlichsten Bereiche von Kunst bedeutend für die Menschen. So entstand die Idee, Kunst und Religion miteinander in einen Dialog zu bringen. In bis zu 15 Kirchen innerhalb des Dekanatsbezirkes München wurden innerhalb der artionale 1998, 2001, 2004 und 2007 Arbeiten von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern gezeigt. Die Arbeiten wurden von den Künstlerinnen und Künstlern zu dem jeweiligen Sakralraum sowie zu einem spezifischen Thema angefertigt. Zudem wurde in diesen Kirchen zeitgenössische Musik aufgeführt, teilweise in Verbindung mit dem jeweiligen Kunstwerk.

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

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Vorbereitung

Die Vorbereitung beginnt jeweils ca. eineinhalb Jahre vor dem Projekt: Nach einer vom Organisationsteam der artionale ausgeschriebenen Bewerbungsfrist wählt eine Jury unter der Leitung eines Kurators Künstlerinnen und Künstler für die die sich bewerbenden Kirchengemeinden aus. In oftmals durchaus auch komplexen Gesprächen mit den Pfarrerinnen und Pfarrern bzw. den Kirchenvorständen kommt es zur Präzisierung der jeweiligen Projekte.

Durchführung

Die artionale startete bisher mit einer gemeinsamen Vernissage und schloss mit einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung. In einem Zeitraum von vier Wochen wurden die jeweiligen Projekte in den Kirchen und Einrichtungen gezeigt, begleitet von unter anderem Kunstgottesdiensten, Kunstgesprächen und Konzerten.

Die Besucherzahlen lagen jeweils zwischen 10.000 und 15.000. Die Kostenrahmen bewegten sich zwischen 40.000 und 80.000 Euro. 20% der Kosten übernahmen seither die Landeskirche und der Dekanatsbezirk München, 8% trugen die beteiligten Kirchengemeinden, 72% wurden durch Fördermittel und Sponsorengelder abgedeckt. Die artionale wurde neben Plakaten und Flyern jeweils durch eine Kunstzeitung beworben. 

 

Materialien

Gemälde, Installationen, Fotografien

 

Kosten

ca. 50.000 €

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

Zur Nachbereitung fanden Gespräche mit den beteiligten Kirchengemeinden, den dort haupt- und ehrenamtlich engagierten Team sowie mit den Künstlerinnen und Künstlern statt. Zu jeder artionale wurde eine abschließende Dokumentation erstellt, die vor allem bei den letzten Projekten einem hohen künstlerischen Anspruch genügte und zur Vorbereitung der nächsten artionale sehr gute Verwendung findet.
Die sechste Artionale findet von 1. Oktober bis 5. November 2014 statt. Rund 15 Gemeinden und kirchliche Einrichtungen werden nehmen an dem Projekt teil . Das Thema lautet „…was du nicht siehst“. Neben Kunstausstellungen und Konzerten sind Vernissagen, Kunstgottesdienste, Diskussionsrunden sowie die Teilnahme an der „Langen Nacht der Museen“ geplant. Im Rahmen der Artionale wurde der Kunstpreis 2014 der bayerischen Landeskirche verliehen.

Wirkung / Erfahrung

Die Veranstaltungen und Ausstellungen erfahren unterschiedlichen Zuspruch. Schwieriger zugängliche Kunstwerke oder Themen haben manchmal geringeren Zuspruch.

  

Aufgegriffen und weiterentwickelt

    Umfeld des Beitrags

    • "Ein Mensch tröstet seinen Engel"
      Ausstellungen bieten Anlass sich auf neue Weise emotional und intellektuell mit einem Thema auseinanderzusetzen - in einem breiten Spektrum der Formate.
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