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96 Täuflinge in Lemgo
Situation / KontextZusammenarbeit von ev. lutherischen und ev. reformierten Gemeinden einer Stadt. Einladung zu einer Taufe an einem ungewöhnlichen Ort - ohne dass ein Familienfest geplant werden müsste. Tauffest am Pfingstmontag 2010. Bei herrlichem Wetter am Schloss Brake begann um 14.00 Uhr der Gottesdienst, an dem ca. 1500 Menschen teilnahmen. 96 Täuflinge mit ihren Familien waren gekommen, nachdem die sieben evangelischen Gemeinden alle Ungetauften im Alter von 0 - 12 Jahren angeschrieben hatten. Für die Taufen meldeten sich Erwachsene, Konfirmandinnen/-en und Kinder von ganz klein bis groß. Eltern, die in Lemgo aufgewachsen sind, haben ihre Kinder angemeldet, obwohl sie mit ihren Famlien teilweise sehr weit entfernt wohnen. Nach dem kindgerechten Gottesdienst zogen die Tauffamilien zur benachbarten Schloßwiese, wo die Gemeinden die Taufzelte aufgebaut hatten. Die Pfarrer, die von Kirchenältesten begleitet wurden, tauften dort in jedem Zelt ca. 15 neue Gemeindeglieder. Die Familien waren eingeladen, auf den Wiesen ihr selbst mitgebrachtes Picknik zu machen. Ein umfangreiches Programm gestaltet von Chören, Musikgruppen, Museumspädagogen (das Weserrenaissancemuseum befindet sich im Schloss) und Mitarbeitenden aus den Kindergärten bot Erwachsenen und Kindern sehr viel Abwechslung. Ein Abendgebet mit dem Aufsteigenlassen von Tauben als symbolischer Handlung schloss den schönen Nachmittag um 18.00 Uhr. Ziele--- Reflexion / HintergrundTaufe wird Thema in der Landeskirche. UmsetzungAllgemeine Hinweise zur Umsetzung--- VorbereitungCa. 7 Vortreffen von Kirchenältesten und Pfarrern seit Oktober 2009 der beteiligten Kirchengemeinden. Es wurde eine erstaunlich hohe Zahl ungetaufter Kinder in den Gemeinden festgestellt. Die Resonanz übertraf die Erwartungen und daher musste das Programm immer wieder angepasst werden. Die Arbeit wurde nur geschafft, weil Aufgaben deligiert werden konnten. Feuerwehr, Rotes Kreuz halfen, Sanitäranlagen mussten zum Teil organisiert werden. Pressearbeit. Abstimmung mit dem Grundstückseigentümer sowie andere der vielen, vielen Kleinigkeiten. DurchführungMit Hilfe der Gruppen, die in den Kirchengemeinden aktiv sind: Kinder- und Gospelchor, Band, Posaunenchöre, Mitarbeitende in kirchl. Kindergärten, Kirchenälteste und Ehrenamtliche, die Stühle, Pavillons, Kuchen-/Getränketheke und anderes aufbauten und bedienten.
Materialien Bühne angemietet; Beschallung für die Verstärkung von Instrumenten, Sprache und Gesang angemietet; gleiche "Taufpavillons" angeschafft; Dekomaterial.
Kosten Noch nicht bekannt; manches wurde gesponsert, z.B. Getränke, Kuchen. Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)Findet noch statt. Wirkung / ErfahrungEin ungewöhnlicher Ort für Taufen; eine Gelegenheit, von der sich viele Familien, die "ihre" Taufe bisher zunächst aufgeschoben und dann fast vergessen hatten, ansprechen ließen. Eine posive Resonanz in den Kirchengemeinden und in der Stadt. Theologisch musste mancher Kollege über seine Schatten springen: Verschiedene Taufliturgien, unterschiedliches Taufverständnis usw. Aber die Zusammenarbeit hat verbunden und das ist für die Zusammenarbeit im ansonsten natürlich ökumenischen Stadtkonvent unseres Ortes wichtig. MaterialienKeine vorliegend Erwähnt in den folgenden Artikeln und Praxisbeispielen
Aufgegriffen und weiterentwickelt--- |
HilfeBei Fragen und Anregungen können Sie die geistreich Hotline der EKD anrufen (0511 27 96 208) oder sich per E-Mail an uns wenden (info@geistreich.de). |

