MOGO - Motorradgottesdienst

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a geistreich member
created at: 2010-06-15
Last major update at: 2010-07-06
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
Table of content
Zielgruppengottesdienst
Information
Preparation: 200 Tage
Execution: 1 Tag
Keywords
Target audiences
Practitioners
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MoGo

Abstract

Der MOGO, eigentlich Gottesdienst für Motorradfahrerinnen und -fahrer, ist eine volksmissionarisch ausgerichtete Feier, die in besonderer Weise Menschen anspricht, die oft ein distanziertes Verhältnis zur Kirche haben.

Situation / context

Motorradfahren ist mehr als nur ein Hobby. Für viele drückt sich im Motorradfahren ein besonders erlebtes Freiheitsgefühl aus. Motorradfahrer sind immer wieder in Verkehrsunfälle verwickelt, bei denen oft auch Biker als Todesopfer zu beklagen sind.

Goals

In einem zielgruppenorientieten Gottesdienst werden Motorradfahrer/innen und ihre besonderen Interessen und Bedürfnisse in den Blick genommen. Der Gottesdienst kann in einen Konvoi, eine Sternfahrt oder andere bikerspezifísche Begleitveranstaltungen eingebettet sein.

Reflection / background

Der besondere Freiheitsdrang, der sich im  Motorradfahren ausdrückt, stellt eine besondere Herausforderung an den Gottesdienst dar. Er steht in einem gewissen Spannungsverhältnis zum christlichen Freiheitsverständnis mit seinem Dualismus von Freiheit und Gebundensein in Christus. Motorradfahrer sind zudem ein Spiegel der gesamten Gesellschaft, d.h. der Gottesdienst muss den hohen Anteil der kirchlich eher Distanzierten unter seinen Besuchern berücksichtigen. Ebenso müssen die volkskirchlich und charismatisch orientierten Christen unter den Bikern in den Blick genommen werden.

Implementation

General information on realization

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Preparation

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Realization

Als (Mit-)Veranstalter von Motorradfahrergottesdiensten haben sich (christliche) Motorradclubs als zuverlässige und kompetente Partner erwiesen.
Der Gottesdienst wird, je nach Prägung des Ausrichters, in mehr oder weniger traditioneller Form durchgeführt. Die Motorradfahrer nehmen selbstverständlich in Leder und mit abgesetztem Helm an dem Gottesdienst teil.

Die Motorräder und die Motorradfahrer in ihren individuellen Erscheinungen sind Bestandteil des Gottesdienstes. Eine Unterscheidung zwischen verschiedenen Motorrädern wird nicht gemacht. Als besonderes Gottesdienstelement werden z.B. Segensbänder verteilt, die u.a. den Zusammenhalt der Biker symbolisieren. Diese werden an den Motorrädern befestigt.
Wichtiges Element des Gottesdienstes ist das Gedenken an die seit dem letzten Gottesdienst verunglückten und verstorbenen Biker.

Wenn möglich, wird ein Motorradgottesdienst in einer fahrerisch reizvollen Umgebung abgehalten, z.B. auf einem Bauernhof nahe einer kurvenreichen Strecke oder im Biergarten eines Bikertreffs. In anderen Fällen wird bewusst die Nähe zu einer Kirche gesucht, z.B. beim MOGO, dem Hamburger Motorradfahrergottesdienst. Dort findet er im Michel, der Hauptkirche St. Michaelis, statt.

Der weltgrößte Motorradgottesdienst, MOGO Hamburg, führt jährlich mehr als 30.000 Biker nach Hamburg. Der MOGO Hamburg fand im Jahr 2010 bereits zum 27. Mal statt.

Weitere Informationen unter www.mogo.de.

Wrap up & follow-up actions

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Effect / experience

Die Biker kommen nicht nur zum Gottesdienst, sondern reisen oft schon gemeinsam an und nehmen zusätzlich an z.B. angebotenen Begleitveranstaltungen wie z.B. eine Ersatzteil-Tauschbörse, teil. Für die Gottesdienstverantwortlichen bedeutet dies, dass sie die Besucher nicht überfordern dürfen, aber gleichzeitig auch einer gewissen Erwartung entsprechen dürfen. Die geistliche Ernsthaftigkeit ist von entscheidender Bedeutung.

stimulus

Diese Gottesdienste erreichen sehr viele Menschen, die sonst eher selten in die Kirche kommen. Genauso kann man auch Fahrradgottesdienste anbieten oder zu Campern gehen. Kirche wendet sich entschieden nach außen.

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