Vorstellungsgottesdienst für die neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden

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a geistreich member
created at: 2010-04-29
Last major update at: 2010-05-20
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
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Konfirmandenarbeit, Zielgruppengottesdienst
Information
Preparation: 30 Tage
Execution: 1 Tag
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Kirche

Abstract

Unterrichtseinheit im Konfirmandenunterricht in Vorbereitung auf einen Vorstellungsgottesdienst.

Situation / context

Vorstellungsgottesdienst für die neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden. Was ist bei einem Vorstellungsgottesdienst allgemein zu bedenken?

Goals

In einem Vorstellungsgottesdienst werden die neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden der Gemeinde vorgestellt - und andersherum. Auch Eltern und Großeltern haben Gelegenheit, Pastorin und Pastor kennen zu lernen.

Reflection / background

Wie gestalte ich einen modernen Vorstellungsgottesdienst für Konfirmandinnen und Konfirmanden?

Implementation

General information on realization

Was ist bei einem Vorstellungsgottesdienst zu beachten?

  • Rechtzeitige Platzierung des Termins bei den Eltern durch einen Einladungsbrief und beim Elternabend
  • Über den Eltern-E-Mail-Verteiler einladen
  • Sprechproben mit Mikrophon mit den Konfirmanden/innen
  • Genaue Choreographie, jede/r hat einen kurzen Ablaufzettel in der Hand
  • Dauer sollte nicht über 50 Minuten liegen
  • Teilweise andere Liedbegleitung - zum Beispiel vom Flügel oder Klavier

 

Was ist bei einem Vorstellungsgottesdienst zu vermeiden?

  • Überlänge
  • Anbiedernde Sprache     
  • Unvorbereitete Jugendliche
  • Möglichst die Konfirmanden/innen nur Texte sprechen und beten lassen, die sie selbst formuliert haben
  • Konfirmanden/innen nicht instrumentalisieren
  • Vorher Lieder mit dem Kirchenmusiker / der Kirchenmusikerin einüben
  • Verschiedene Themen aus der Lebenswelt von Konfirmanden und Konfirmandinnen bieten sich an.

Preparation

Welche Themen bieten sich an?

Ich und die Gemeinde, Abendmahl oder Dritte Welt.

Es bietet sich an, vorher Konfirmandenunterrichtsnachmittage oder eine Wochenendfreizeit zu veranstalten.

 

Aneignung und Auseinandersetzung mit dem Thema

Drei Konfirmandenunterrichtsnachmittage (à drei Stunden) sollten zur Vorbereitung des Gottesdienstes zur Verfügung stehen. Bei der Betreuung und Begleitung der Gruppe hat der/die Pastor/in Unterstützung durch Studenten/innen und jugendliche Teamer.

 

Erstellen von Texten

Um sich der Gemeinde mit diesem Thema zu präsentieren, bereiten die Jugendlichen verschiedene Texte vor:

  • Ein Quiz zum Thema, der zu Beginn des Gottesdienstes allen Besucherinnen und Besuchern ausgeteilt und von ihnen vor dem Gottesdienst ausgefüllt werden sollte. Außerdem sollten die Jugendlichen überlegen, wie man dieses Quiz schnell und aussagekräftig auswerten könne.
  • Es sollten Geschichten erfunden werden, die die Thematik erzählbar werden lassen (Dialoge, Spots etc.)
  • Ein Rap sollte entstehen, den die Konfirmanden als Gruppe gemeinsam mit Trommelbegleitung vortragen können.
  • Ein Einladungsplakat sollte hergestellt werden. Alle Texte werden vorgestellt und per Akklamation bewertet. Die anschließende Arbeit des Redigierens, Kürzens und Zusammenfügens lag in Hand des/der Pastors/in bzw. in der Hand der älteren jugendlichen Teamer.
  • In einem eher klassisch gehaltenen Gottesdienst könnten die Konfis Einleitungstexte zu Kyrie und Glora, einen Lesungstext und die Fürbitten verfassen.

 

Üben für den Gottesdienst

Rollen in den Theaterszenen des Gottesdienstes werden verteilt. Während diese Gruppe ihre Rollen übte, stellte die andere Hälfte Kulissen her. Zwei beidseitig verwendbare Stellwände mit der Möglichkeit große Papiere (140 x 200cm) anzubringen sind zu empfehlen. Diese Papiere werden entsprechend der Theaterszenen gestaltet.

In der Kirche wird der gesamte Ablauf des Gottesdienstes geprobt, wobei die Texte Anklang an das haben, was die Konfirmanden in der Stunde zuvor anhand gezielter Fragen zu Papier gebracht haben.

Die Plakate werden im ganzen Ort verteilt und ausgehängt.

In der letzten halben Stunde ist Besuch von dem lokalen Radiosender einzuplanen. O-Töne der Konfirmanden zum Thema können aufgenommen werden. Im Radio ist dann eine gute Werbung für den Gottesdienst zu hören.

Realization

Neben den Tipps oben empfiehlt sich:

  • Guter Mix der Musik
  • Gut vorbereitete Konfirmandinnen und Konfirmanden
  • Kompakte Predigt

 

So wird es ein schöner Gottesdienst!

Wrap up & follow-up actions

Im Anschluss kann ein Empfang für Konfirmandinnen und Konfirmanden und Eltern und Großeltern stattfinden.

Effect / experience

„Gottesdienst macht Spaß!“ Wenn ein Konfirmand sich mit diesem Satz an der Kirchentür verabschiedet, dann ist ein Trend durchbrochen. Jugendliche und Kinder sind wichtige Seismographen für Lebensnähe und Menschenfreundlichkeit einer Veranstaltung, auch eines Gottesdienstes. Kaum jemand nimmt es so gelassen hin wie die Kirche, dass sein Angebot an jung und alt von einer Vielzahl derer, die es wahrnehmen oder wahrgenommen haben, als langweilig und uninteressant erlebt und bezeichnet wird. Die Gelassenheit hat ihre berechtigten theologischen Gründe, es gibt daneben allerdings auch die notwendigen Strategien und Ideen gegen den Trend des Besucherschwundes im Gottesdienst und gegen die Freudlosigkeit evangelischer Gottesdienste und hilfreiche Konzepte für neue Wege des Gemeindeaufbaus, die weiterhin unbeirrt den Gottesdienst in den Mittelpunkt stellen.

Bei einem Vorstellungsgottesdienst handelt es sich um einen zielgruppenorientierten Gottesdienst, aber gerade die Zielgruppenorientierung kann Menschen über den Kreis der Angesprochenen und Eingeladenen hinaus motivieren, den Gottesdienst zu besuchen. Auch die treuen Gottesdienstbesucher sind oft neugierig, was in ihrer Kirche los ist, wenn einmal nicht zum regulären Sonntagsgottesdienst geläutet wird.

stimulus

Die Ausführlichkeit und Vollständigkeit der Wiedergabe dieses Gottesdienstprojekts soll nicht zur detailgetreuen Nachahmung verleiten. Wer ein Gottesdienstprojekt übernehmen will, muss es sich aneignen und an die Bedürfnisse und Gegebenheiten seiner Gemeinde anpassen. Aber je genauer man die Vorlage kennt, desto einfacher ist dessen Aneignung und Übertragung. Jedes Gottesdienstprojekt ist ein einmaliges und unwiederholbares Gesamtkunstwerk, das nur als Ganzes mit all seinen Details verstehbar ist. Und wenn es Spaß gemacht hat zu lesen, wächst vielleicht die Lust es in ähnlicher Form zu versuchen.

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