Den letzten Weg in Würde gehen

Author
a geistreich member
created at: 2011-10-10
Last major update at: 2011-10-10
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
Table of content
Seelsorge, Seelsorge in Krankenhaus und Hospiz
Information
Preparation: no information
Execution: Auf Dauer
Keywords
Target audiences
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Rückseite des Kärtchens zum Ausfüllen

Abstract

„Den letzten Weg in Würde gehen – Vorsorge für eine kirchliche Bestattung“ im Scheckkartenformat

Situation / context

Ökumenische Kurz-Information in Scheckkartengröße für Angehörige über den letzten Willen Verstorbener bezüglich ihrer Bestattung. Die Karte ist vergleichbar einem Organspendeausweis und kann im Portemonnaie oder in der Nachttischschublade aufbewahrt werden.

Goals

30 % aller Kirchenmitglieder werden nicht kirchlich bestattet. das hat viele Gründe, liegt aber zum großen Teil auch daran, dass den Angehörigen nicht bekannt ist, dass der/die Verstorbene sich zu Lebzeiten eine kirchliche Trauerfeier gewünscht bzw. ggf. auch bereits eine Grabstelle erworben hat.

Reflection / background

So hatte sich das Martha N. zu ihren Lebzeiten sicher nicht vorgestellt. Doch nachdem die 89-Jährige einsam in ihrer Wohnung gestorben ist, wird sie ohne kirchliche Begleitung und auch nicht auf der Grabstelle neben ihrem Mann bestattet. Entfernt lebende Verwandte, zu denen sie kaum Kontakt hatte, organisieren die Beerdigung. Dass die Eheleute N. bereits vor Jahren einen Bestattungs-Vorsorgevertrag abgeschlossen und ein Grabstelle gekauft hatten, wissen sie nicht. So oder ähnlich kann es ablaufen, wenn Menschen sterben und niemand über ihren letzten Willen in puncto Bestattung Bescheid weiß. Die Kirche verliert hier zusehends ein Kernfeld ihrer Arbeit, obwohl diese Kasualie auch ein wichtiges Bindeglied zu Angehörigen ist.

Implementation

General information on realization

Eine Seite der Karte lässt sich in der kirchlichen Info-Stelle oder im Gemeindebüro mit dem Laserdrucker beschriften. Sie kann aber auch per Hand ausgefüllt werden.

Preparation

Der Flyer mit der Karte sollte überall dort bereitliegen, wo das (seelsorgerliche) Gespräch ggf. Bestattungsfragen berührt, z.B. bei "Tag des Friedhofs", der in viellen Kommunen durchgeführt wird, bei den bestattern, im Friedhofsbüro usw. Weil viele Menschen nicht wissen, welche seelsorgerlichen und praktischen Hilfsangebote es bei Krankheit und im Alter oder für eine kirchliche Begleitung am Lebensende gibt, sollte die Aktion flankiert werden durch Info-Broschüren zu Krankheit, Pflege, Trauer und sollte auf jeden Fall kostenfrei abgegeben werden.

Realization

Die Flyer mit den integrierten laminierten Karten werden von spezialisierten Druckereien angeboten. Einfach entwerfen und in Auftrag geben. Die Flyer werden plan geliefert, damit sie sowohl im Laserdrucker bedruckt, als auch gefalzt und z.B. auf Messen verteilt werden können. Einfach die Karte weitergeben, älteren Menschen auch Wunsch beim Ausfüllen helfen.

Wrap up & follow-up actions

Hier ist es natürlich von besonderer Bedeutung, dass die Gemeinden verlässlich im Trauerfall erreichbar sind.

Effect / experience

Die Flyer wurden uns förmlich aus der Hand gerissen und im wenigen Monaten bereits zwei Mal nachgedruckt. Einen Rücklauf konnten wir in der kurzen Zeit noch nicht auswerten.

stimulus

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