Beten und Gebet

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
erstellt am: 01.12.2011
Letzte größere Änderung: 01.12.2011
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Inhaltsverzeichnis
Gebet und Stille
Stichworte
---
Zielgruppen
---
Mitarbeitende
---
Meinungen
2 Stimmen
Kommentare zum Dokument
Beten

Definition

Beten und Gebet - die Grundhaltung der Christen.

Das Gebet

Das Gebet gilt in den Religionen als Ausdruck der Nähe zwischen Gott und Mensch. Die Bibel enthält einen großen Schatz an Gebets- und Trostworten, etwa in den Psalmen oder den Prophetenbüchern Jesaja und Jeremia im Alten Testament. Im Islam ist der Tagesablauf der gläubigen Muslime durch die fünf Gebetszeiten vom Morgen bis Abend fest strukturiert. Orthodoxe Juden tragen zum Zwiegespräch mit Gott Gebetsriemen und -mäntel.

Im Gebet werden die Menschen daran erinnert, dass Sie ihr Leben in Verantwortung vor Gott führen sollen. Die Bitte und der Dank gelten als Hauptformen des Gebets. Hinzu kommen Gebete zu besonderen Anlässen wie Tischgebete oder Abendgebete. Auch im Christentum wird der Tagesablauf - vor allem im Ordensleben - durch besondere Gebetsformen wie den Stundengebeten gegliedert.

Obwohl man im Buddhismus keinen Schöpfergott kennt wie im Christentum, Islam und Judentum, sind in einigen Richtungen dieser Weltreligion Wunsch- und Bittgebete gängige spirituelle Praxis. Im Westen bekannt ist das Drehen von Gebetsrädern, das von Buddhisten mit dem Rezitieren von heiligen Texten begleitet wird, oder das Zählen von Perlenketten beim Gebet, ähnlich dem katholischen Rosenkranz.

Das Gebet, werben die Religionen, verhilft Menschen zudem zur Erfahrung einer den Alltag übersteigenden Tiefendimension der Welt. Theologen sprechen auch von einem "inneren Herzensverkehr". Das Gebet sei zudem nicht nur allein ein Dialog zwischen Gott und Mensch, es helfe auch, sowohl die Mitmenschen als auch sich selbst mit seinen Sorgen, Nöten, Wünschen, Ängsten und Bedürfnissen besser wahrzunehmen, heißt es in einem theologischen Lexikon.

Not, Leiden und Tod sind zentrale Themen in allen Religionen. Daher brechen auch häufig in Notfallsituationen Sinn- und Wertfragen auf. Existenzielle Erschütterungen können Psychologen zufolge eine Chance zu seelischer Reife und Wachstum sein. Um am Leid nicht zu zerbrechen, müsse man lernen, es zu akzeptieren, raten alte Weisheitslehren und moderne Lebenshilfen. Ziel sei es, das Urvertrauen in das Leben wiederzugewinnen, so Religionswissenschaftler. Hilfe dabei könne das Gebet sein.

 

 

Quelle

epd

 

Literaturhinweise

  • Evangelischer Erwachsenen Katechismus. Gütersloher Verlagshaus 2010.
  • Evangelischer Taschen Katechismus. Clasen, Meyer-Blanck, Ruddat (Hg.) CMZ Verlag 2001.  
  • Vorgrimler, Neues Theologisches Wörterbuch, Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 2000.
  • Der Brockhaus: Religionen - Glauben, Riten, Heilige.  Leipzig, Mannheim 2004.
  • Keown, Damien: Lexikon des Buddhismus. Patmos Verlag. Düsseldorf 2003.
  • Was jeder vom Islam wissen muss. Gütersloher Verlagshaus 2011.

Praxisbeispiele

Verwandte Artikel

Umfeld des Beitrags

geistreich Videos

Videos ausblenden