GEISTREICH im Wandel (Testlauf)

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a geistreich member
created at: 2012-02-05
Last major update at: 2012-03-20
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Deutsch (Original, currently shown)
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Kirchliche Berufe & Ämter
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Preparation: läuft vermutlich schon, wir brauchen hier die vermutlich auch beabsichtigte weitreichende BETEILIGUNG
Execution: beim Kirchenamt
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Abstract

Geistreich ist inzwischen an einem wichtigen Schnittpunkt angekommen: Die Arbeit geht in absehbarer Zeit in vollem Umfang an das Kirchenamt über und es steht zu erwarten, dass die Arbeit auch von dort aus mit gleichem Erfolg weitergeführt werden wird. Damit ist ein wichtiger Schnittpunkt erreicht, der es notwendig macht, über die bisherigen Modellbedingungen bei Geistreich nachzudenken.

Situation / context

Geistreich verfügt über ein wichtiges Angebot an Eventprojekten, während die theologische Moderation, vor allem im Bereich der demnächst aufkommenden Glaubenskurse bei weitem unzulänglich dargestellt ist, wenn man die übrigen Erfolge von Geistreich  bewertet. Das ist zwar nicht vorwerfbar, denn bisher liegen noch keine Erfahrungen vor, das muß aber demnächst zu den wichtigsten Prioritäten bei demModell Geistreich gehören.

Goals

Das bisherige Modell Geistreich leidet (noch) an einem Problem:

 

Es gibt noch keine hinreichende Beteiligung von erfahrenen theologischen Amtsträgern. Diejenigen die bei Geistreich mitarbeiten, sind überlastet, was in der Testphase "normal" ist. Hier sollte "institutionell und modellhaft" einiges geändert werden. Andernfalls haben wir in unserer Plattform für ehrenamtliche Mitarbeiter ein organisiertes "Selbstgespräch" aber keine wirkliche Auseinandersetzung mit Glaubensinhalten.

 

Wie erfrischend  diese Auseinandersetzung erlebt werden kann, zeigen die Berichte des NDR vom 19.3.2012 zur Predigt der früheren Landesbischöfin Frau Dr.Käßmann in Hannover, die am Sonntag auf die Kanzel ihrer Heimatkirche zurückkehrte. Der Andrang war riesengroß. Mehr als 1.000 Gläubige verfolgten diese Predigt.

 

Dankenswerterweise erleben wir in dem Beitrag von Herrn Landesbischof Prof.Dr.Weber zum Gesundheitskongreß in Kassel vom 22.-24.3.2012 (Autor Herr Reithmeier, vertretene Stelle: Kirchenamt der EKD in Hannover) ebenfalls eine Wortmeldung der Kirche selber.

 

Dabei dürfen wir, wenn wir der neuen Hannoverschen Predigt von Frau Dr.Käßmann geistig folgen wollen, davon ausgehen, dass auch die Kirche - wie wir alle - Fehler macht und deshalb - wie wir alle - das Gespräch braucht.

 

Das sollten wir hier auch bei Geistreich suchen und finden. Es gibt Anfänge. Herzlichen Dank.

 

Kritik in der ursprünglichen Diskussion zu diesem Thema:

 

Die Kritik (in der nachfolgenden Diskussion: "Pfarrer könnten oft auch hilfreicher sein im Kooperieren") klingt natürlich verletzend. Niemand ist damit gemeint unter allen den Theologen, die uns bei Geistreich geholfen haben. Auch die neuen Wege bei Geistreich können Kritik hervorrufen, aber das sollte nicht stören. Gerade in unserer Kirche lernen wir ja tolerant zu sein, auch Fehlern gegenüber und auch wenn es darum geht, dass es da Probleme mit der Kooperation gibt.

 

Gerade Amtsträger werden aber berufliche Folgen eines Fehlers fürchten müssen. Gerade Amtsträger werden sich deshalb vielleicht nicht gerne (hier bei Geistreich) "unter das Volk mischen", um bei uns eine Kirchenleitung zu vertreten, die vielleicht ganz anderer Meinung sein könnte, - - - auch das sollten wir sehen und dankbar dafür sein, falls trotzdem an der bisherigen Praxis etwas geändert werden sollte.

Reflection / background

Wir leben heute in einem Zeitalter der "Blogger" im Internet. Das heißt, wir wenden uns an Gesprächsgruppen, sogenannte Blogs. Dort erfahren wir oft gute und praktikable Lösungen. Diese Blogs haben aber ein Problem: Der, um den es geht (in unserem Fall die Amtskirche) steht "draußen". Das heißt, man könnte weit bessere Ergebnisse erzielen, wenn man die Betroffenen als Teilnehmer  in die Diskussion selbst einbeziehen könnte.

 

Dies zu tun, wäre allerdings neu.

 

Denkbar wären die folgenden Modelle:

 

Modell (1): Wir haben eine theologische Frage, gehen zu einem der Blogs bei Google und haben die Antwort. Modell (2): Ebenso, aber wir gehen zu Geistreich. Problem wie oben, die Kirche, um die es meistens ja in erster Linie geht, bleibt (wie bisher)  "draußen". Modell (3) Wir gehen zu Geistreich, finden dort aber kirchliche Amtsträger, die uns im Namen der Kirche bei der Lösungsfindung helfen.

 

Was wir brauchen ist hier natürlich das Modell (3), wenn wir die auch in den Diskussionen an dieser Stelle deutlich gewordenen Kirchenskepsis verhindern wollen.

 

Mediale Überflutung (Problem):

 

Noch etwas zum Hintergrund dieser allgemein und nicht nur hier festgestellten (oder hier vielleicht auch fälschlicherweise 'unterstellten') "Kirchenskepsis": Wir haben es  bei Geistreich mit einem Problem zu tun, das fast alle Stellen in der Öffentlichkeit betrifft:

 

Das ist einerseits die mediale Überflutung und zum anderen die aus dieser medialen Überflutung resultierende mangelhafte Kommunikation. Das ist nur auf den ersten Blick ein Widerspruch: Zu viel Information läßt sich nicht mehr einordnen und verwerten. Da gibt es Probleme in der Steuerung, das ist ja auch bekannt.

 

So ist es - um nur ein Beispiel zu nennen -  im beruflichen Leben gut möglich, dass ein einziger Mitarbeiter einen täglichen Eingang von 250 Anfragen zu bearbeiten hat. Das Ergebnis erleben wir in der Mißfunktion der üblichen Hotlines.

 .

 

Mediale Überflutung (Bewertung und Problemlösung):

 .

Natürlich ist die Idee Probleme von außen und nur mit "Google"  zu lösen nicht so wunderbar, wie es klingen könnte. Wirklich gute Lösungen lassen sich nur über  Diskussionen finden, die etwas mehr bringen, als nur einfache "Blogs". Wir brauchen nicht nur schöne Beispiele, wir brauchen auch noch etwas mehr, was in das Modell Geistreich eingebracht werden müßte und wir brauchen viel Unterstützung bei der Suche und Erklärung eines Problems, das noch niemand so richtig erläutern konnte, dem Problem der medialen Überflutung.

.

Das Problem der medialen Überflutung ist möglicherweise auch der wesentliche Anlaß für die Bundesregierung gewesen, um hier beim Kirchenamt der EKD in Hannover Steuermittel für die Arbeit bei Geistreich einzusetzen. Wir, als Mitglieder bei Geistreich sollten dieses Ziel in der erhofften Diskussion im Auge behalten und nach Löungsmöglichkeiten suchen.

 

Hinweis:

 

Danke für die ersten Anfänge einer Diskussion. Es wird versucht werden, die jeweiligen Ergebnisse immer neu von der Diskussion hier in den Text einzuarbeiten und es wird sicher auch versucht werden, die Ergebnisse der laufenden Studie in die weiteren Überlegungen mit einzubeziehen. Diese "weiteren Überlegungen" gehen aber uns alle an, die wir bei Geistreich mitarbeiten dürfen und wir werden mit Spannung abwarten, was sich da so in der nächsten Zukunft ergibt.

 

Implementation

General information on realization

Noch einmal etwas zum Hintergrund: 

 

Wir, das sind wir alle, die an der Weiterentwicklung von Geistreich interessiert sind, dürfen zu diesem schon von uns erkannten wichtigen Kernproblem der "Informationsüberflutung im Modellbereich" nicht schweigen.

 

Wir müssen die Blog-Idee, die wir in Geistreich angefangen haben weiterentwickeln. Dazu brauchen wir möglichst viele Stimmen und vor allem die Stimmen derjenigen unter uns, die mit der derzeitigen Entwicklung unzufrieden sind.

 

Was wir aber auch alle brauchen - das wird gern übersehen - ist Anerkennung - gerade auch von der Stelle, für die wir arbeiten wollen, ehrenamtlich oder professionell, - - -  auch das ist Grund genug, bei Geistreich noch etwas nachzubessern: An Kritik gerade auch aus der Synode hat es nämlich nicht gefehlt. Auch deshalb ist es sicher interessant zu erfahren, was die Kirche selbst nun von unserer Arbeit bei Geistreich hält und ob sie alles am liebsten wieder vergessen will, oder ob es weiter geht.

 

Preparation

einfach mal anfangen

Realization

Amtsintern im Kirchenamt: Wir brauchen eine Stelle, die unsere Sorgen bündelt und die uns zuhört. Niemand kann davon ausgehen, dass nur einzelne in der Lage sein könnten, Gegensätze und Probleme abzubauen und Gespräche zu ermöglichen und neues Problemverständnis zu schaffen. Wir müssen dankbar sein für jeden der  "meckert". Das paßt ja in unseren Glauben, mit seiner Lehre vom Verzeihen und vom Miteinander reden. Auch hier: Wir brauchen einfach "Mut zum Fehler". Danke allen, die mit machen.

Wrap up & follow-up actions

---

Effect / experience

Anregungen bei Geistreich nutzen:

 

Wir haben bisher das Problem, dass die vielen wunderschönen Events bei Geistreich zu Projekten werden, die sich von den Projekten normaler nichtkirchlicher Eventmanager nicht unterscheiden. Unsere Kirche ist aber etwas besonderes, das muß erkennbar bleiben. Andernfalls geht der religiöse Zusammenhang mit unserem Glauben verloren.

 

Wir sollten also versuchen, ob es nicht gelingt, nach Abschluß der Testphase den theologischen Teil fachlich besser darzustellen,  als es in der Testphase im Vergleich zu den sonst so hervorragenden Ergebnissen möglich gewesen ist. Auch in diesem Zusammenhang wird es interessant sein zu welchen Ergebnissen die laufende Umfrage kommt.

 

 

stimulus

etwas Neues schaffen, Erfahrungen weiter entwickeln

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