Gemeinde mit Willkommenskultur

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a geistreich member
created at: 2012-02-07
Last major update at: 2012-02-07
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Deutsch (Original, currently shown)
Table of content
(Wieder)eintritt, Mitgliederbindung, Gemeindeaufbau, Öffentlichkeits- und Pressearbeit, Mission
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Willkommen

definition

Die Willkommenskultur beschreibt verschiedene einfache Ansätze primär in Kirchengemeinden, einladende Gemeinde vor allem für Kirchenferne zu sein.

Hinführung

Erfahrungen zeigen, dass Kirchenmitglieder und Menschen im Stadtteil allgemein sich stärker gewertschätzt fühlen, wenn sie von der Kirchengemeinde gezielt angesprochen werden.

 

Beispiele

Es sei verwiesen auf die Verweise unten an diesem Artikel.

 

Wie kann man eine Eine Kultur in der Kirchengemeinde etablieren, die Menschen Willkommen heißt?

  • Eine solche Kultur ist wichtig bei Neuzuzügen, wo Menschen u.U. gar nicht wissen, zu welcher Gemeinde sie gehören. Hier hilft ein Willkommensbrief oder ein Brunch zur Begrüßung.
  • Dies ist wichtig im Gottesdienst und anderen Veranstaltungen, wenn jemand an der Tür steht und begrüßt und Fragen beantwortet - und das Gesangbuch überreicht.
  • Dies ist auch wichtig im Kirchenbüro, wenn Kirchenferne erstmalig Kontakt zur Gemeinde suchen - vielleicht auch aus Anlaß einer Taufe oder Trauung. Es gibt keine dummen Fragen.
  • Dies gilt auch bei Neu- oder Wiedereintretenden.
  • Die Wertschätzung gilt auch den Kirchensteuerzahlern insgesamt.
  • Dazu gehört auch eine Toleranz gegenüber Gottesdienstunerfahrenen oder gegenüber Konfis. Es gibt keine dummen Fragen und wenn jemand im Gottesdienst etwas "falsch" macht, so war vielleicht auch die Anleitung zu sehr an Insider gesprochen oder gar nicht vorhanden.
  • Dazu gehört auch die Formulierungen im Gemeindebrief so zu gestalten, dass ein Neuling alles findet und versteht.
  • Auch die Abkündigungen sollten einfach zu verstehen sein. "Montag, 19 Uhr, Gesprächskreis bei Werners" ist nicht sehr einladend für einen externen Besucher.
  • Auch die Schilder und Wege in der Gemeinde, am und im Gemeindehaus müssen so gestaltet sein, dass ein Fremder sich zurechtfindet und bspw. das Kirchenbüro findet.
  • Und schließlich bei einem Kirchenaustritt: Er oder sie bekommt einen Brief oder einen Anruf mit Dank für die bisherige Solidarität und die Frage nach Gründen für den Austritt. Sie sind weiterhin willkommen.

All dies sind Bausteine einer Gemeinde mit Willkommenskultur. Sie finden Beispiele in den Querverweisen.

 

Elemente aus dem Leitbild eines Kirchenkreises

Der Kirchenkreis Unna hat sich ein Leitbild gegeben: Einladend-gastfreundlich-inspirierend; Sie finden den Bericht unten.

  

Punkte, die für die Gemeinde angesprochen werden

Die Steuerungsgruppe entwickelt eine "Checkliste Gastfreundschaft", die allen Gemeinden  eine Hilfe bei der Überprüfung der Gastfreundlichkeit ihrer Angebote sein soll. Leitfrage dabei ist die bei Gästen ausgelöste Wahrnehmung kirchlichen Lebens. Beispielsweise soll überprüft werden, ob Kirche, Gemeindehaus, Gottesdienst oder auch der Internetauftritt einen einladenden Eindruck machen. Die gastliche Gestaltung der Räume spielt darin ebenso eine Rolle wie die Möglichkeiten zur Teilnahme an der Liturgie (Können auch Menschen, die zum ersten Mal einen Gottesdienst besuchen, an der Liturgie aktiv teilnehmen ?) oder die telefonische  Erreichbarkeit eines Gemeindebüros. Einige weitere Beispiele aus der Checkliste werden im Folgenden genannt, das gesamte Dokument finden Sie im Downloadbereich.

  • Kirche: Was ist der erste Eindruck, wenn ich die Kirche betrete?
  • Gottesdienste: Werden die Besucher am Eingang  begrüßt?
  • Gelände an der Kirche und am Gemeindehaus: Wirkt es aufgeräumt und einladend?
  • Gemeindehaus: Woran merke ich, dass ich in einem evangelischen Gemeindehaus bin? Finde ich alles, was ich suche? Wenn abgeschlossen ist, bspw. am Montag: Stehen dort die Öffnungszeiten und Telefonnummern sichtbar?
  • Gruppen / Kreise: Auf welchen Wegen können Fremde von Gruppenangeboten erfahren?
  • Gemeindebüro: Ist das Gemeindebüro gut zu finden und erreichbar?
  • Schaukasten: Worin besteht das Einladende des Schaukastens?
  • Internet: Wer kümmert sich wann um die Pflege?
  • Neu Hinzugegezogene: Gibt es Begrüßungsbesuche?
  • Andere Akteure vor Ort: Mit welchen Akteuren vor Ort (Religionsgemeinschaften, Vereine, Unternehmen etc.) hat die Gemeinde Kontakt?

  

Erfahrungen "auf dem Weg" 

  • Wichtig ist die Betonung des Perspektivwechsels und die Reduzierung der Angst vor einem zusätzlichen Arbeitsfeld "Gastfreundschaft"
  • Der Prozess stärkt in Verbindung mit einem Corporate-Design-Prozess und der Verzahnung mit anderen Kirchenreformprojekten die interne und externe Kommunikation.
  • Das Thema "Erstellung einer Konzeption" sollte in allen Gremien des Kirchenkreises kommuniziert werden
  • "Gastfreundschaft" wird als lustvolles und sinnenfrohes Leitmotiv mit gleichzeitigem theologischen Tiefgang wahrgenommen und genutzt

 

Zielgruppe

Der Ansatz gilt für alle: für Nicht-Kirchenmitglieder, für die Kerngemeinde und für Gemeindeglieder, die randständiger sind. Die Ansprache ist je unterschiedlich.

 

Trägerinnen und Träger

Dies sind im Prinzip alle in der Gemeinde. Jede/r sollte ansprechend und einladend, willkommend auftreten. Der oder die Küster/in, wenn er oder sie angesprochen wird, Pastor/in, Sekretariat, Ehrenamtliche...

 

Links

Berichte, die die Gemeinde als Ganze in den Blick nehmen

http://www.geistreich.de/FokusGemeinde

Gemeindekolleg der VELKD

http://www.geistreich.de/FokusGemeindekollegDerVELKD

     

   

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