Internet und Gebäudeerhaltung

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
erstellt am: 18.04.2012
Letzte größere Änderung: 18.04.2012
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Inhaltsverzeichnis
Alternative Gottesdienste
Informationen
Vorbereitung: Hinweis auf die Erfahrungen zu predigt.tv
Durchführung: Hinweis auf die Erfahrungen zu predigt.tv
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Kurzbeschreibung

Durch die technisch mögliche Internetdarstellung von Gottesdiensten ist es in in Österreich möglich geworden eine regelmäßige Predigt oder Andacht via Internet über einen Monitor auszustrahlen und in ein Pflegeheim zu vermitteln (Beispiel Gemeinde Hartberg in der katholischen Diözese Graz-Secken). Dieser Monitor könnte ebenso wie in dem dort erwähnten Pflegeheim  ebenso auch in einem sonst leer stehenden Kirchengebäude eingerichtet werden.

 

Dies eröffnet völlig neue Perspektiven:  Es könnte hier ein neuer und wunderschöner Ort entstehen, der zu bestimmten Öffnungszeiten (und nicht nur am Sonntagmorgen) Andacht und Gebet ermöglicht.

Situation / Kontext

Die Option zum Internet 3.0 ermöglicht eine neu gestaltete und ergänzende kreative Vermittlung von Glaubensinhalten. Die langjährigen Erfahrungen in der Steiermark aber auch die zurückliegenden Ergebnisse aus dem bei Geistreich beschriebenen Projekt predigt.tv (etwa 2000 Aufrufe je Predigt) machen das deutlich.

 

Ds Projekt "predigt.tv" ist inzwischen "Projekt des Monats" geworden. Das ist ein Signal.  Allerdings ruht "predigt.tv" (Personalmangel): Das macht deutlich, dass es hier wichtige Ressourcen gibt, die nicht genutzt werden (können). Das ist schade. Deshalb sollten bei Geistreich auf der Grundlage bisheriger Erfahrungen neue Modell-Überlegungen entwickelt werden.

Ziele

Gerade hier ist dann auch - um das an dieser Stelle noch einmal zu unterstreichen - die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, leerstehende und oft wunderschöne Kirchengebäude auf eine neu zu gestaltende Art (eben im Internet 3.0) für Andacht und Gottesdienst zu nutzen.

Reflexion / Hintergrund

Wenn man die Zahl der Gottesdienstbesucher mit der Zahl der eingeschriebenen Kirchenmitglieder statistisch korreliert, dann ergeben sich die bekannten Mißverhältnisse, über die hier nicht noch einmal berichtet werden muß. Es wird an dieser Stelle über die statistischen Auswertungen mehr und mehr deutlich, dass die Kirche neue Kommunikationswege finden muß, wenn sie auch in Zukunft noch Gehör finden will. Durch die Bewertung von predigt.tv zum "Projekt des Monats" ist nun ein guter Anfang in genau dieser Richtung gemacht worden.

 

Es liegt nun an uns, dieses Signal zu erkennen.

Umsetzung

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

Unsere Kirche leidet unter dem Problem, dass (unter anderem) nicht mehr genug Pfarrer/Prädikanten zur Verfügung stehen und dass deshalb auch die Verkündung nur noch gegenüber einer geringen Zahl (statistisch zwischen 5% und 10%) von Gemeindemitgliedern möglich ist. Es darf hier außerdem nicht übersehen werden, dass wir auch in der Kirche das Burnout-Problem haben. Auch hier könnte im Bedarfsfall durch eine Vermittlung via Monitor Erleichterung und vielleicht sogar Abhilfe geschaffen werden. Es geht. Es geht sogar in kleinen Gemeinden, die über nur extrem niedrige finanzielle  und private Eigenmittel verfügen. 

Vorbereitung

Zur Vorbereitung sollte gegebenenfalls die in diesem Zusammenhang bekannte Diplomarbeit berücksichtigt werden (Gemeinde Hartberg, Steiermark).

Durchführung

Die Durchführung schafft je nach Gemeinde und je nach Zielsetzung und je nach finanziellen und personellen Möglichkeiten beachtliche Probleme. Das darf hier nicht verschwiegen werden. In Österreich (Projekt Judenburg) hat es fünfzehn Jahre gedauert, bis der heutige wunderschöne und eindrucksvolle Leistungsstand erreicht werden konnte. Notwendig war da auch eine ganz neue Gemeindephilosophie. Auch insoweit finden sich bei Geistreich wertvolle Ansätze.

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

Möglichst in Zusammenarbeit mit den Stellen, die schon über gute Erfahrungen verfügen. Die Internetnutzung ermöglicht eine vom Präsenzgottesdienst abweichende Darstellung der Lehre: Die Verkündung wird mehr bildhaft metaphorisch (Beispiel Judenburg). Das hat die von unserer Kirche gewollte und bei Geistreich praktizierte Vielseitigkeit zur Folge. Die Kirche wird sich darauf einstellen müssen und das geht natürlich nicht "von heute auf morgen".

Wirkung / Erfahrung

Es wird mit Sicherheit auch in Deutschland noch lange dauern, bis erste Ergebnisse eingefahren werden können. Hier wird viel Geduld und Mut zum Fehler und Verständnis und Hilfe durch die Kirchenleitung notwendig werden.

Impuls

Es wird deutlich, dass wir zu neuen Ufern aufbrechen müssen, wie es ja gerade auch hier geschieht. Diese Forderung geht bisweilen so weit, dass eine geistliche "Revolution" gesucht wird, wie sie die Welt etwa zur Zeit Luthers bewegt hat. In der Hinsicht bleibt zu beobachten, wie die Botschaft lautet, die uns die frühere Ratsvorsitzende  Frau Dr.Käßmann vermitteln wird.

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