Glaubenskurse, Ziele 4.0: Menschenfischer ?

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Created at: 2011-03-14
Last major update at: 2011-03-15
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Deutsch (Original, currently shown)
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Bildung und Unterricht
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Idea

Der badische Landesbischof Ulrich Fischer hat in dem zum FAZIT wiedergegebenen Dokument, das dem EKD-Newsletter Nr.383 vom 8.3.2011 entnommen ist, die LAIENORDINATION ins Gespräch gebracht.
*****
Über die Laienordination mag man nun denken wie man will, interessant sind die Äußerungen von Bischof Fischer nicht wegen der vorgeschlagenen Laienordination, sondern weil er ein missionarisches Bild einer NEUEN Kirche entwirft.

Das ist ein Thema, dem wir bei der Vorbereitung von ERWACHSEN GLAUBEN nicht entgehen werden, weil wir hier auf die Bedeutung unserer kirchlichen Arbeit aufmerksam gemacht werden sollen, nämlich dem Auftrag Jesu zu folgen und MENSCHENFISCHER zu werden. Nomen es omen ? Bischof Fischer vertritt eine Landeskirche, die immer wieder durch Neuerungen auffällt, wie zum Beispiel einem täglichen Angebot zum BETEN:

(Mittagsgebet: http://www.ekiba.de/15031.php) ,

wie zum Beispiel dem Vorschlag einer Um- und Neuwidmung von Kirchengebäuden zu anderen kirchlichen Zwecken und so weiter...

Wir, die wir an einer "Kirche im Aufbruch" mitarbeiten wollen und, wir, die wir aus Glaubenskursen Neues oder Vergessenes lernen wollen, wir sollten über diese Vorschläge nachdenken.
*****
WICHTIG ist dabei aber auch, daß wir die für uns als Gemeindemitglieder tätigen hauptberuflichen und ehrenamtlichen KIRCHLICHEN MITARBEITER nicht ständig überfordern. Sie sind bisweilen ebenso unsicher in ihrem Glauben, wie wir. Sie verdienen ebenso Verständnis, wie jeder von uns Laien. In den Glaubenskursen sollten wir deshalb nicht nur altbekannte Regeln, sondern vor allem auch neue ZWEIFEL in den Vordergrund stellen.
*****
Es sei dem Schreiber dieser Zeilen erlaubt zu der angesprochenen Frage (ein siebter Tag für kirchliche Mitarbeiter) ein Beispiel für solche denkbaren ZWEIFEL zu nennen:
*****
Es steht in Genesis 2,3 ein Gebot Gottes, das beinahe über allen anderen Geboten stehen könnte, nämlich "Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn". Dahinter steht die Erwartung, daß wir Menschen diesem Beispiel im Rahmen unserer jeweiligen Möglichkeiten auch wirklich folgen. DAS ZU TUN ist für einen Laien kein Problem, wohl aber für den Verkünder (Pfarrer, Prädikant, Liturg oder Lektor), denn diese (aber auch die anderen kirchlichen Mitarbeiter, z.B. Kantor, Küster u.a.) sind durch ihren SONNTAGSeinsatz und durch ihren Sondereinsatz an FEIERTAGEN über alles Maß BELASTET (die wöchentliche Gesamtbelastung wird in der nachstehend aufgezeichneten Fundstelle mit durchschnittlich 63,5 Stunden angegeben).

Am Rande sei erwähnt, daß jeder fünfte Pfarrer am BURN OUT SYNDROM leidet. Das ist nicht nur eine sehr traurige Feststellung, das BURN OUT kostet auch riesige Summen an Kirchenmitteln, gesamtwirtschaftlich sind es jährlich Milliarden EUR.

Hinweis auf:

http://www.evangelisch.de/themen/religion/jeder-fuenfte-pfarrer-leidet-an-burn-out36579
und

http://www.heute-gesund-leben.de/gesundheit/oh-gott-jeder-funfte-pfarrer-leidet-am-burn-out-syndrom-3986.html
*****
Die Kirche versteht also den SAMSTAG als siebenten Tag, um dieses Problem, das sich hier für die kirchlichen Mitarbeiter stellt, nicht so richtig deutlich werden zu lassen. Hier wird nämlich die Kirche unglaubwürdig. Das offizielle kirchliche Verständnis deckt sich nämlich nicht mit der Schöpfungsgeschichte. In Gen 2,3 wird eine SECHStägige Arbeitswoche Gottes vorgegeben. Erst DANACH kommt der SONNTAG, als der siebente Tag und als "feierlicher Abschluß" und als Einstimmung auf ein Leben mit Gott.
*****
Außerdem, welcher Pfarrer (..u.a. Mitarbeiter) hat am Samstag (oder Montag) wirklich eine Chance zur Meditation, zur Heiligung, wie auch immer ???
*****
Gerade erleben wir einen Zusammenbruch der atomaren Versorgung in Japan mit allen seinen grauenhaften Folgen.

Die Kirche stützt sich ebenfalls im metaphorischen Sinne auf ein vorhandenes Kraftwerk: Das sind ihre VERKÜNDER. Es kann ebenso gefährlich werden (im geistlichen Sinne), wenn grundlegende Gebote Gottes gerade in diesem Zusammenhang und gerade für unsere Verkünder nicht befolgt werden....

Summary

Teilnehmer an den Kursen ERWACHSEN GLAUBEN werden diese und vergleichbare Fragen - zumindest in den vorgesehenen Kaffeepausen - stellen. ***** Es sollte diesem und viele anderen denkbaren ZWEIFELN Rechnung getragen und nach einer glaubwürdigen Antwort gesucht werden. Dies wäre eine neue und vielleicht noch nicht so richtig gewohnte Offenheit UND dies wäre sicherlich genau in dem Sinne der Mission, die Bischof Fischer im Februar 2011 angesprochen hat. Hierzu Hinweis auf: http://www.ekd.de/aktuell_presse/news_2011_02_18_3_fischer_laien_ordination.html Also lassen Sie uns so viel ZWEIFEL sammeln wie möglich. So und nur so finden wir am allerbesten genau zu DER neuen Kirche, die wir uns am Ende ALLE erhoffen und wünschen. ***** Herzlichen Dank.

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