Überall Zweifel und Zweifel

Initial author
a geistreich member
Created at: 2011-05-14
Last major update at: 2011-05-17
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Bildung und Unterricht
Keywords
Votes
no vote
Comments to the document
Big_discussions-idea

Idea

ZWEIFEL und FRAGEN in GLAUBENSKURSEN:

Die Glaubenskurse verleiten uns natürlich mehr und mehr dazu, daß wir uns in die fachlich theologischen Grundlagen einarbeiten und nun stelle ich mit großem Erstaunen fest, daß ich dadurch nicht etwa sicherer im Glauben werde, sondern anfange zu ZWEIFELN !!!

Ein Theologe hat dazu mal erklärt, daß der große ZWEIFEL viele Theologiestudenten etwa ab dem dritten Semester befällt. Das ginge von selbst wieder vorbei, weil man ja das Studium in der Regel nicht schon nach dem dritten Semester aufgäbe und man dann eben noch sehr viel LERNEN müsse, - was ja als Begründung auch einleuchtet. Eine richtige und schlüssige Antwort ist das aber nicht. Gibt es da nicht eine bessere Erklärung ???

Summary

Vielleicht kann mal jemand was dazu sagen ? HINTERGRUND: Das Problem ist deshalb wichtig, weil es einigen von uns in den von der EKD vorgesehenen Glaubenskursen ganz ähnlich gehen kann, wenn die Feststellung für uns deutlich wird, dass da - bei näherem Hinsehen - so vieles nicht mit dem übereinstimmt, was wir als unabänderlich gelernt haben, einfach "hinzunehmen". Um einige BEISPIELE für solche Zweifel zu nennen (diese Beispiele sollen hier nicht fachlich diskutiert werden, es sind wirklich nur Beispiele für aufkommende ZWEIFEL): (1) Es ist keineswegs klar, warum das Heilige Abendmahl fast immer morgens und nur selten (Kasualien) abends gefeiert wird. Ist das nicht Heuchelei und ist diese Heuchelei überhaupt gottgefällig ? Die Frage nach dem "abends" oder "morgens" ist deshalb wichtig, weil man abends - auch GEISTLICH - viel aufnahmefähiger ist und weil die ZEIT (eben der Abend), von JESUS selbst so gewählt worden ist. Wenn wir dies übergehen, dann zeigen wir, dass wir das Abendmahl nicht wirklich ernst nehmen und das ist sogar ein BEWEIS für unsere Heuchelei in dieser Hinsicht. (2) Es ist auch nicht klar, warum es im VATER UNSER heißt "darum führe mich nicht in Versuchung". Die "Versuchung" ist gottgewollt, wie schon Jesus IMMERWIEDER beispielhaft deutlich gemacht hat. Deshalb muß es anders lauten, nämlich "darum laß uns nicht in der Versuchung untergehen". Diese Übersetzung - sagen Fachleute - ist durchaus richtig. Warum also machen wir es in einer so wichtigen Frage ganz bewußt falsch ? LASST UNS NICHT UNTERGEHEN ist doch viel wahrhaftiger und es macht deutlich, daß Jesus wünscht, daß wir ihm in vielen Dingen folgen sollen. DIES SOLLTEN WIR AN EINER SO WICHTIGEN STELLE (im Vater Unser) NICHT VERSCHWEIGEN. (3) Woher nimmt der Pfarrer das Recht, uns (in seiner Eigenschaft als Pfarrer) die Sünden zu vergeben ? Der Pfarrer ist nicht Gott und insoweit auch nicht Gottes Vertreter. Hier geschieht ein Eingriff der leicht als ein Tatbestand der "Anmaßung/Überheblichkeit" angesehen werden kann, auch wenn wir sicher sein können und sollen, DASS es so von Gott im ENDERGEBNIS gewollt ist. HIER geht es auch NICHT darum, eine Antwort auf die gegebenen BEISPIELE zu finden. Die Frage ist ALLGEMEIN: Was geht hier vor ? Warum zweifeln wir und woher kommen diese Zweifel, was kann man dagegen machen ? Kirchenaustritt ? Niemals, denn "Irren ist menschlich" und vermutlich AUCH gottgewollt. Wir ALLE sind eben "Brüder und Schwestern im Irrtum". Dies macht ja gerade der protestantisch-lutherische Glaube deutlich UND DAS IST NATÜRLICH GUT !!! Trotzdem und gerade deshalb müssen wir nach einer Lösung SUCHEN. Die angefragte LÖSUNG ist natürlich, dass wir uns an den im Herbst von der EKD angebotenen Glaubenskursen beteiligen sollen, ABER genau DAS bringt uns ja zu diesen Feststellungen, die auf einmal zu "unlösbar" scheinenden Zweifeln werden können. "Zweifel durch Lernen" und WAS NUN ??? Nochmal: KANN JEMAND HELFEN ??? Herzlichen Dank.

Connected content

  • Thumb_discussions-idea
    Der badische Landesbischof Ulrich Fischer hat in dem zum FAZIT wiedergegebenen Dokument, das dem EKD-Newsletter Nr.383 vom 8.3.2011 entnommen ist, die LAIENORDINATION ins Gespräch gebracht. ***** Über die Laienordination mag man nun denken wie man will, interessant sind die Äußerungen von Bischof...
    This idea is visible for all internet-users.
    from a Geistreich-member
  • Thumb_article-default-image
    Geistreich ist inzwischen an einem wichtigen Schnittpunkt angekommen: Die Arbeit geht in absehbarer Zeit in vollem Umfang an das Kirchenamt über und es steht zu erwarten, dass die Arbeit auch von dort aus mit gleichem Erfolg weitergeführt werden wird. Damit ist ein wichtiger Schnittpunkt erreich...
    This model is visible for all internet-users.
    from a Geistreich-member
  • Thumb_article-default-image
    Segnung und Heilung gehören zu den wichtigsten Elementen im kirchlichen und religiösen Bezug. Es gibt hierzu umfangreiches wissenschaftliches Material. ANGEFRAGT ist hier aber ein Bezug, der einen Laien und ehrenamtlichen Mitarbeiter dabei unterstützt, hier eine sinnvolle Einordnung zu erleben u...
    This model is visible for all internet-users.
    By 2 geistreich- members
  • Thumb_discussions-idea
    UPDATE ALTER AUFFASSUNGEN: Es gibt ein sehr wichtiges Motiv an Glaubenskursen zum Thema ERWACHSEN GLAUBEN teilzunehmen: Wir werden auch in Glaubensdingen vor ständig neue Probleme gestellt, die wir mit unserem alten Konfi-Wissen nicht richtig in den Griff bekommen. Wir müssen unsere Einstellung ü...
    This idea is visible for all internet-users.
    from a Geistreich-member
  • facebook
    Anders als bei sonstigen Treffen unseres Konfirmandenkurses treffen sich die Konfis in Gruppen zu Hause und bekommen von der Spielzentrale Anweisungen, Rätsel und Aufgaben, die sie auf eine virtuelle Schnitzeljagd durchs Netz zum Thema "Jesus Christus" schicken.
    This is visible in the Web.

geistreich video

Hide Video