Bücher: Die Hütte, ein Wochenende mit Gott

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Created at: 2010-07-12
Last major update at: 2013-05-14
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PROBLEM: SPRACHE DES GLAUBENS (zwei Autoren, drei Bücher)

(1) Das erste Buch von WM Young: Die Hütte (engl. The "Shack"):

von WM Young: Die Hütte: ein Wochenende mit Gott, (englischer Titel: The SHACK, Where Tragedy Confronts Eternity) provoziert viele von uns in unseren bisherigen biblischen Vorstellungen. Gott ist Papa (von Abba) aber nicht ein Mann mit weißem Rauschebart, sondern eine liebevolle schwarze Frau und Hausfrau. Der heilige Geist ist asiatisch-stämmig und ebenfalls weiblich und Jesus erscheint als freundliche und verständnisvoll handelnde Jeans-Type in unserer bisherigen Vorstellung aber modern.

Eine gute Besprechung habe ich bei der freikirchlichen Uslarer Friedenskirche gefunden

http://www.efg-uslar.de/pdf/09-sept.pdf

Zumindest eine Gemeinde (in den USA) hat dieses Buch in 6-7 Wochen Seite für Seite gelesen und darüber sehr gründlich nachgedacht. Die Einladungen habe ich im Internet gelesen, die jeweiligen Ergebnisse aber natürlich nicht. Von einer Gemeinde in der Schweiz habe ich eine Warnung gefunden. Daß das Buch umstritten ist, das wissen wir natürlich. Ich selbst finde es gut.

HIERZU NEU,NEU,NEU in den GLAUBENSKURSEN (Raum Köln):
*
http://www.kurse-zum-glauben.de/kurse-finden/detailansicht-kurse/suche/kurse/anzeigen/kurs/374/
*

Wir haben hier genau das Problem, das auch mir zu schaffen
macht: Die Sprache und die Gleichnisse/Metapher der Bibel. Der religiöse Glaube lebt stellenweise von diesen Gleichnissen, aber sie sind für mein Denken bisweilen ziemlich unverständlich.

(2) Das zweite Buch (jetzt von Johannes Hartl):
Diese meine laienhafte Vorstellung teilen offenbar auch Fachleute. Um dem einmal nachzugehen, habe ich mir das Buch von Dr.Johannes Hartl zur metaphorischen Theologie bestellt. Hartl hat mit diesem Thema vor drei Jahren (2007) bei der LMU in München promoviert (Titel der Dissertation: Metaphorische Theologie, Grammatik, Pragmatik und Wahrheitsgehalt religiöser Sprache).
Es handelt sich um ein katholisch-theologisches Fachbuch, das vom Bischöflichen Ordinariat in Augsburg finanziell gefördert worden ist. Vermutlich werde ich mit diesem Buch als Laie erhebliche Schwierigkeiten haben, aber Hartl verspricht, daß es möglich ist, über eine metaphorische Neuauslegung biblischer Gleichnisse eine AUCH für den LAIEN nachvollziehbare verbesserte und klarere Aussage zu finden. Wenn ich also 15% von diesen 520 Textseiten verstehe, dann wird das für mich eine große Bereicherung sein, denke ich. Allein DAS wäre mir schon VIEL mehr wert, als die knapp 50 Euro, die ich in diesen Tagen dafür bezahlen muß.

Der Autor dieses zweiten Buches, Johannes Hartl
hat mit der katholischen Charismatischen Erneuerung (CE) zu tun, auch von daher könnte dieses Buch interessant sein, um mal zu sehen, wie die katholische Kirche das Probem der Erneuerung angeht. Wenn wir Hartl hier als Mitglied unserer eigenen Community hätten, dann würde er bei GEISTREICH vermutlich alle DIEJENIGEN Bereiche für wichtig halten, die der Stille, der Meditation und dem Gebet dienen sollen. Das ist vermutlich das eigentliche Thema von ihm. Aber ich bin erst am Anfang.
Meditationsandachten können wunderschön sein: Einfach nur eine darstellende Projektion oder ein Bild, eine leise Musik, ein Gebet und ein gemeinsames Händereichen. Ich erinnere mich gern daran, daß wir es in der Krankenhausseelsorge hier in Bonn fast immer ebenso gehalten haben.
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(3) Das dritte Buch (diesmal wieder von WM Young): "Der Weg" bzw. "Crossroads" (engl.-amerik.Titel):
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CROSSROADS (übersetzt "Wegkreuzungen"): ist eine fast "notwendige" Fortentwicklung der theologischen Grundgedanken aus dem ersten Band (engl.Titel "The Shack"). Der Autor übernimmt es aus einer menschlichen Grenzsituation (Tod, Koma, Traum) einen Metapher für unser kirchliches Verständnis von Tod und Leben zu entwickeln. Tendenz: "Wir Menschen brauchen (metaphorische) Bilder, um die kirchliche Glaubenslehre zu verstehen". Das entspricht auch hier wieder der Grundidee von Johannes Hartl. In den beiden Büchern von WM Young begegnen wir Jesus, Gott und dem Heiligen Geist in einer menschlich verständlichen und begreifbaren Person. Auch nach Lektüre des zweiten Bandes von WM Young kommt man zu dem Ergebnis, dass hier eine eine Fortentwicklung der Ideen von Hartl sehr erfolgreich versucht wird. Der Autor "provoziert", indem er Gott nicht als einen "Alten mit weißem Bart", sondern als ein "sechsjähriges Mädchen" einblendet. Das sechsjährige Mädchen ist als Figur zum Verständnis Gottes so wertvoll, wie das Bild von dem "Alten mit weißem Bart".
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WM Young entwickelt übrigens eine interessante Idee vom "jüngsten Gericht": Unsere zu Lebzeiten begangenen Missetaten begegnen uns im Jenseits als unserer Feinde, unsere guten Taten begegnen uns als unsere Freunde und wir erleben einen Kampf bei dem uns Jesus (in meiner Vorstellung ein jungen Mann in Jeans) zur Seite steht.
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Ganz neu ist diese Idee nicht, wir erleben sie auch bei Wilhelm Busch in "Die fromme Helene", nur bei Wilhelm Busch ist das Ende schrecklich sowohl für die Fromme Helene, wie für den sie begleitenden Pater Filucius. Bei WM Young erleben wir dagegen die - auch von unserer Kirche gelehrte Erlösung.
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Summary

Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns auch hier über dieses Thema (Sprachfähigkeit des Glaubens im Hinblick auf die vielen Gleichnisse und Fabeln) gelegentlich austauschen könnten, falls sich ein Anlaß hierzu ergibt.... Alles Gute und viele Grüße aus Bonn * Auch an dieser Stelle sei noch einmal der neue GLAUBENSKURS erwähnt, weil die hier besprochenen Themen weltweites Interesse gefunden haben: * http://www.kurse-zum-glauben.de/kurse-finden/detailansicht-kurse/suche/kurse/anzeigen/kurs/374/ * Auch die anderen in dieser Gemeinde aufgegriffenen Themen verdienen aus meiner persönlichen Sicht ein weites Interesse. Herzlichen Dank. J.B.-K.

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