Prädikanten und Lektoren

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a geistreich member
Created at: 2010-07-23
Last major update at: 2010-07-23
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Deutsch (Original, currently shown)
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Prädikant/innen und Lektor/innen
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Question

Hintergrund für meine Frage:

Prädikanten und Lektoren bringen kreatives Potential und persönliches Engagement in ihre Arbeit ein. Sie üben ihre Berufung neben anderen wichtigen persönlichen und professionellen Verpflichtungen aus. Ich kann das aus meiner Sicht als Zuschauer und Zuhörer nur bewundern.

Gerade aber WEIL Prädikanten NICHT aus dem allgemeinen theologischen Lern-Umfeld kommen, können sie für die Kirche eine ungeahnte Chance vermitteln, in ihre Predigtarbeit neue und kreative Abläufe und Denkansätze einzubringen und SELBST zu gestalten. Ich wüßte gern, ob und wie diese Chance wirklich genutzt wird.

Bei dieser Frage denke ich an die guten Erfahrungen, die damit gemacht worden sind, dass Pfarrer noch ein erfolgreiches Zweit- oder Drittstudium (Psychologie, Pädagogik, Biologie und Genetik, Medizin undsoweiter) auf sich genommen haben. DAS aber meine ich gerade NICHT. Ich erwähne diese Beispiele NUR, um deutlich zu machen, dass wir die NEUE durch die Prädikanten in das theologische Arbeitsfeld hineinkommende VIELSEITIGKEIT sehr gut brauchen können, - auch und gerade in der Verkündigung. Um die Verkündigung geht es ja bei den Prädikanten. Hier wird uns etwas GESCHENKT, aber nehmen wir dieses Geschenk auch wirklich an ?

WENN wir diese der Kirche geschenkte Kreativität berufsfremder Verkündiger annehmen wollen, dann dürfen wir sie im Gottesdienst und in der Gottesdienstvorbereitung nicht ÜBERFORDERN. Es sollte also aus meiner Sicht eine Alternative zum regulären und durch einen Pfarrer abgehaltenen Gottesdienst geben. In den USA werden studienrelevante Berufserfahrungen sogar als echte Studienleistungen anerkannt.

Also meine Frage:

(1) Gibt es diese von mir erträumte und erhoffte Alternative wirklich ? und

(2) WIE stellt man sicher, daß die Menschen, die uns dieses Geschenk ihrer Vielseitigkeit machen, nicht ständig durch ein Übermaß an theologischen Lerninhalten und ehrenamtlichen Zusatzwünschen im Betreuungsbereich ÜBERFORDERT werden ?

Summary

Wir brauchen BEIDE, das Althergebrachte (beim Pfarrer) , aber eben auch das NEUE, das man dann als Gemeindemitglied kritisch beäugen wird (beim Prädikanten) . Klar, diese Alternative bedeutet, daß wir auch mal FEHLER beobachten werden, die der Pfarrer als Hüter des Glaubens in der Gemeindearbeit natürlich NICHT macht.. Über Fehler kann man diskutieren und durch das diskutieren wird man wach, aufmerksam und interessiert. Darum: Leute macht Fehler !!! Wir brauchen Fehler. Ich denke, daß diese Art hier erhoffter Fehler auch von LUTHER gewollt worden sind. Ich kenne mindestens einen von Luthers Aussprüchen, die in diese Richtung weist.

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