Ehrenamtspreis der Kirche im Rheinland

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a geistreich member
Created at: 2010-05-31
Last major update at: 2010-05-31
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Landeskirche und mittlere Ebene
Institutions
Ev. Kirche im Rheinland in Düsseldorf
Keywords
Target audiences
Practitioners
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Ehrenamt

Abstract

Alle zwei Jahre zeichnet die Evangelische Kirche im Rheinland drei kreative, innovative, integrative und die Selbstbestimmung fördernde Projekte mit ihrem Ehrenamtspreis aus. Der Preis steht unter dem Motto: „Ihr seid das Salz der Erde“. Er wird jeweils im Dezember (5. Dezember: Internationaler Tag der Freiwilligen) verliehen und ist mit jeweils € 1000 dotiert.

Situation / context

Mit dem Ehrenamtspreis sollen bewährte Formen ehrenamtlicher Arbeit, besonders aber neuartige ehrenamtlich getragene Projekte aus den Bereichen Gottesdienst, Seelsorge/Beratung, Sozialdiakonische Arbeit, Kultur- und Bildungsarbeit, Zielgruppenarbeit, allgemeine Gemeindearbeit und Gemeindeleitung öffentlich vorgestellt und weiter gefördert werden.

Ein zeitgemäßer Umgang mit Mitarbeitenden verlangt eine kontinuierliche Achtsamkeit nicht nur für beruflich, sondern auch und besonders für ehrenamtlich Tätige. Im Jahr 2006 hat die Evangelische Kirche im Rheinland eine Informationsbroschüre mit dem Titel "Anerkennung ehrenamtlicher Arbeit in der Evangelischen Kirche im Rheinland" veröffentlicht. Darin wendet sie sich auch den Bereichen zu, in denen sie selbst als Landeskirche ein Teil der Anerkennungskultur sein will, die sie ihren Gemeinden und Kirchenkreisen anempfiehlt. In diesen Zusammenhang gehört der Ehrenamtspreis der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Goals

Mit dem Ehrenamtspreis sollen bewährte Formen ehrenamtlicher Arbeit, besonders aber neuartige ehrenamtlich getragene Projekte aus den Bereichen Gottesdienst, Seelsorge/Beratung, Sozialdiakonische Arbeit, Kultur- und Bildungsarbeit, Zielgruppenarbeit, allgemeine Gemeindearbeit und Gemeindeleitung öffentlich vorgestellt und weiter gefördert werden.

Reflection / background

Im Rahmen der sich in unserer Kirche weiter entwickelnden „alltäglichen Anerkennungskultur“ im Umgang mit ehrenamtlich Mitarbeitenden wollen wir durch eine Preisverleihung an herausragende Projekte einen besonderen Akzent setzen.

General information on realization

Wichtig sind klare Kriterien für die Preisverleihung:

  • Berücksichtigt werden alle ehrenamtlich getragenen Projekte aus Gemeinden, Kirchenkreisen und landeskirchlicher Ebene, die einen Bezug zu Kirche und Diakonie haben.
  • Zugelassen werden nur Projekte, bei denen kein Honorar gezahlt wird. Davon ausgenommen sind Aufwandsentschädigungen.
  • Es werden nur Projekte und keine Einzelpersonen für den Ehrenamtspreis berücksichtigt.
  • Bei gemeindlichen Projekten: Es sollte abgefragt werden, inwieweit das Projekt in der Gesamtkonzeption gemeindlicher Arbeit verankert ist (in der Evangelischen Kirche im Rheinland sind die Gemeinden aufgrund eines Beschlusses der Landessynode 2001 zur Erstellung einer Gesamtkonzeption ihrer gemeindlichen Arbeit verpflichtet).
  • Es sollte klar sein, inwieweit das Projekt die Ehrenamtlichen selbst fördert und wie andere Personen gefördert werden.
  • In die Auswahl sollen insbesondere neuartige Projekte kommen, die sich aber bereits bewährt haben (Praxiserweis). Daneben sollen aber auch altbewährte Projekte (z. B. Besuchsdienst) berücksichtigt werden. In keinem Fall werden Projekte berücksichtigt, die sich erst in der Planung befinden.
  • Die ausgezeichneten Projekte sollten in jedem Fall eine Anregung für andere enthalten.
  • Die Projekte sollen integrativ sein. Darunter ist zu verstehen, dass sie niemanden ausgrenzen und offen sind. Beispiel: Männer, Nichtevangelische. Ausschlusskriterien für Mitgliedschaft und Mitarbeit sollten abgefragt werden.
  • Die Verbindlichkeit der Arbeit ist zu berücksichtigen (Beispiel: ein Projekt, das für seine Dauer kontinuierliche Mitarbeit erfordert o.ä.)
  • Es sollen verschiedenartige Projekte ausgezeichnet werden.

Preparation

Die Kirchenleitung beruft eine Jury, die die eingehenden Vorschläge bzw. Bewerbungen sichtet, bewertet und eine Entscheidung über die Preisvergabe trifft. Sie ist zusammengesetzt nach Zuständigkeit im Landeskirchenamt, Erfahrung in der Arbeit mit Ehrenamtlichen sowie mit Blick auf die im Zusammenhang mit der Preisverleihung notwendige Pressearbeit. Die Arbeitsbereiche mit hohem Anteil an Arbeit mit Ehrenamtlichen wechseln.

Der Ehrenamtspreis wird im Januar mit einer Bewerbungs- bzw. Vorschlagsfrist von ca. zwei Monaten ausgeschrieben.

Realization

Anhand der Ausschreibungskriterien und nach jeweiliger Überprüfung der für die erste Preisverleihung festgelegten Entscheidungskriterien triff die Jury eine Entscheidung darüber, welche Projekte in die engere Wahl kommen. Diese Projekte (10 - 12) werden von jeweils zwei Jurymitgliedern besucht. Aufgrund der Berichte wählt die Jury die drei Projekte aus, die geehrt werden sollen. Im Rahmen eines abwechslungsreichen, zugleich fröhlichen und feierlichen Festaktes, der den ausgezeichneten Projekten Gelegenheit zu einer kurzen Selbstdarstellung gibt, überreicht der/die Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland eine Urkunde und ein Erinnerungsgeschenk.

Wrap up & follow-up actions

Die Jury wertet den Gesamtverlauf aus und überlegt Verbesserungsmöglichkeiten für das nächste Mal.

Effect / experience

Beide bisherigen Preisverleihungen waren für Geehrte und Gäste, aber auch für die Jury und Präses Schneider rauschende Feste mit vielen Überraschungen. Beeindruckende Selbstdarstellungen der Projekte, wunderbare Musik von Mitgliedern der Musikgruppe „Forum“ aus Wuppertal und ein schönes gemeinsames Abendessen bleiben unvergessen. Es machte den Eindruck, als hätten sich die Vertreterinnen und Vertreter der Projekte "neu in ihre Kirche verliebt." So ist der Ehrenamtspreis offenbar zu einem besonderen Glanzpunkt im Rahmen des Prozesses „Missionarisch Volkskirche sein“ geworden.

 

Impuls

  • Der Ehrenamtspreis bewegt die Ehrenamtlichen, die sich bewerben, bzw. die Vorschlagenden dazu, „ihre“ Projekte genau zu beschreiben und zu reflektieren.
  • Aus der öffentlichen Anerkennung (auch die Projekte, die in die engere Wahl gekommen sind, werden in Presse und Internet veröffentlicht) entsteht ein großer Ansporn für die weitere Arbeit.
  • Die landeskirchliche Ebene erhält einen schönen Überblick über die Vielfalt ehrenamtlichen Engagements in Gemeinden, Kirchenkreisen und Einrichtungen.
  • Der Ansatz lässt sich auf Kirchenkreisebene nachahmen.

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