Tag rheinischer Presbyterinnen und Presbyter

Author
a geistreich member
Created at: 2010-05-31
Last major update at: 2010-05-31
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Kirchenvorstand, Landeskirche und mittlere Ebene
Institutions
Ev. Kirche im Rheinland in Düsseldorf
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: 730 Tage
Execution: 1 Tag
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Tag der rheinischen Presbyterinnen und Prebyter

Abstract

Alle vier Jahre veranstaltet die Kirche im Rheinland den Tag rheinischer Presbyterinnen und Presbyter. Er steht unter dem Motto „Erleuchte und bewege uns.“

Situation / context

Der Grundgedanke des Tages besteht darin, Menschen zu unterstützen und zu bestärken, die ehrenamtlich Leitungsverantwortung in der rheinischen Kirche wahrnehmen, und sie in der Verantwortung, die ihnen zugemutet wird, anzuregen und zu fördern. Die rheinische Kirche versteht den Tag als Teil der Anerkennungskultur, die sie im Umgang mit ehrenamtlich Tätigen in den letzten Jahren entwickelt hat.

Alle vier Jahre, jeweils ein Jahr nach den Wahlen zu den Presbyterien, veranstaltet die Evangelische Kirche im Rheinland den Tag rheinischer Presbyterinnen und Presbyter. Er steht unter dem Motto „Erleuchte und bewege uns.“

Goals

Auf einer Großveranstaltung soll engagierten Menschen ein Erlebnis auch spiritueller Zusammengehörigkeit vermittelt werden. Sie sollen spüren, dass ihre Kirche weiß und schätzt, was sie an ihnen hat.

Vier Ziele verfolgt der Tag rheinischer Presbyterinnen und Presbyter:

  • Er soll die Leitungskompetenz der Presbyterinnen und Presbyter stärken helfen.
  • Er soll ihre Identifikation mit ihrem Amt und mit ihrer Kirche und das „Wir-Gefühl“ untereinander fördern.
  • Er soll der Erörterung aktueller Fragen und Herausforderungen kirchlicher Arbeit Raum geben.
  • Er soll neue geistliche Erfahrungen ermöglichen.

Reflection / background

Presbyterinnen und Presbyter leiten in der Evangelischen Kirche im Rheinland gemeinsam mit den Pfarrerinnen und Pfarrern die Gemeinde. Sie tun das ehrenamtlich. Im Zeichen wegbrechender Kirchensteuermittel und erheblicher Strukturveränderungen ist das Presbyteramt nicht einfacher geworden, und manche tragen die Verantwortung, die mit dem Amt verbunden ist, nicht leicht.

 

Die Evangelische Kirche im Rheinland will deshalb dafür Sorge tragen, dass die Menschen, die ehrenamtlich Leitungsverantwortung wahrnehmen, die notwendige Unterstützung und Bestärkung bekommen, dass sie auftanken und sich austauschen und – dass sie lernen können.

General information on realization

Eine Vorlaufzeit von mindestens zwei Jahren muss einkalkuliert werden.

Am Veranstaltungsort muss sich eine größere (mindestens 1000 Personen fassende) Tagungsstätte für die zentralen Veranstaltungsteile befinden. Eine gute „evangelische Infrastruktur“ (Gemeindehäusser, Kirchen etc.) ist wünschenswert, es bieten sich aber auch örtliche Schulen als Orte für Foren an.

Preparation

Zur Vorbereitung beruft die Kirchenleitung einen Trägerkreis, der sich nach Zuständigkeit (im Landeskirchenamt bzw. im Innerkirchlichen Ausschuss), Beteiligung (im Kirchenkreis) und nach Erfahrung (mit Großveranstaltungen) zusammensetzt. Die Federführung für die gesamte Veranstaltung liegt beim zuständigen Dezernat des Landeskirchenamtes.

Der Trägerkreis sammelt und berät zunächst mögliche Themen für die inhaltlichen Foren (es gibt sich wiederholende „Standardthemen“, etwa zu Finanzen und Leitungsfragen, und solche, die mit den Aktualitäten wechseln). Etwa ein Jahr vor dem festgelegten Veranstaltungstag werden dann über die Vorsitzenden der Presbyterien Fragebögen an die Presbyterinnen und Presbyter verschickt, in denen diese aus einer Reihe von Themenfeldern fünf auswählen können, die ihnen besonders wichtig erscheinen. Innerhalb dieser Themenfelder können wiederum Inhalte angekreuzt werden, für die sich die Presbyterinnen und Presbyter besonders interessieren. Nach Auswertung der Fragebögen legt der Trägerkreis die endgültigen Themen der Foren fest.

Die Themen 2005 (Bonn):

  • Gottesdienste gestalten und erleben
  • Entscheidungen treffen
  • (Um-)Baustelle Gemeinde
  • Ökumene – weltweit und ortsnah
  • Christsein im Wertehandel
  • Gemeinde zwischen Arbeit und Freizeit
  • Glauben leben
  • Vom offenen Himmel erzählen

 

Die Themen 2009 (Koblenz):

  • Missionarisch Volkskirche sein
  • Ehrenamt
  • Hingehen und Begegnen
  • Personalverantwortung
  • Ressourcen – Geld und mehr
  • Spiritualität – Quellen der Kraft entdecken
  • Kooperation – über den Kirchturm hinaus
  • Die Körpersprache der Gemeinde
  • Gottesdienst
  • Lokales Handeln mit Weitblick
  • Ein Jahr im Presbyterium

 

Am 9.3.2013 fand in Bonn der 3. rheinische Tag statt

  • "Erleuchte und bewege uns"

Parallel zur Erarbeitung der Themenfelder werden von den Mitgliedern des Trägerkreises bereits mögliche Forenleitende auf ihre Bereitschaft zur Mitarbeit hin angesprochen.

Das eigentliche Programm- und Anmeldungsheft wird ca. 4 Monate vor dem Veranstaltungstag verschickt. Es geht auch an die Kirchenleitung, die als eigentliche Veranstalterin Präsenz zeigt.

Realization

Für die Durchführung des Tages werden ein großer zentraler Veranstaltungsort (für Eröffnungsveranstaltung, Mittagessen und Abschlussveranstaltung sowie ein oder zwei Themenforen) und – der Zahl der Foren entsprechend – mehrere kleinere Tagungsorte angemietet bzw. zum Teil auch von Kirchengemeinden und Kommune zur Verfügung gestellt.

Am Tag vor der Veranstaltung reisen alle Mitwirkenden an, um die jeweiligen Tagungsorte vorzubereiten. Für den Abend lädt die Kirchenleitung die Mitwirkenden zu einem Dankeschönabend ein.

Der Tag selber hat folgenden Ablauf:

09.30 Uhr                  Ankommen, (Steh-)Kaffee, Musikalische Einstimmung

10.00 Uhr                  Eröffnung (mit Vizepräses)

11.00 Uhr                  Arbeit in den Themenforen

13.00 Uhr                  Mittagessen

14.00 Uhr                  Weiterarbeit in den Foren (Workshops)

16.15 Uhr                  Abschlussgottesdienst (mit Präses)

Alle Themenforen werden von 1-2 Mitarbeitenden des Landeskirchenamtes begleitet; diese sorgen vorher auch für den reibungslosen Ablauf der Phase des Ankommens (Begrüßung, Wegweisung, Verteilung der Tagungsmappen...).

Wrap up & follow-up actions

In den an die Presbyterinnen und Presbyter verteilten Tagungsmappen befindet sich u.a. ein Rückmeldebogen, der am Ende der Veranstaltung eingesammelt wird. Dieser wird ausgewertet; die Rückmeldungen bzw. Anregungen und/oder Kritikpunkte werden bei der Vorbereitung des nächsten Tages rheinischer Presbyterinnen einbezogen.

Die Kirchenleitung als Einladende erhält eine ausführlichen Bericht über den Tag.

Effect / experience

Sowohl schriftliche wie mündliche Äußerungen als auch eine Sichtung der Rückmeldebögen (s.o.) ergaben bei beiden bisher veranstalteten Tagen rheinischer Presbyterinnen und Presbyter eine außerordentlich positive Resonanz. Es wurde deutlich, dass die Teilnehmerinnen die Zuwendung und Wertschätzung, den Dank und die Förderung, die mit dem Tag beabsichtigt waren, gespürt und ihrerseits gewürdigt haben. Dazu trug auch die starke Präsenz der Kirchenleitung (einschließlich Präses, Vizepräses und Vizepräsident) bei. Außerdem haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, Mitarbeitende des Landeskirchenamtes einmal nicht als Teil einer aufsichtführenden Behörde zu erleben, vergnügt wahrgenommen und durchaus genossen.

Es ist überdies deutlich geworden, dass die Presbyterinnen und Presbyter eine solche Zuwendung regelmäßig wünschen.

 

Impuls

„(Ich möchte) besonders lobend erwähnen, wie gut es gelungen war, Kirche ansprechend darzustellen. Endlich hat es unsere Kirche gelernt, dass sie sich nicht als "graue Maus" mit antiquierten Reden und einem Dankeschön mit Erbseneintopf an die Menschen wendet sondern mit Reden und Veranstaltungen voller Pfiff und Pep. Und wenn es dann noch gelingt, mit einer solchen Darstellung unseren Standpunkt und die Sehnsucht der Menschen nach Halt und Orientierung zu vertreten, dann ist die Sache bestens gelungen. Und das gelang mit dem Presbytertag auf ganz treffliche Weise... So hoffe ich, recht viel von der Begeisterung vom Samstag in meine Arbeit miteinfließen lassen zu können und in den Sitzungs- und Ausschuss-Alltag zu retten und danke Ihnen herzlich für den schönen Tag“ (aus einer am 28. April 2005 eingegangenen Mail einer Presbyterin).

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