Gemeinde auf gutem Grund - Gemeindekonzeption

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a geistreich member
Created at: 2012-01-30
Last major update at: 2012-01-30
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Gemeindeaufbau
Institutions
Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung der Evangelischen Kirche von Westfalen im Amt für missionarische Dienste in Dortmund
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: Erstellung des Konzepts ca. 18 Monate
Execution: Umsetzung dann ca. 3 - 5 Jahre
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Gemeinde auf gutem Grund

Abstract

Die Gemeindekonzeption hilft der „Gemeinde auf gutem Grund“ ihren Auftrag weiterhin gut wahrzunehmen - in einer Zeit veränderter Rahmenbedingungen. Sie fragt nach Herkunft und Tradition, sieht heutige Aufgaben, entwickelt Visionen und setzt Ziele für die Zukunft

Situation / context

Die Ev. Kirche von Westfalen

Goals

Die Gemeindekonzeption ist verbindlicher Bestandteil des Reformprozesses in der Ev. Kirche von Westfalen. Rund 80 % der westfälischen Gemeinden haben eine Gemeindekonzeption erstellt. Das Projekt „gut beraten – Handbuch für Gemeindekonzeptionen“ bot vielen Gemeinden das Wissen, wie eine Konzeption – mit und ohne fremde Hilfe - systematisch erstellt werden kann. Das Handbuch vereint die Erfahrungen der „Gemeindberatung und Organisationsentwicklung in der EKvW“ mit diesen Prozessen.

Reflection / background

Die Ev. Kirche von Westfalen sah und sieht sich zwei großen Herausforderungen gegenüber:

  • Sie muss – wie andere Landeskirchen auch – auf die veränderten Rahmenbedingungen reagieren.
  • Gleichzeitig soll die Kirche mit ihren Gemeinden und Einrichtungen lebendig bleiben.

Diese Herausforderungen führten in der Zeit von 2001 bis 2008 zu dem breit angelegten Reformprozess „Kirchen mit Zukunft“. An ihm sind die Gemeinden und Einrichtungen aktiv beteiligt. Die Gemeindekonzeption garantiert eine breite Beteiligung der Mitarbeitenden und Gemeindeglieder.

General information on realization

Idealerweise: Bildung einer Projektgruppe, regelmäßige Sitzungen, öffnen zur Gemeinde in mehreren Etappen, feierliche Einführung, regelmäßiges Controlling in der Phase der Umsetzung

Preparation

Die Leitungen der Gemeinde oder des Kirchenkreises beschließen, eine Gemeinde- bzw. Kirchenkreiskonzeption zu erstellen. Sie beauftragen

hierfür eine Projektgruppe (PG), die sich neben einigen Mitgliedern aus der Leitung aus Mitarbeitenden und Interessierten am Gemeindeleben zusammensetzt. Zusätzlich wird entschieden, ob eine externe Beratung den Prozess moderiert.

Realization

Die Gemeindekonzeption wird in drei Phasen erstellt:

  1. Die Analyse beachtet Herkunft und Tradition, ermittelt in einer Prognose die Einnahmen- und Kostenentwicklung für die nächsten 5 Jahre, beschreibt die Stärken und Schwächen in der Gemeindearbeit und damit auch das Profil, beteiligt die Bevölkerung mit Umfragen zum Image und die ökumenischen Partner am Prozess.
  2. Die Visions- oder Leitbildphase ermittelt auf der Grundlage gegenwärtiger Herausforderungen die zukünftigen Aufgaben. Sie formuliert konkret, wen sie in welcher Absicht mit ihrem Auftrag erreichen möchte. Profil und biblische Tradition finden hier ihre Berücksichtigung.
  3. In einer dritten Phase werden zur Vision/zum Leitbild Ziele vereinbart und Schritte zu deren Umsetzung. Die Analyse hält hierfür die Rahmenbedingungen bereit.

Drei Workshops ermöglichen eine breite Beteiligung. Sie werden angeboten, um in einer gemeinsamen Analyse der Stärken und Schwächen das Profil zu bestimmen sowie eine Vision/ein Leitbild zu entwickeln. Im dritten Workshop wird die Konzeption als Ergebnis präsentiert.

 

Arbeitshilfe

"gut beraten - Kriterien zur Erstellung einer Gemeindekonzeption."

Ohne externe Beratung entstehen Bewirtungs- und Materialkosten; bei externer Beratung entstehen etwa 2500 € Honorarkosten, plus Fahrgeld.

Wrap up & follow-up actions

Die Ergebnisse des dritten Workshops werden in die Konzeption eingearbeitet und der Leitung zur Umsetzung übergeben. Die Leitung gibt die Konzeption mit einem Zeitplan frei. Hierzu legt sie die Prioritäten fest und installiert möglicherweise eine Koordinierungsstelle. Die von der Konzeption empfohlenen leitungsrelevanten Entscheidungen (Dienstgespräche, Dienstanweisungen etc) werden auf der Leitungsebene weiter bearbeitet.

Effect / experience

Eine landeskirchlich durchgeführte Evaluation hat 2008 ergeben, dass bis Ende 2010 80% aller Kirchengemeinden eine Konzeption erstellt haben werden.

Viele Rückmeldungen bestätigten, dass sich die Arbeit an der Konzeption positiv auf die Gestaltung des Gemeindelebens ausgewirkt haben.

Gemeindekonzeptionen ersetzen Spar- und Personaldebatten nicht. Sie bieten inhaltliche Aspekte, unter denen eine zukunftsfähige Gemeindearbeit möglich wird.

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