Zukunftsinitiative ev. Tageseinrichtungen für Kinder in Württemberg

Author
a geistreich member
Created at: 2012-02-02
Last major update at: 2012-02-02
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Familien, Gemeinwesen, Beratungsstellen, Kindergärten und Kindertagesstätten
Institutions
Ev. Landesverband - Tageseinrichtungen für Kinder in Württemberg e.V. in Stuttgart
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: ca. 8-12 Monate
Execution: Ein auf Dauer angelegtes Projekt
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Zukunftsinitiative

Abstract

An 10 Modellstandorten in Württemberg haben sich Kindertageseinrichtungen und eine Familienbildungsstätte auf den Weg zu einem Familienzentrum gemacht.

Situation / context

Ev. Kindertageseinrichtungen entwickeln sich zu Orten der Ermutigung und umfassenden Unterstützung und Begleitung von Kindern und Familien. Die Weiterentwicklung geschieht in enger Vernetzung mit Kirchengemeinde, diakonischen Partnern und weiteren Institutionen im Sozialraum und bindet von Anfang an die Perspektiven aller Beteiligter, vor allem auch der Eltern ein. So entstehen an den jeweiligen Standorten Familienzentren, die sich an den spezifischen Bedarfen der Familien vor Ort orientieren.

Goals

Ziel ist es, ein niederschwelliges und familienunterstützendes Angebot im Hinblick auf Betreuung, Begegnung, Beratung und Bildung zu entwickeln.

Reflection / background

Die Ev. Landeskirche in Württemberg möchte im Rahmen einer Zukunftsinitiative Familien stärken, in dem am Ort der Kindertageseinrichtung/ der Familienbildungsstätte niederschwellige Angebote entstehen, die sich am jeweiligen Bedarf der Familien vor Ort orientieren und gemeinsam mit allen Beteiligten in enger Vernetzung mit der Kirchengemeinde entwickelt werden. Verantwortlich für die Durchführung des Projekts ist der Ev. Landesverband - Tageseinrichtungen für Kinder in Württemberg.e.V., Kooperationspartner ist das Diakonische Werk Württemberg.

General information on realization

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Preparation

Es erfolgte eine Projektausschreibung, im Rahmen derer sich interessierte Kirchengemeinden/Träger mit ihren Einrichtungen bewerben konnten.

10 unterschiedliche Standorte in Württemberg wurden ausgewählt. Zunächst haben sich an jedem Ort Projektteams konstituiert, die sich aus allen MitarbeiterInnen der Einrichtung, interessierten Eltern, Trägervertretern, VertreterInnen der Kirchengemeinden und weiteren Kooeprationspartnern zusammensetzen. Auf diese Weise werden von Beginn an die Perspektiven aller Beteiligten in den Weiterentwicklungsprozess einbezogen.

Realization

Alle Einrichtungen erhalten im Rahmen des Projektes eine kontinuierliche Prozessbegleitung. Zunächst wurde gemeinsam mit allen Beteiligten an jedem Standort eine Analyse des Sozialraums vorgenommen, um zu erfassen, wie der jeweilige Sozialraum strukturiert ist, welche Angebote es für Kinder und Familien bereits gibt und welche Bedarfe auf Seiten der Familien wahrgenommen werden. Es wurden die eigenen Stärken und Ressourcen in den Blick genommen und darauf aufbauend Visionen und Ziele für die Weiterentwicklung zum Familienzentrum formuliert,um dann geeignete Maßnahmen zur Stärkung von Familien zu entwickeln.

Die Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinde und Kindertageseinrichtung wird neu ausgerichtet. Wie können bestehende Angebote in den Kirchengemeinden besser mit den Angeboten in der Kindertageseinrichtung vernetzt, wie können neue Formen an Zusammenarbeit gemeinsam entwickelt werden? Familien sollen in Fragen der religiösen Erziehung unterstützt und es sollen Brücken für die Familien hinein in die Kirchengemeinden gebaut werden.

Die Erziehungspartnerschaft mit Eltern, die bestmögliche Stärkung der Kinder durch Eltern und Einrichtung wird neu in den Blick genommen. In einem respektvollen Dialog mit den Familien wird die Vielfalt ihrer Lebenswelten und Bedürfnisse Ausgangspunkt für Weiterentwicklungen.

An vielen Standorten werden Betreuungsangebote weiterentwickelt, indem Bedarfe für Kinder unter drei Jahren,Hausaufgabenbetreuung, Ganztagesbetreuung, Ferienbetreuung oder auch kurzfristige Betreuungsbedarfe in familiären Notsituationen aufgegriffen werden.

Viele Einrichtungen versuchen Räme für Eltern zu schaffen, die Möglichkeit zu Kontakt und Begegnung untereinander bieten und informelle Netzwerke für Familien entstehen lassen.

In intensiver Kooperation mit Beratungsstellen und Jugendämtern werden bedarfsorientierte Beratungsangebote am Ort der Kindertageseinrichtungen installiert, um allen Familien niederschwellige Zugänge und Unterstützung zu ermöglichen.

Im Bereich der Elternbildung werden neue Kooperationen z.B. mit den Familienbildungsstätten gesucht, um Angebote zu entwickeln, die leicht erreichbar sind und neue Zugänge für eine Vielfalt an Familien schaffen.

Wrap up & follow-up actions

Im Rahmen einer wissenschaftlichen Begleitung des Projektes wollen wir gemeinsam mit allen ProjektgestalterInnen Leitgedanken für ein Ev. Familienzentrum herausarbeiten und Erkenntnisse gewinnen, wie sich Einrichtungen in enger Vernetzung mit der Kirchengemeinde weiterentwickeln können, um Familien nachhaltig zu stärken.

Effect / experience

Wir stecken mitten in einem spannenden Weiterentwicklungsprozess. Die Einbeziehung aller Beteiligten von Anfang an wird als große Chance erlebt, sich gegenseitig in aller Unterschiedlichkeit der jeweiligen Perspektiven neu wahrzunehmen und Familien zur Mitgestaltung zu motivieren. Ein hohes Engagement auf Seiten der Kirchengemeinden und Kooperationspartner ermöglicht neue Angebote für Familien, die sich an ihren Bedürfnissen orientieren.

Die Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinden und Einrichtungen wird neu reflektiert und es werden gemeinsame Weiterentwicklungsschritte überlegt, Leitbilder entwickelt und neue Formen der Zusammenarbeit ausprobiert.

Die respektvolle Haltung gegenüber allen Familien und ein Dialog auf Augenhöhe sind handlungsleitend für alle Beteiligten.

Da wir erst am Beginn eines komplexen Weiterentwicklungsprozesses stehen, lassen sich zu diesem Zeitpunkt noch keine repräsentativen Rückmeldungen aufführen.

Wer sich aufmacht, neue Wege zu gehen, braucht engagierte MitgestalterInnen. Dieses Engagement entsteht, wenn Menschen in ihren Bedürfnissen ernst genommen, umfassend informiert und von Beginn an beteiligt sind.

Weiterentwicklungen brauchen dafür entsprechende Ressourcen und Unterstützung, um Menschen zu begleiten und nicht zu überfordern.

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