Christlicher Gesundheitskongress

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2 Geistreich-members
Created at: 2012-03-15
Last major update at: 2012-03-15
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Alter und Pflege, Alternative Gottesdienste, Seelsorge in Krankenhaus und Hospiz, Mission, Deutschlandweit
Institutions
Christlicher Gesundheitskongress
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CGK

Abstract

Der nächste Kongress findet vom 27. - 29.3.2014 in Bielefeld statt.

Es gibt viele Umbrüche und Aufbrüche im Gesundheitswesen. Die Ressourcen werden knapper und die Bedürfnisse steigen. Welchen Beitrag können wir als Christen leisten?

Welche Bedeutung hat unser christlicher Glaube, wenn wir kranken Menschen begegnen, wenn wir zu ihrer Heilung beitragen oder wenn wir Leidende und Sterbende begleiten? Das Bewusstsein für die Bedeutung der Spiritualität im Gesundheitswesen wächst allerorts. Die Kirchen werden neu als Partner im Gesundheitswesen gefragt. Mit ihrem Angebot, Gemeinde als „heilende Gemeinschaft“ zu erfahren, können sie einen hoffnungsvollen Beitrag in unserer Gesellschaft leisten.

Der 4. Christlichen Gesundheitskongress wird sich diesen und ähnlichen Fragen widmen.

Situation / context

Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber

Mit den Begriffen Heilen und Begleiten bewegen wir uns auf der Grenze zwischen Medizin und Theologie, Therapie und Seelsorge. Dabei handelt es sich nicht um eine hermetische Abdichtung, sondern vielmehr um ein Ineinander dessen, was Menschen brauchen, um gesund und heil zu werden.

Fraglos steht die Gesundheit ganz oben auf der Liste der wichtigsten Dinge im Leben. Dennoch verstehen wir nicht überall unter „Gesundheit“ dasselbe, denn das Wort, das – wie auch das englische „health“ – zunächst das Fehlen von Krankheit beschreibt, gibt es in diesem präzisen Sinne gar nicht überall. In afrikanischen Sprachen, bspw. dem in Malawi verbreiteten Chichewa verwendet man das Wort „Moyo“, welches nicht nur körperliches und seelisches Wohlbefinden beschreibt, sondern auch die Intaktheit der sozialen und spirituellen Beziehungen eines Menschen. Dies legt nahe, dass Heilen bzw. Heilwerden kein eindimensional organisches Geschehen ist. Bischof Weber. Quelle: http://www.braunschweigerdom.de/dom/layout_storage/ueberdom_bischofskirche.php

Es bedarf seelsorglicher Begleitung zurück ins Leben oder in ein Leben mit der Krankheit. Eindrücklich erzählt die Bibel davon. Der Kranke am Teich Bethseda liegt seit Jahrzehnten darnieder. Jesu Frage, ob er denn überhaupt gesund werden will, muss in unseren Ohren seltsam klingen. Wer wollte nicht endlich gesund werden? Doch der Kranke zögert, denn er ist allein. In seiner Situation ist heiles Leben nicht vorstellbar. Jesus sagt zu ihm trotzdem: „Nimm dein Bett und geh hin!“ Das tut der Kranke. Aber im Gegensatz zu vielen anderen biblischen Heilungsgeschichten ist die Angelegenheit hier nicht beendet. Erst als Jesus ihm im Tempel begegnet sagte er: „Siehe, du bist gesund geworden.“ Es braucht beides. Die Heilung des körperlichen Gebrechens und den inneren Weg. Ich wünsche Ihnen deshalb, dass es gelingen möge, diesem Zusammenhang im Dienste derer, die uns anvertraut sind, nachzuspüren.

 

Landesbischof Prof. Dr. theol. Friedrich Weber

Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland

 

Goals

Bedeutung und Ziele des Christlichen Gesundheitskongresses

Das Engagement der Christen für die Kranken durchzieht die ganze Kirchengeschichte. Jesu heilende Zuwendung zu den Schwachen und Kranken war Teil seiner Sendung und er gab seinen Jüngern den Auftrag das Evangelium zu verkünden und zu heilen. Erfahrungen von Heilung waren in den ersten christlichen Gemeinden häufig und wichtig, später hat das Mönchtum hier eine wesentliche Aufgabe wahrgenommen. Heilende Tätigkeit, Krankenpflege und geistlicher Dienst wurden als Einheit gesehen und praktiziert.

Im späteren Mittelalter blühte im Stadtbürgertum ein weites Feld diakonischer Einrichtungen auf: Armenpflege und Hospitäler waren eine anerkannte Aufgabe. Im 19. Jahrhundert kam die Diakonie – besonders in Gestalt der häuslichen Krankenpflege – stärker in die Ortsgemeinden zurück. Die Diakonissen und Ordensschwestern haben hier unschätzbare Verdienste.

Obwohl Diakonie und Caritas bis heute Träger zahlreicher Einrichtungen im Gesundheitswesen geblieben sind, ist die enge Verbindung von christlichem Glauben und professioneller Pflege zunehmend in den Hintergrund getreten. Im Bereich der Medizin hat es bereits seit dem ausgehenden Mittelalter und besonders durch die Aufklärung getrennte Entwicklungen gegeben.

Aber seit einigen Jahren ist der Einbezug der spirituellen Dimension des Menschen in die Pflege, Therapie und Medizin wieder ein deutlich wahrnehmbares Thema. Deshalb sind christliche Gemeinden in neuer Weise gefragt, im Zusammenwirken mit professionellen Gesundheitsdiensten einen aktiven Beitrag zu einer christlich-ganzheitlichen Fürsorge für kranke Menschen zu geben.

Um dies sowohl von Seiten der christlichen Kirche wie auch vom modernen Gesundheitswesen aus zu fördern, setzt sich der Christliche Gesundheitskongress für folgende Ziele ein:

 

CHRISTLICHER GESUNDHEITSKONGRESS

1. Ein ausgewogenes theologisches Verständnis vermitteln zu Krankheit – Heilung – Gesundheit, welches biblisch fundiert ist und die unterschiedlichen Erfahrungen im christlichen Heilungsdienst reflektiert.

2. Den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand zum Einfluss von Spiritualität und Religiosität auf Krankheit und Gesundheit verständlich machen und praktische Konsequenzen davon ableiten.

3. Christen, die im Gesundheitswesen in den verschiedenen Arbeits- und Verantwortungsbereichen tätig sind, durch Praxiserfahrungen und Leitlinien ermutigen, den Berufsalltag auf der Grundlage des christlichen Glaubens aktiv zu gestalten.

4. Den christlichen Gemeinden umsetzbare Konzepte anzubieten für die Begleitung kranker Menschen sowie für vielfältige heilende und ehrenamtliche Dienste.

5. Mitarbeitende aus Gesundheitswesen und Gemeinde inspirieren, die modernen pflegerischen, therapeutischen und medizinischen Erkenntnisse zu verbinden mit dem kirchlichen

Glaubens- und Erfahrungsreichtum im Sinne einer christlich fundierten Heilkunde.

6. Das Zusammenwirken von Gesundheitswesen und Gemeinden fördern und anhand von Modellerfahrungen Möglichkeiten gegenseitiger Befruchtung aufzeigen.

7. Im Blick auf die ethisch und ökonomisch zu verantwortende Weiterentwicklung der Strukturen unseres Gesundheitswesens die christliche Stimme verstärken.

Reflection / background

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General information on realization

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Preparation

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Realization

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Wrap up & follow-up actions

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Effect / experience

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Adopted and refined

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