Con anima - Kirchenmusik Forum Alfeld

Author
a geistreich member
Created at: 2010-06-03
Last major update at: 2010-06-03
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Musik, Gemeindeleitung, Organisationsentwicklung, Supervision und Mentoring
Institutions
Kirchenkreis Alfeld in Alfeld (Leine)
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: no information
Execution: no information
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Abstract

Durch eine externe Beratung gelingt es, die Kirchenmusik für alle Seiten fruchtbarer zu gestalten.

Situation / context

Die systemische Analyse des Gesamtumfeldes der Kirchenmusik durch eine externe Agentur erlaubte es, eine bessere Lösung für die vorhandenen Aufgaben zu finden, mit der es vor allem den Menschen besser geht.

Goals

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Reflection / background

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General information on realization

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Preparation

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Realization

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Wrap up & follow-up actions

1. Die Ausgangslage

Die Ausgangslage der Kirchenmusik in Alfeld war durch eine typische Strukturproblematik und der daraus folgenden Ambivalenz gekennzeichnet. Die Stelle des Kirchenkreiskantors und die der Gemeindekantorin St. Nikolai in Alfeld, die zuvor mit einer Person besetzt waren, wurden vor rund zwei Jahren von zwei Stellenteilern, einem Kirchenkreiskantor und einer Gemeindekantorin, übernommen. Sie haben als Ehepaar je 50%. Damit war – auf den ersten Blick – eine für die Gemeinde und den Kirchenkreis ideale Lösung gefunden. Die Musiker sind jung und freuen sich auf ihre erste Stelle, stellen keine großen Ansprüche und sind nicht nur sehr engagiert, sondern auch musikalisch prononciert. So stellten beide innerhalb eines Jahres ein vielfältiges kirchenmusikalisches Leben auf die Beine. Dazu gehören mittlerweile mehrere Kinder-, Jugend- und Erwachsenenchöre, zwei Bläserensembles, ein reges Konzertleben mit eigenen und fremden Kräften sowie musikalische Schulungen und Veranstaltungen rund um die Orgel.

Nach einer Anfangseuphorie wurden aber die strukturellen Probleme deutlich. Die Aktivitäten verselbständigten sich und überschritten mit ihren Anforderungen an jeden der beiden Stelleninhaber das Arbeitsquantum einer halben Stelle auch bei großzügiger Auslegung bei Weitem. Latente Zeitprobleme wurden manifest, da die zahllosen Anfragen nach Gruppen- und Einzelunterricht nicht mehr bedient werden konnten. Die zu leistenden Arbeiten gingen außerdem über den musikalischen Bereich weit hinaus (wie etwa Öffentlichkeitsarbeit, Verwaltung usw.) und die Arbeitsbelastung war insgesamt auf ein Maß angewachsen, sodass die anfänglich motivierte und engagierte Arbeit auch im Außenbild anfing, Risse zu bekommen. Die kaum zu steuernde sachliche, zeitliche und soziale Überlastung äußerte sich zudem in Desideraten hinsichtlich der internen Kommunikation.

Wenn man die Situation mit Hilfe systemtheoretische Begriffe analysiert, muss von einer innen- und außengesteuerten Überlastungsgefahr für die Stellenteiler gesprochen werden, die ein permanentes Reagieren auf eigene und fremde Erfordernisse und Anforderungen mit sich brachte. Der Mangel an Ressourcen und die fehlende System-Umwelt-Abgrenzung führte zu einer Belastung der Stelleninhaber und war für das Ansehen der Kirchenmusik in der Region eine bedrohlichen Situation.

 

2. Die Neuerfindung „Con anima - Kirchenmusik Forum Alfeld“

In Folge davon wurde das System der Alfelder Kirchenmusik grundlegend neu erfunden und in die Form von "Con anima – Kirchenmusik Forum Alfeld" gebracht. Für die interne Analyse und die operative Konzeption nach außen geschah dies durch die Verwendung einer zentralen Leitdifferenz (binärer Code) mit Hilfe der Begriffe von Kirchenmusikschule / Nicht-Kirchenmusikschule.

Der methodisch Ansatz lag demnach in einer strikten Reduktion der hyperkomplexen Umwelteinflüsse auf das System der Kirchenmusik Alfeld und einem daraus resultierenden Neuaufbau einer systemeigenen, d.h. von innen her gesteuerten Komplexität. Die auf dem binären Code Kirchenmusikschule/ Nicht-Kirchenmusikschule aufbauende Systematik von "Con anima" differenziert sich in Programmbereiche wie Vokalmusik, Instrumentalmusik und Konzerte aus. Einzelne Maßnahmen, die sich im Rahmen der Programmbereiche umsetzen lassen, sind u.a.: Bildung eines verantwortlichen Teams von Con anima, Entwicklung einer internen Systematik der Teilnahme an aufeinander aufbauenden Musikgruppen, eine Neugestaltung der Räumlichkeiten (großer Saal und Studiozimmer im Lutherhaus Alfeld), Aufbau einer Gebührenordnung für Con anima, Entwicklung eines Corporate Design, Komposition eigener Handy-Klingeltöne als Ausdruck einer Corporate Identity, Aufbau einer eigenen Internetpräsenz, Generierung neuer und erhöhter finanzieller Ressourcen.

  Das bedeutet: die Arbeits- und Angebotsbereiche der Kirchenmusik in der Stadt und im Kirchenkreis Alfeld werden zukünftig ausschließlich in dem Bereich stattfinden, die dem Aufbau und dem Betrieb einer „Kirchenmusikschule“ dienen. Insofern sich gewisse Tätigkeiten nicht (mehr) darunter subsumieren lassen, werden sie nicht weiter verfolgt bzw. von vornherein ausgeschlossen. Zudem ist damit maßgeblich verbunden, dass alle Aktivitäten ausschließlich in bestimmten und erkennbaren Räumlichkeiten von Con anima stattfinden (werden).


 

3. Die Effekte

Die Fortführung des damit eingeschlagenen Weges setzt gleichzeitig mehrere Effekte frei: die Erkennbarkeit der Kirchenmusik Alfeld ist nachhaltig gestiegen; es werden Attraktionskräfte mobilisiert, die eine steigende Teilnehmerquote an den Angeboten von Con anima realisieren; die Ressourcenlage wird durch die Rekursivität von Attraktivität und Realisierung maßgeblich verbessert.

Für die zu leistende Öffentlichkeitsarbeit sind diese Effekte ein klar erkennbares, abgrenzbares und leicht zu kommunizierendes „Produkt“. Künftig lässt sich die Öffentlichkeitsarbeit von Con anima – Kirchenmusik Forum Alfeld effizienter und effektiver gestalten, da sie sich aus einer vorgelagerten Konzeption ableiten lässt.

 

4. das12teKamel

Ein entscheidender Impuls zur Neuerfindung und zum Aufbau von Con anima – Kirchenmusik Forum Alfeld ist in der Beteiligung einer externen Agentur zu sehen.

Die Ausgangsproblematik war durch die Konstruktion der Stellenteilung anscheinend so unüberwindbar, dass als eine Lösung erster Ordnung (Watzlawick) nur das Zurückschneiden oder Aufgeben von Arbeitsfeldern nahegelegen hätte. Dies wurde – auch anderorts – oft und ohne innere Überzeugung praktiziert. Die Agentur „das12teKamel – Kommunikationsmanagement“ erarbeitete in der Funktion eines externen Jokers dagegen eine Lösung zweiter Ordnung, und zwar die Etablierung des Systems Con anima - Kirchenmusik Forum Alfeld in Abgrenzung zu seiner diffusen und in der Komplexität nicht verarbeitbaren Umwelt. Der Gebrauchswert dieser Lösung zeichnet sich unter anderen dadurch aus, dass die operative Arbeit von Con anima ausschließlich ohne ein Mitwirken der Agentur funktionieren kann. Der „Joker“ wirkt wie ein Initial, d.h. die Agentur ist in ihrer Initialfunktion gemäß ihrer Legende „Vom zwölften Kamel“ sowohl notwendig als auch nicht-notwendig.

 

Effect / experience

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Adopted and refined

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