Crossmediale Öffentlichkeitsarbeit

Author
a geistreich member
Created at: 2012-04-10
Last major update at: 2012-04-11
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Öffentlichkeits- und Pressearbeit
Institutions
Ev.-luth. Christus- und Kreuz-Kirchengemeinde Nordhorn in Nordhorn
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: no information
Execution: no information
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Corporate Design

Abstract

Die Nordhorner lutherischen Kirchengemeinden haben ihren Internetauftritt, ihr Printmagazin und Printprodukte wie Briefbögen und Visitenkarten mit einem neuen Corporate Design gestaltet, mit den Angeboten in Sozialen Netzwerken verbunden und darüber hinaus als eine App für Smartphones veröffentlicht.

Situation / context

2010 gibt es drei lutherische Kirchengemeinden in der Stadt, die in verschiedenen Arbeitsfeldern zusammenarbeiten und seit einigen Jahren auch ein gemeinsames Gemeindemagazin herausgeben, das auch mit einem inhaltlichen Schwerpunkthema arbeitet, aber einer graphischen Überholung bedarf. Die weitere Außensarstellung mit drei verschiedenen Webseiten und von jedem Hauptamtlichen selbst gestalteten Briefpapieren etc. ist uneinheitlich.

Goals

Das Gemeinsame der lutherischen Kirchengemeinde in der Stadt soll hervorgehoben werden und "Lutherisch in Nordhorn" als Marke mit einem inhaltlichen Kern wahrgenommen werden. 

Reflection / background

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General information on realization

Der Prozess der Entwicklung eines Corporate Designs ist nicht auf die Schnelle zu haben. Er verbindet sich mit Überlegungen zur Identität der Gemeinde(n), nach dem Alleinstellungsmerkmal, nach Hoffnungen und Wünschen für die Zukunft, nach Bildern von Kirche überhaupt. Als solcher kann er aber auch ein (theologisch) äußerst gewinnbringender Prozess für die Gemeinde sein.

Preparation

Nach dem grundsätzlichen Beschluss der Kirchenvorstände und der Festlegung auf das Motto "Lutherisch in Nordhorn" wurde zunächst ein Ausschuss mit Interessierten gegründet, der sich eine der Gemeinde bekannte Designerin zu einer Sitzung eingeladen hat. Auf ihren Rat hin wurde dann eine wesentlich kleinere Arbeitsgruppe gegründet (4 Personen), die in der Folge alle maßgeblichen Entscheidungen getroffen hat und die Kirchenvorstände über einzelne Arbeitsabschnitte informiert hat. Die Gruppengröße von 3-4 Personen ist ideal und sollte in keinem Fall größer sein!

Realization

Die Arbeitsgruppe hat zunächst 3 verschiedene Design-Firmen zu einem unverbindlichen Gespräch eingeladen. Dies war vor allem nützlich, um zu verstehen, wie der Prozess in der Folge laufen wird und was zu bedenken ist. So hatten wir dreimal Experten mit uns am Tisch sitzen, ohne dass es uns etwas gekostet hat. Logo von Nordhorn. Quelle: Simon de Vries

Im Anschluss haben wir uns nach Zustellung der Angebote für die ursprünglich eingeladene Designerin entschieden (am kostengünstigsten). Grundsätzlich scheint aber die eine oder andere Firma auch gewillt zu sein, für Kirche etwas günstigere Tarife anzubieten, wenn man es nicht weiter verrät.

Dann fanden in der Folge einige Treffen mit der Designerin über mögliche Motive für das Logo, über die Identiät der lutherischen Gemeinden in der Stadt und über Farbauswahl und Schrifttypen statt. Am Ende gab es zwei in Details verschiedene Farb- und Logo-Optionen, die die Arbeitsgruppe dann eine gemeinsame Kirchenvorstandssitzung zurückgegeben hat, weil sie alle Optionen grundsätzlich möglich fand.

Mit der abschließenden Abstimmung hatten dann auch alle anderen letztlich noch das Gefühl, am Prozess beteiligt gewesen zu sein. Im Laufe des Prozesses haben wir immer wieder deutlich gemacht, dass Geschmäcker grundsätzlich verschieden sind und es unabhängig vom Entwurf immer Menschen geben wird, die vom Resultat begeisterter sein werden als andere. 

Wrap up & follow-up actions

Mit der Entscheidung über das Corporate Design konnte dann im Anschluss die konkrete Umsetzung in den verschiedenen Medien beginnen.

Als erstes haben wir das Gemeindeblatt überarbeitet (mit neuer Software: Indesign von Adobe; kostengünstig innerhalb des EKD-Rahmenvertrags mit Comramo) und dem Thema "Öffentlichkeitsarbeit" auch ein Schwerpunktthema gewidmet. Hier findet sich die Onlineausgabe.

Zeitgleich lief die Entwicklung eines gemeinsames Internetportals (mit Hilfe von "wordpress"). Hier wurde ein fertiges Template (Kostenpunkt ca. 50€) weiterentwickelt. Wordpress bietet die Möglichkeit, auch im Team zu arbeiten. Heute wird die Webseite von 3 Personen betreut, wobei einer für Termine, einer für aktuelle Nachrichten und einer für Gesamtgestaltung und Layout zuständig ist. Hier gelangt man zur Webseite.

Bis heute noch nicht abgeschlossen ist die Überarbeitung von Briefpapier, Handzetteln, Türschildern etc. 

Ein Bonbon war die Möglichkeit, eine eigene App für "Lutherisch in Nordhorn" zu entwickeln, die auf Mobiltelefonen mit Android und iOS läuft. Hier geht zur App bei iTunes.

Wichtig war (auch im Prozess) die Einrichtung eines Twitter-Accounts und vor allem einer Facebook-Fanseite. Schon vor dem offiziellen Start von "Lutherisch in Nordhorn" verfolgten 100 Personen die Aktivitäten der Entwicklung.

Heute nutzen wir die Webseite als erstes Medium der Verbreitung von Nachrichten. Durch Verbindungsmodule erscheinen alle Nachrichten der Webseite aber zudem im Twitter-Kanal und auf Facebook, ohne dass ein weiterer Arbeitsschritt notwendig wäre. Auf Facebook werden aber auch darüber hinaus kurze Nachrichten eingestellt (z.B. an jedem Samstag die Information über die Gottesdienstzeiten am Sonntag, Videos von Freizeiten etc.). 

Letztlich ging es dann darum, die entwickelten Dinge auch in klassischen Medien wie Lokalzeitungen etc. publik zu machen.

Effect / experience

Wir stellen fest, dass Facebook der einzige Kanal ist, in der tatsächlich Kommunikation gelingt - hier gibt es viele Kommentare und Eintragungen. Die Nutzer der Webseite schauen in der Regel nur und geben keine öffentlichen Kommentare ab, sondern nutzen dann das Kontaktformular. 

Ansonsten gibt es viele positive Reaktionen und Rückmeldungen aus der Kirche und außerhalb. Die Menschen freuen sich darüber, dass Kirche an dieser Stelle vorne mitmischt, auch auf Ästethik wert legt und die Kommunikation mit jüngeren Generationen nicht scheut. 

Das Thema "Kirche und neue Medien" wird vielfach dankbar und interessiert aufgenommen.

Möglich ist dies allerdings in dieser Weise auch nur dann, wenn es Haupt- und Ehrenamtliche gibt, die die Öffentlichkeitsarbeit auch zu ihrem Hobby machen und viele, viele, viele Stunden investieren. 

Adopted and refined

    Connected content

    • Logo
      Eine Kirchengemeinde sollte für ihre verschiedenen Medien eine ähnliche, wiedererkennbare Gestaltung besitzen.
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    • Internet
      Wie können Gemeinden das Internet nutzen?
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