Café Kirchenbank

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a geistreich member
Created at: 2010-03-29
Last major update at: 2014-05-09
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Mitgliederbindung, Citykirchen und Profilgemeinden, Gemeindeaufbau, Sonderseelsorge , Freiwilligendienste
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Not yet assigned
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Preparation: no information
Execution: Auf Dauer
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Café Kirchenbank

Abstract

Mitten in einer Haupteinkaufsstraße zwischen zwei Bankfilialen steht ein Café, das Passanten zu einem Gespräch und zum Ausspannen einlädt.

 

Situation / context

Ein Café als niederschwelliges Angebot mit Menschen zwischen Einkauf, Arzt- und /oder Bankbesuch ins Gespräch zu kommen.

Ohne aufdringliches "Missionieren" kommt es immer wieder zum Austausch über Sinn und Unsinn des Alltags.

Das Gespräch Jesu mit der Frau am Brunnen im Johannesevangelium (Johannes 4, 1-37) ist die Beispielgeschichte für die Mitarbeitenden. Aber auch  einfaches Ausspannen, ein kurzes Durchatmen in der Hektik des Alltags ist gefragt.

 

Goals

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Reflection / background

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General information on realization

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Preparation

 Gründung eines nicht eingetragenen gemeinnützigen Vereins mit entsprechendem Zweck:

  • Wahrnehmung missionarisch/sozialdiakonischer Aufgaben.
  • Klärung der Bedingungen mit dem zuständigen Wirtschafts- und Ordnungsamt insbes. wegen einer Ausschankgenehmigung
  • Spendenaufruf zur Beschaffung der Grundausstattung. 
  • Anmietung eines kleinen Ladens.
  • Inventarbeschaffung, Kauf von mitarbeiterfreundlichen, leicht bedienbaren und effizienten Geräten, eine alte Kirchenbank (Namensgeberin) aus der Kirchengemeinde.
  • Werbung von Ehrenamtlichen, Gestaltung von "Auswahlgesprächen": "Was erwarten Sie, was erwarten wir", Eigenverantwortung der Mitarbeitenden erwarten. Führen von Listen zur Mitarbeit, in der sich die Mitarbeitenden je nach Zeitkontingent eintragen.

Klärung von Verantwortlichkeiten:

 

  1. Regelmäßige Kontrolle und Beschaffung der Ware
  2. Kontrolle, ob sich das Café zuverlässig öffnen lässt 
  3. Schaufenstergestaltung
  4. Sauberhalten und Gestaltung der Räume
  5. Klärung, wie und von wem in Konfliktfällen entschieden wird

Realization

Eröffnung des Cafés mit Einladung der Lokalpresse und der umliegenden Gewerbetreibenden.

Bei der Auswahl der Mitarbeitenden ist darauf zu achten, dass eine gute Mischung von "Gemeindenahen und -fernen" entsteht, denn die Mitarbeitenden sind ein "Spiegel" der Zielgruppe.

 

Mitarbeiter/innenpflege

Mind. 1x pro Jahr gemeinsames Frühstück, an dem Fragen geklärt werden. Geburtstagsbesuche bei den Mitarbeitenden sowie handgeschriebener Weihnachtsgruss mit persönlichem Dank.

Der "Vorstand" des Trägervereins und der/die Pfarrer/in der umgebenden Kirchengemeinden zeigen regelmäßige Präsenz.

Die Mitarbeitenden verstehen sich als Gastgeber/innen, die die Gäste verwöhnen.

Gespräche werden nicht aufgezwungen, sondern es wird auf die Bedürfnisse des Gastes gehört.

Jeder Mitarbeitende bekommt einen Schlüssel.

Es wird eine Mitarbeitendenliste geführt, in die sich jeder Mitarbeitende frei einträgt.

Es wird ein einfaches Kassenbuch (Einnahmen/Ausgaben) und ein Kurztagebuch mit Statistik geführt (dient auch als Nachrichtenbuch der Mitarbeitenden untereinander).

Ein Team gestaltet das Schaufenster eigenverantwortlich. Anregungen sind erwünscht.

Das Café bietet diverse gängige Cafékreationen, gute Tees und Kakao zu moderaten Preisen (alles fair-gehandelte Ware) an und Kekse (umsonst).

Verkauf von Gepa-Waren, eine Knopf-Börse und ein Bücherantiquariat aus gespendeten Büchern zu Festpreisen.

Auslage der Gemeindebriefe umliegender Kirchengemeinden, Aushängen von Veranstaltungen, Handzettel etc.

Teilnahme an Stadtteilfesten und -Märkten.

Diskussionsforum für Fragen im Stadtteil bieten (z.B. auch Auslegen von Unterschriften)

 

Materialien

Inventar: Ware, Kaffeeautomat für alle Cafésorten, Kaffeemühle, Milchschäumer, Geschirr etc., Mikrowelle, Wasserkocher, Kühlschrank, Mobiliar

 

Kosten

Miete und Energiekosten: 300 €, Ware im Wert von ca. € 2000 vorhalten, Inventar

 

Wrap up & follow-up actions

Jährliches Mitarbeiter/innenfrühstück als Dank, Ideenbörse und zur Absprache in Konfliktsituationen.

 

Effect / experience

Durchschnittlich kommen 13 Gäste in den 2 Stunden, etwas mehr Männer als Frauen.

In Hochzeiten (bes. samstags oder an Marktagen) sind es schon mal über 20.

Das Alter der Gäste liegt zwischen  40 und 70 Jahren.

1/3 der Gäste sind "kirchennah", 2/3 eher Grenzgänger.

Die Mitarbeitenden sind nicht alle Mitglied einer Kirche, sondern bewusst auch "Glaubensnahe", die aber nicht Mitglied einer Religionsgemeinschaft sind.

Die Kirchengemeinden in der Umgebung des Cafés können diesen Ort zum informellen Austausch mit dem Stadtteil nutzen, diverse "Stammgäste" haben Wege in Kirchengemeinden gefunden.

Das Café ist Mitglied des örtlichen Gewerbebundes. Hierdurch ist Nähe zu den Gewerbetreibenden, aber auch zu den Vereinen des Stadtteils entstanden.

Das Café Kirchenbank hat am 13. Mai 2010 sein 10jähriges Jubiläum.

Viele Mitarbeitende der ersten Stunde sind noch dabei, neue sind dazu gekommen.

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    • Die Tür steht offen
      In jeder Gemeinde kann man in die Kirche eintreten. Hier geht es um Wiedereintrittsstellen, die Gemeindefernen einen Zugang ermöglichen.
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