Intergenerationelle Gottesdienste

Author
a geistreich member
Created at: 2012-07-27
Last major update at: 2012-07-27
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Themengottesdienste und Reihen
Institutions
Ev. Kirchengemeinde Grunbach in Remshalden
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: 8 Wochen
Execution: 3 Stunden
Votes
2 votes
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Mitarbeitende intergenrationeller Gottesdienst

Abstract

Themengottesdienste werden gezielt mit Gemeindegliedern aus allen Altersgruppen vorbereitet. So können Senioren ihren Schatz an Lebenserfahrung einbringen.

Situation / context

In einer Kirchengemeinde gibt es Menschen mit viel Lebens- und Glaubenserfahrungen. Oft aber bleibt vieles davon unentdeckt. Viele Gottesdienste nach dem so genannten „zweiten Programm“ werden von Personen jüngeren oder mittleren Alters besucht und auch vorbereitet. Die Älteren fehlen dort weithin.

Goals

Der Erfahrungsschatz der älteren Generation wird für Gottesdienste fruchtbar gemacht.

Reflection / background

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General information on realization

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Preparation

Für die generationenübergreifenden Gottesdienstteams fragten wir die Mitarbeitenden, die wir gewinnen wollten, einzeln an.

Wichtig ist bei der Anfrage darauf hinweisen, dass es zwar schön wäre, aber nicht unbedingt notwendig ist, im Gottesdienst vorne aufzutreten.

Man sollte ca. drei Termine zur Auswahl stellen, die Rückmeldungen zusammenstellen und möglichst zeitnah den Termin festlegen. Bei Angabe eines einzigen Termins könnte die Mitarbeit an der Terminfrage scheitern.

Das erste Vorbereitungstreffen sollte möglichst vier Wochen vor dem Termin stattfinden, damit noch Luft für ein zweites Treffen ist.

Für die Zusammestellung des Gottesdienstteams sind nochmals vier Wochen zu veranschlagen, so dass man möglichst 8 Wochen vor dem Termin aktiv werden sollte (Ferienzeiten sind dazuzurechnen).

Realization

Vorbereitungstreffen

a)     Wenn nicht der Text aus der Predigtreihe das Thema stellen soll, Wahl eines Themas (kann auch schon vorher benannt werden, oder Vorschläge werden mit der Einladung ausgegeben und am Abend endgültig entschieden)

b)     Gespräch über inhaltliche Punkte innerhalb des Predigttextes/des gewählten Themas

Günstig ist die Verwendung von Moderationskarten, um Themen zu benennen, zu gruppieren, zu werten.

c)     Überlegungen zu kreativen Umsetzungsmöglichkeiten:

-          Statements der Mitarbeitenden

-          Bildbetrachtungen, Videoeinspielungen

-          Anspiel

-          Umfrage im Gottesdienst o.a.

d)     Wer kann sich was vorstellen? Mitarbeitende übernehmen Teile des Gottesdienstes mit/ohne Unterstützung des Hauptamtlichen. Überlegungen, ob dazu Unterteams gebildet werden müssen und wie diese sich organisieren.

e)     Absprache, wann die von den Mitarbeitenden erstellten Passagen dem Prediger/der Predigerin zukommen können

f)       Absprache eines Treffens zu Probe und evtl. Aufbau (in der Regel am Samstagabend oder Sonntagvormittag)

 

evtl. zweites Vorbereitungstreffen

Möglicherweise kommt man bei Punkt 3c) noch nicht zu Ergebnissen. Dann braucht man einen zweiten Vorbereitungstermin. Bis dahin überlegen alle an den offenen Punkten weiter. Der Leiter/die Leiterin klärt evtl. in der Zwischenzeit per Gespräch/Mail mit einzelnen einige der Fragen.

Sollten die meisten Fragen geklärt sein, sind letzte offene Punkte ohne ein zweites Treffen in Zweierkontakten zu klären.

Wenn der/die Prediger/in die Texte per Mail bekommt, kann er/sie evtl. Feedback geben, wo noch Verbesserungen notwendig sein könnten.

 

Probe vor dem Gottesdienst

Sprechprobe, Mikroprobe, Spielprobe, Bereitstellung der notwendigen Technik

Wrap up & follow-up actions

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Effect / experience

Beim ersten Gottesdienst beteiligten sich vier Personen im Alter zwischen 40 und 50 und eine ältere Dame, die eine Woche nach dem Gottesdienst ihren 88. Geburtstag feierte. Wir trafen uns einen Abend lang, machten uns inhaltlich Gedanken zum Thema und vereinbarten dann, dass jede/r ein Statement zum Thema vorbereitet. Die Beiträge waren ganz unterschiedlich, sowohl inhaltlich als auch in ihrer Art sie vorzutragen – ein absoluter Gewinn. Beim zweiten Gottesdienst dieser Reihe brachte es die älteste Mitarbeiterin auf 84 Jahre. Und als dann bei der dritten Runde eine 71jährige auf meine Anfrage hin erwiderte: Also, ich glaube, so etwas sollten eher Jüngere machen…“, da hatte ich die besseren Argumente auf meiner Seite.

Wie sich die Älteren einbringen

Die Vorbereitungsabende waren spannend, denn Ältere und Jüngere hatten durchaus verschiedene Sichtweisen auf das jeweilige Thema, und das ergänzte sich gut. Als es dann darum ging, was das Team in den Gottesdienst einbringen könnte, waren alle engagiert dabei. Herausgekommen ist beim zweiten Gottesdienst ein Anspiel zum Thema „Geduld“:

Die beteiligten Frauen tauschten sich darüber aus, wie man eine Amaryllis in der Winterzeit zum Blühen bringen kann – da kann man viel falsch machen, aber vor allem muss man Geduld haben. Die 84jährige war die Expertin, gab Tipps und verband diese mit tiefergehenden Gedanken zum Thema. Beim dritten Gottesdienst haben sich die drei Jüngeren und die zwei Älteren jeweils im Team zusammengetan und zwei sehr gute Beiträge vorbereitet. Wieder spürte man dem Beitrag der Älteren ab, dass, was sie sagten, von viel Lebenserfahrung gesättigt war. Ihr Fazit im Nachhinein: „Wir waren schon sehr aufgeregt – aber wir sind froh, mitgemacht zu haben!“

Möglichkeiten, alt und jung zusammenbringen, gibt es viele. Es lohnt sich Gelegenheiten dafür zu schaffen!

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