Familybrunch

Author
a geistreich member
Created at: 2012-09-16
Last major update at: 2012-09-16
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Gemeindeaufbau, Diakonie und Gesellschaft, Alternative Gottesdienste
Institutions
Evangelische St. Nikolai-Kirchengemeinde in Altenstadt
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: no information
Execution: 5-6 Stunden
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Familybrunch

Abstract

2 Mal im Jahr laden wir Familien zu einem bunten Familiengottesdienst mit aktuellem Thema ein. Anschließend gibt es einen leckeren Brunch mit Kinderbetreuung.

Situation / context

Wir sind eine Gemeinde im ländlichen Raum, die traditionell geprägt ist. Aufgrund der günstigen Verkehrslage (Autobahnanschluss und Bahnverbindung) ziehen inzwischen viele Menschen (mit ihren Familien) zu, die im Großraum Frankfurt arbeiten.

Goals

Menschen aus der Altersgruppe der etwa 30-50-jährigen sollten durch unsere Idee auf unsere Gemeinde aufmerksam werden und in die Gemeinde eingeladen werden. Da viele Menschen dieser Altersgruppe in Familien leben, haben wir uns entschlossen, ein Angebot für Familien zu machen.

Reflection / background

Im Projekt ging es darum, „kirchenfernen“ Menschen der Altersgruppe 30-50 die „Tür zur Kirche zu öffnen“, sie einzuladen in die Gemeinde. Wir haben diese Altersgruppe in unserer Gemeinde vermisst und gemerkt, dass sie uns als Glieder des Leibes Christi fehlen. Wir haben uns gefragt, was wir in unserer Gemeinde verändern können, um uns zu öffnen, um Einladende zu sein. Das Vertrauen, dass Gottes Geist uns und andere bewegen und verändern kann, leitete unser Tun.

Stärken
Das „Image“ unserer Kirchengemeinde hat sich durch das Projekt verändert, wir werden als familienfreundliche Gemeinde wahrgenommen, das wirkt sich über das Projekt hinaus positiv auf das Gemeindeleben aus.

Unsere Gemeinde hat sich verändert, die Schwerpunkte haben sich von der Seniorenarbeit hin zur Arbeit mit Familien und Kindern verschoben. Insgesamt ist daraus auch eine generationenübergreifende Arbeit entstanden, die die Altersgruppen stärker miteinander verbindet.

Neue Menschen in der Gemeinde verändern Gewohnheiten- das bringt Gesprächsbedarf mit sich, Offenheit muss eingeübt werden- das ist manchmal anstrengend, aber ein wichtiges und dem Evangelium gemäßes Lernfeld.

Schwächen des Projektes
Singles aus der Altersgruppe, die wir ansprechen wollten, haben wir kaum erreicht. Das Projekt muss aus Mitteln der Kirchengemeinde bezuschusst werden.

General information on realization

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Preparation

Vorbemerkung
Wir haben ein „Brunchteam“ gebildet, das neben langjährig in der Gemeinde Aktiven bewusst auch Mitglieder hatte, die gerade erst wieder in die Kirche eingetreten waren oder die noch wenig Berührung mit der Gemeinde hatten. So waren im Team Menschen aus der „Zielgruppe“- das war für das Gelingen des Projektes u.E. sehr wichtig

Konkrete Vorbereitung
Wir haben Einladungen an verschiedenen Stellen (Kindergarten, Einkaufspassage, Geschäfte) ausgelegt, Aushänge in Schaukästen gemacht, über die Presse/Gemeindebrief, in Gemeindegruppen und persönlich eingeladen.

Auf der Einladung war ein Anmeldeabschnitt für den Brunch, wo Personenzahl, Speisen, die die Familie mitbringt und Gedanken zum Thema des Gottesdienstes aufgeschrieben werden konnten.

Vorbereitungsaufwand

  • 3-4 Teamabende für die Vorbereitung des Gottesdienstes und des Kinderprogramms
  • jeweils 1-2 Stunden „Heimarbeit“ der Einzelnen zur Vorbereitung von Texten/Materialien/Pressearbeit/sonstiger Organisation,
  • abschließend einen Abend für Absprachen von Gottesdienstteam, Küchenteam, Kinderbetreuungsteam,
  • am Tag vor dem Brunch, 2-3 Stunden Aufbau (Tische decken, Gottesdienstraum vorbereiten)

Der Vorbereitungsaufwand reduziert sich mit wachsender Erfahrung

Realization

Der Gottesdienst wird vom Gottesdienstteam, Jugendlichen aus der Gemeinde u.a. mit der Pfarrerin gemeinsam gestaltet:
Wir feiern mit den Familien, Kinderchor und Kindergottesdienstkindern einen bunten Gottesdienst mit vielen Liedern, einer Geschichte, einer kurzen Auslegung, mit Szenen oder Materialien, die das Thema veranschaulichen, oft auch mit der Möglichkeit, dass sich Gottesdienstbesucher einbringen (auf der Anmeldung kann man Gedanken zum Thema des Gottesdienstes äußern, diese werden in den Gottesdienst aufgenommen). Zum Schluss bekommen alle Gottesdienstbesucher ein kleines Erinnerungsgeschenk, das zum Thema passt.

Anschließend gibt es Brunch im Gemeindesaal. Die Tische sind einladend gedeckt, ein Caterer hat warme Speisen gebracht, Salate und Nachtisch werden von den Teilnehmenden und Vorbereitenden mitgebracht, Getränke stellt die Gemeinde. Von Erwachsenen wird ein Unkostenbeitrag von 5€ erbeten, Kinder bezahlen nichts.

Während die Erwachsenen in Ruhe essen und sich unterhalten können, lädt das Kinderbetreuungsteam die Kinder ein, zum Thema des Tages zu basteln, zu spielen, zu malen- hier wird auch die Kirche als „Kinderraum“ einbezogen.

Im Gemeindesaal liegen Rückmeldezettel und Stifte bereit, wo Besucher die Gelegenheit haben, Lob und Kritik zu äußern, Themenvorschläge für den nächsten Brunch zu machen oder sich als interessiert zur Mitarbeit zu melden.

Wrap up & follow-up actions

Nach der Durchführung des ersten Brunches traf sich das Team, um Rückmeldezettel zu sichten und das Projekt nachzubesprechen.
Es wurde beschlossen, weitere Family-Brunches anzubieten und verabredet, wann mit der Vorbereitung begonnen werden sollte.
Als Thema wurde ein Vorschlag ausgewählt, der aus dem Kreis der Besucher kam.

Effect / experience

Menschen aus der Altersgruppe der 30-50 jährigen haben unsere Gemeinde wahrgenommen und sind unserer Einladung gefolgt. Sie haben sich im Gottesdienst und beim Brunch wohlgefühlt und sind gerne wiedergekommen. Manche haben sich für andere Bereiche unserer Gemeinde interessiert, sie singen inzwischen in einem unserer Chöre mit, arbeiten im Brunchteam mit, sind Kirchenvorsteher geworden. Auch im „normalen“ Gottesdienst ist diese Altersgruppe inzwischen deutlich mehr präsent als zuvor
Unsere Gemeinde wird auch über die Gemeindegrenzen Altenstadts hinaus als „familienfreundlich“ und aktiv wahrgenommen. Andere Gemeinden interessieren sich für das Projekt und führen es z.T. für ihre Gemeinden angepasst durch. Die Familiengottesdienste wurden teilweise veröffentlicht.
Unsere Gemeinde ist offener, einladender geworden.

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