Zeit zum Essen – Zeit für Begegnung

Author
a geistreich member
Created at: 2012-09-16
Last major update at: 2012-09-16
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Menschen in Armut
Institutions
Evang. Auferstehungsgemeinde Mainz in Mainz and Ev. Wohnungslosenhilfe in Mainz
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: ca. 5 - 6 Gespräche, verteilt über 4 - 5 Monate
Execution: 4 Personen, jeweils 4 - 5 Stunden
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Gemeinsames Essen

Abstract

Einmal im Monat schaffen wir – Mitarbeitende aus der Auferstehungsgemeinde und von der Evangelischen Wohnungslosenhilfe —, an einem Samstag Begegnungsmöglichkeiten mit Wohnungslosen und von Armut betroffenen Menschen, indem wir für sie kochen und miteinander essen. Es wird stets ein Menu mit 3 Gängen - Vorspeise, Hauptgericht, Dessert - bereitet, was dem gemeinsamen Essen einen besonderen Charakter gibt und Wertschätzung ausdrückt. Ein Impuls bringt die Situation der Teilnehmer mit dem christlichen Glauben in Verbindung und soll deutlich machen, dass die Zuwendung Gottes auch ihnen gilt.

Situation / context

Zu unserem Gemeindegebiet gehören zwei Einrichtungen der Evanglischen Wohnunglosenhilfe Mainz. Hier sehen wir als Gemeinde den Anknüpfungspunkt und unsere Verantwortung, Möglichkeiten zur Begegnung zu schaffen. Das Kochen und die Begegnung findet einmal monatlich samstags in den Räumen der Ev. Wohnungslosenhilfe statt, wo sich der Tagesaufenthalt befindet, der samstags normalerweise nicht geöffnet ist.

Goals

  1. Wohnungslosen ein qualitativ hochwertiges Essen ermöglichen.
  2. Begegnungsmöglichkeiten zwischen Wohnungslosen und Gemeindegliedern ermöglichen.
  3. Verständnis und Wertschätzung füreinander entwickeln.
  4. Durch Tat und Wort deutlich machen, dass die Zuwendung Gottes auch den Wohnungslosen gilt.
  5. Möglichkeiten für Gemeindeglieder für "praktische" Mitarbeit schaffen.

Reflection / background

Im neuen Kirchenvorstand haben wir überlegt, die diakonische Dimension unserer Gemeinde zu stärken. Dieser Bereich ist bisher nicht so gut strukturiert und aufgebaut, wie andere Lebenfelder unserer Gemeinde. Als diakonische Handlungsfelder haben wir zunächst Diakonie durch Besuche, Unterstützung von Famlien mit Kindern und Wohnungslose identifiziert. In einem neu geschaffenen Diakonieforum kommen Engagierte und Interessierte zwei Mal im Jahr zum Austausch und für Verabredungen zusammen. Für das Handlungsfeld Wohnungslose haben wir zunächst ein Projekt "Lebensmittelregal" realisiert - durch die Kooperation mit der Evangelischen Wohnungslosenhilfe ist daraus als nächster Schritt das hier beschriebene Kochprojekt entstanden. Wichtig ist, dass wir die Wohnungslosen für dieses Essen nicht zu uns in die Gemeinde einladen, sondern sie aufsuchen. Diese Geh-Struktur (aufsuchende Gemeinde) hat sich bewährt. Natürlich ist es der konsequente Folgeschritt, die Menschen, die wir kennenlernen, anschließend auch in die Gemeinde einzuladen.

General information on realization

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Preparation

Das Projekt wurde in mehren Gesprächsphasen konkretisiert. Dabei wurden sowohl die Intension des Vorhabens als auch die praktischen Fragen erörtert. Die erforderlichen Klärungen mit der Evangelischen Wohnungslosenhilfe konnten schnell erreicht werden.

Wir sind gestartet, als ein Kernteam von 3 Personen verbindlich feststand - weitere Personen haben in der Startphase signalisiert, dass sie temporär mithelfen würden. Wir haben verabredet, das Projekt 1 Jahr durchzuführen, um dann auszuwerten und zu überlegen, wie es weitergeht.

Die finanziellen Mittel hat der Kirchenvorstand aus dem Diakoniefonds der Gemeinde zur Verfügung gestellt.

Realization

Für jedes Treffen

  1. Festlegung des Speiseplans
  2. Erstellen einer Einkaufsliste
  3. Einkaufen (in unserem Fall erfolgt dies durch Mitarbeiter der Ev. Wohnungslosenhilfe)


Durchführung

  • Beginn zum Kochen: 9:00 Uhr - wichtig: klare Aufgabenverteilung
  • Begrüßung, kurzer Impuls,gemeinsames Essen: ca. 12:00 Uhr
  • Aufräumen: bis 14:30 Uhr
  • Gespräche: manchmal bis 16:00 Uhr, meistens kürzer

Wrap up & follow-up actions

Erfahrungsaustausch bisher informell, z.B. im Sonntagcafé nach dem Gottesdienst, oder per E-Mail.

Ein ausführliches Austauschtreffen ist für den Oktober / November 2012 geplant.

Effect / experience

Das Projekt wurde von Beginn an gut angenommen. 

  • Einigen tut hauptsächlich das gute Essen und die gute Athmosphäre gut.
  • Von einigen gibt es sehr positive Rückmeldungen auf die eingebrachten Impulse ("Das war heute genau richtig für mich.").
  • Das Projekt wird als eine Aktion von Christen der Auferstehungsgmeinde wahrgenommen.
  • Einige sind dankbar, dass sich Menschen für ihre Lebensgeschichte interessieren.
  • Manche Aussage zum Glauben muss anders und neu formuliert werden - eine große Herausforderung.

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      Essen und Kochen in der Gemeinde ist gemeinschaftsstiftend und lässt oft zwanglos wunderbare Gespräche entstehen.
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    • Tafel
      Tafeln und Essensangebote für Bedürftige - sozialer Kontakt und Wärme stehen im Vordergrund.
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