Trauerseelsorge

Author
a geistreich member
Created at: 2012-09-16
Last major update at: 2012-09-16
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Bestattung, Gedenkgottesdienst, Seelsorge und Kasualien, Bestattung, Gedenkgottesdienst, Seelsorge und Kasualien
Institutions
Dekanat Darmstadt Land in Ober Ramstadt
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: no information
Execution: je 0,5 Stelle (2x 20 Wochenstunden)
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Abstract

Die Trauerseelsorge im Dekanat Darmstadt-Land ist ein Seelsorgeangebot, das über die Gemeinde-und Dekanatsgrenzen hinaus geht und sie bietet diesen Raum für alle, die nicht alleine bleiben wollen in ihrer Trauer. Hier gibt es die kostenfreie Möglichkeit mit einer Trauerbegleiterin zu reden, sich in einer Gruppe auszutauschen, an einem Gedenkgottesdienst teilzunehmen, Literatur zur Trauer auszuleihen oder eine der Veranstaltungen zu besuchen.

Fachberatung Trauerseelsorge in der EKHN

bietet Hilfestellung und Beratung im Umgang mit Trauernden, informiert über Trauer, erarbeitet zusammen Möglichkeiten der Begleitung in Gemeinde, Dekanat, Besuchsdienst, Jugendgruppe, Schule, Kindertagesstätte, Altenheim, Krankenhaus, Hospizgruppe

Situation / context

Die Lage
In einer Zeit der Macher und des Machbaren, einer Gesellschaft mit hohen Anforderungen an Leistungsfähigkeit, Unkompliziertheit und Fröhlichkeit ist es schwer geworden, da anzuhalten, wo nichts mehr zu machen ist, der Spaß vorbei ist. Zeiten der Ohnmacht verunsichern zutiefst, demonstrieren sie doch allzu augenfällig Schwäche und menschliche Begrenztheit.

Abschied, Trennung und Tod löst bei denen die zurückbleiben, fast immer eine tiefe seelische Krise aus, eine Grenzreaktion, die verstört, bedroht und aufs äußerste belastet. Trauer ist die Antwort des Menschen auf eine schwere seelische Verletzung, die ihn in seinen Wurzeln trifft. Da Trauer sich elementar ausdrücken will, wird sie von Trauernden wie deren Umfeld als bedrohlich erlebt. Diese „verrückten“ Menschen werden mehr und mehr aus dieser Gesellschaft ver-rückt. So gehören Sterben, Tod und Trauer zu den letzten Tabuthemen in unserer Gesellschaft. In dem Maße aber, in dem einzelne und die Gesellschaft „versagen“, ist Trauerbegleitung zunehmend wichtig geworden. Sie muss wieder mehr als eine der ersten Aufgaben der Gesellschaft bezeichnet werden, auch oder gerade in der Kirche.

In Krisensituationen wird  eine Institution gesucht, die Halt verspricht, deren Aufgabe es ist, für Menschen da zu sein, die aus der Gesellschaft gefallen sind.

Trauer ist eine Krisensituation  - nicht nur zum Zeitpunkt des Todes und der Bestattung. Trauer geht weiter, oft Jahre. Glaube oder auch Nichtglaube wird in Frage gestellt. Die Fragen nach dem Sinn des Lebens, nach Leid und Tod gewinnen an Bedeutung.

Die Konsequenz
Trauernde  brauchen Unterstützung, einen geschützten Raum, in dem sie so sein dürfen wie sie sind. Wo sie nicht funktionieren und sich zusammenreißen müssen. Wo sie erfahren, dass das Gefühlschaos, in dem sie sich erleben und manchmal sich selbst fremd sind, das ganz normale Chaos der Trauer ist und es anderen Betroffenen genauso ergeht. Es ist wichtig, einen Ort zu haben, an dem Fragen und Nöte offen ausgesprochen werden dürfen.

Trauer auszuhalten, sie zuzulassen, ihr einen angemessenen Rahmen zu geben, bedeutet eine schwere Lebenskrise hilfreich zu gestalten, damit das Leben wieder ent-deckt werden kann.

Gerade hier muss Kirche sichtbar sein, an der Schnittstelle von Tod und Leben, und sie ist es auch in vielen Gemeinden, bei Beerdigungen und Besuchen. Aber sie muss auch da präsent sein, wenn die Bestattung vorbei ist und die lange Trauer erst beginnt, wenn Menschen, die sich mühsam in einer für sie veränderten Welt zurrecht finden müssen, Begleitung brauchen.

Es ist aber auch wichtig, denen Hilfestellung zu geben, die mit Trauernden zu tun haben, sie begleiten in ihrem privaten oder Beruflichen Umfeld.

Goals

Die Idee
Das Büro für Trauerseelsorge soll ein Ort sein, zu dem Trauernde kommen können, an dem sie „erste Hilfe“ erhalten aber auch längere Begleitung in einem lebensbejahenden Raum, an dem sie einfach ankommen bei Menschen und sich selbst. Trauerseelsorge bedeutet, da zu sein für die Frage nach dem Warum, nach Gott, das Spektrum vielfältiger Gefühle auszuhalten, Ressourcen zu ent-decken  und neue Perspektiven zu entwickeln. Sie bietet Raum für Gespräche, Begegnungen mit anderen Trauernden, Rituale, informiert, schafft Möglichkeiten Trauer auszudrücken und nimmt so den ganzen Menschen in seiner Not wahr und ernst. Die Trauerseelsorge arbeitet über ihre Grenzen hinaus, d.h. sie fragt weder nach Dekanatsgrenzen, nach Konfession noch Kirchenzugehörigkeit. Sie ist einladend für jeden Menschen, der Hilfe sucht. Dies gilt für Trauernde jeden Alters.

Die Fachberatung Trauerseelsorge in der EKHN soll Hilfe bieten im Umgang mit Trauernden durch Beratung, Weiterbildung oder Fortbildung, sowie Trauerbegleitende unterstützen und vernetzen.

 

Reflection / background

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General information on realization

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Preparation

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Realization

Die Aufgaben

Trauerseelsorge im Dekanat Darmstadt-Land:

  • Begleitung trauernder Erwachsener und Jugendlicher in Einzelgesprächen
  • Unterschiedliche Gruppen für Trauernde nach unterschiedlichen Verlusten
  • Sonntagstreff
  • Ausflüge, Schreibwerkstatt, …
  • Ausleihe von Büchern zur Trauer
  • Gedenkgottesdienste


Fachberatung in der EKHN:

  • Fort und Weiterbildungsangebote
  • Vorträge
  • Unterstützung im Aufbau von Trauerseelsorgeangeboten
  • Vernetzung in der Trauerbegleitung
  • Informationsbörse
  • Bibliothek


Angeschlossen an das Zentrum: Seelsorge und Beratung.

Wrap up & follow-up actions

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Effect / experience

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Adopted and refined

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