KAPro – Vernetzung in der Konfirmandenarbeit

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a geistreich member
Created at: 2012-09-17
Last major update at: 2012-09-17
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Konfirmandenarbeit
Institutions
Dekanat Weilburg in Weilburg
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: no information
Execution: no information
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Lichter

Abstract

In den Jahren 2011 und 2012 haben 17 Kirchengemeinden des Evangelischen Dekanats Weilburg als Teil ihrer Konfirmandenarbeit für insgesamt 150 KonfirmandInnen fünf gemeinsame Großveranstaltungen durchgeführt.

Situation / context

Wir sind eine ländliche Region, in der sich die Konfirmandenarbeit bislang weitgehend auf die jeweils eigene Gemeinde beschränkte. Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden war aufgrund größerer Entfernungen zwischen den einzelnen Orten nur punktuell möglich, eine kontinuierliche Vernetzung über ein ganzes Konfirmandenjahr hinweg schwierig.

Goals

Das Projekt KAPro sollte alle Beteiligten (PfarrerInnen, KonfirmandInnen, Kirchenvorstände, Konfirmandeneltern) miteinander vernetzen. Die Konfirmandenarbeit der beteiligten Gemeinden sollte durch besondere Highlights bereichert werden. Ehrenamtliche MitarbeiterInnen sollten neu oder wieder gewonnen werden – sowohl für das Projekt selbst (z. B. aus den Reihen der Konfirmandeneltern) als auch für die Jugendarbeit des Dekanats allgemein (z. B. aus den Reihen der beteiligten KonfirmandInnen).

Reflection / background

Das Projekt ermöglicht den Beteiligten einen Blick über den eigenen Kirchturm hinaus und zeigt, dass Kirche mehr ist als nur die eigene Gemeinde. Damit trägt es auch zur Stärkung des Dekanatsprofils bei. Darüber hinaus fördert es eine fruchtbare Verknüpfung unterschiedlicher theologischer Überzeugungen, die die Mitarbeitenden mitbringen, und ermöglicht damit, die Vielfalt der Reformation neu zu entdecken. Schließlich werden mit dem Projekt angesichts sich verändernder Rahmenbedingungen durch Ganztagsschule, G8 etc. Perspektiven für eine künftige Konfirmandenarbeit entwickelt.

General information on realization

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Preparation

Ausgangspunkt war die Analyse der bestehenden Konfirmandenarbeit in den Gemeinden, deren Ergebnis der Wunsch nach verstärkter kontinuierlicher Zusammenarbeit bzw. Vernetzung der Arbeit war. In ersten planerischen Schritten wurde der Rahmen des Projekts (fünf Großveranstaltungen) abgesteckt. Die einzelnen Events wurden dann in Kleingruppen weiter vorbereitet. Parallel dazu wurden die Kirchenvorstände der beteiligten Gemeinden sowie die Konfirmandeneltern mit zentralen Infoabenden über das Vorhaben informiert und um Zustimmung gebeten. Alle Gemeinden kümmerten sich um MitarbeiterInnen, die vor den Veranstaltungen jeweils geschult und eingeteilt werden mussten.
Zeitaufwand: ca. 1 Jahr

Realization

Die fünf Veranstaltungen fanden zwischen Juni 2011 und Februar 2012 statt. Im Einzelnen waren dies:

  • „Hochseilgarten – Vertrauen üben“: Mit drei High-Events (Kings-X, Team-Beam und Pole) sowie mehreren Low-Events konnten die KonfirmandInnen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und in die (sichernde) Gruppe erleben. Die Events wurden in Auswertungsrunden mit dem Alltag und dem Glauben der KonfirmandInnen verknüpft (Ganztagesveranstaltung – wegen der beschränkten Kapazität des Hochseilgartensauf zwei Termine mit je 70/80 KonfirmandInnen verteilt).
  • „Psalmwanderung – den 23. Psalm erleben“: Insgesamt 10 Stationen, die zu erwandern waren, boten den KonfirmandInnen die Möglichkeit, die einzelnen Verse des 23. Psalms nachzuerleben (Ganztagesveranstaltung).
  • „Kirche und Diakonie – Hephata“: Eine Tagesfahrt zu den Hephata-Festtagen in Schwalmstadt-Treysa, die den KonfirmandInnen einen Einblick in die diakonische Arbeit der Kirche boten. Die KonfirmandInnen von insgesamt fünf Gemeinden nahmen darüber hinaus am integrativen Zeltlager auf den Hephata-Festtagen teil (Ganztagesveranstaltung bzw. 2-Tagesfahrt)
  • „Reformation – Auf den Spuren Luthers“: Am Beginn dieser dreiteiligen Veranstaltung stand ein gemeinsamer Besuch in einem eigens angemieteten Kino, um den Film „Luther“ zu sehen (Nachmittagsveranstaltung). Dem schloss sich eine Tagesfahrt nach Worms mit Stadtführung an (Ganztagesveranstaltung). Der dritte Teil bestand aus einer „Church-Night“, bei der verschiedene Stationen Einblicke in die Geschichte der Reformation ermöglichten (Abendveranstaltung).
  • „Abschluss – Nacht der Lichter“: Mit der Feier einer „Nacht der Lichter“ (Taizé), der einige Stationen vorangestellt waren, in denen es sowohl um die Vorbereitung der Schlussveranstaltung als auch um den Ausblick über die Konfirmandenzeit hinaus ging (Vorstellung der Jugendarbeit im Dekanat), wurde die Reihe der gemeinsamen Großveranstaltungen abgeschlossen (Abendveranstaltung).

Zeitaufwand: Insgesamt neun Monate (Juni 2011 – Februar 2012), in denen vier Tages- und drei kürzere Veranstaltungen stattfanden.

Wrap up & follow-up actions

Das Projekt wurde parallel zur Durchführung und nach Abschluss in der Vorbereitungsgruppe genau analysiert und sehr selbstkritisch reflektiert. Diese Auswertung mündete in die Planung eines 2. Durchgangs im Konfirmandenjahr 2012/2013 und dessen veränderter programmatischer Gestaltung („Kick-off“ – Gottesdienst, Konfirmandentag in der Jugendkirche St. Peter, Hochseilgarten, Winterwanderung mit biblischen Geschichten, Konfi-Party in der Jugendkirche St. Peter).

Effect / experience

Durch das Projekt KApro hat in den beteiligten Kirchengemeinden die Wahrnehmung von Kirche in der Region verändert („Wir sind mehr als nur die eigene Gemeinde“). Die Kirchenvorstände und auch die Konfirmandeneltern wurden für die Chancen und Probleme der Konfirmandenarbeit in unserer Region sensibilisiert, ein Problembewusstsein hinsichtlich der künftigen Gestaltung der Konfirmandenarbeit wurde geweckt. Ehrenamtliche MitarbeiterInnen konnten in großer Zahl und zum Teil auch über das Projekt hinaus gewonnnen bzw. neu motiviert werden. Die Mitarbeitenden konnten vielfältige neue Erfahrungen gewinnen, beispielsweise hinsichtlich der Chancen vernetzter Arbeit oder auch hinsichtlich der ganz eigenen Dynamik von Großgruppen.

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