Bienenturm der Wartburgkirche in Frankfurt

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Created at: 2012-09-18
Last major update at: 2015-12-16
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Deutsch (Original, currently shown)
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Frieden, Gerechtigkeit, Schöpfung
Institutions
Wartburgkirche in Frankfurt
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Bienenturm

Abstract

Seit April 2010 befinden sich im Kirchturm der Wartburgkirche mehrere Bienenstöcke, die von einem Hobbyimker betreut und gepflegt werden. Ursprünglich als Projekt für einen Sommer gedacht, sind die Behausungen der Bienenvölker inzwischen zu einer festen Einrichtung geworden und gehören zum Turm der Wartburgkirche hinzu. Der Bienenturm ist weithin sichtbar und ist zu einem der Wahrzeichen unserer Gemeinde geworden. Inzwischen ist die Gemeinde mit einer eigenen "Imkerei" ausgestattet und kann so in diesem Jahr zum dritten Mal den köstlichen und begehrten "Turmhonig" anbieten.

Situation / context

Vor einigen Jahren wurde in den Medien von einem großen Bienensterben berichtet, dass sich weltweit ausbreitete und in Nordamerika und Europa bereits die Obsternte und andere Bereiche der Landwirtschaft gefährdete. Vor allem die Verwendung von Pestiziden, aber auch die auf Monokulturen ausgerichtete Landwirtschaft wurden dafür verantwortlich gemacht. Das Zitat von Albert Einstein: "Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ zeigte, wie schwerwiegend die Folgen dieser Entwicklung sein konnten. Da der Lebensraum der Bienenvölker auf dem Lande offensichtlich gefährdet ist, wurden seither in vielen Städten vor allem in Amerika und Europa "Stadtimkereien" gegründet, um diesen Tieren, die für den Fortbestand der gesamten Natur und der Menschheit so wichtig sind, eine neue Heimat zu geben. In den Städten mit ihren Parks, Kleingärten, Friedhöfen und anderen Grünanlagen finden die Bienen oft mehr und bessere Nahrung als auf dem Lande, dass von einigen wenigen Pflanzenarten, wie Raps oder Mais beherrscht wird. "Stadtimkereien" sind daher ein Zeichen für das zunehmende Bewußtsein der Menschen für ihre Umwelt und für die Möglichkeit jedes Einzelnen für unsere Schöpfung einzutreten. Unsere Kirchengemeinde Vor einigen Jahren wurde in den Medien von einem großen Bienensterben berichtet, dass sich weltweit ausbreitete und in Nordamerika und Europa bereits die Obsternte und andere Bereiche der Landwirtschaft gefährdete. Vor allem die Verwendung von Pestiziden, aber auch die auf Monokulturen ausgerichtete Landwirtschaft wurden dafür verantwortlich gemacht. Das Zitat von Albert Einstein: "Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ zeigte, wie schwerwiegend die Folgen dieser Entwicklung sein konnten. Da der Lebensraum der Bienenvölker auf dem Lande offensichtlich gefährdet ist, wurden seither in vielen Städten vor allem in Amerika und Europa "Stadtimkereien" gegründet, um diesen Tieren, die für den Fortbestand der gesamten Natur und der Menschheit so wichtig sind, eine neue Heimat zu geben. In den Städten mit ihren Parks, Kleingärten, Friedhöfen und anderen Grünanlagen finden die Bienen oft mehr und bessere Nahrung als auf dem Lande, dass von einigen wenigen Pflanzenarten, wie Raps oder Mais beherrscht wird. "Stadtimkereien" sind daher ein Zeichen für das zunehmende Bewußtsein der Menschen für ihre Umwelt und für die Möglichkeit jedes Einzelnen für unsere Schöpfung einzutreten. Unsere Kirchengemeinde nimmt mit Freude und Engagement an dieser Bewegung Anteil.nimmt mit Freude und Engagement an dieser Bewegung Anteil.

Goals

Die Evangelische Wartburggemeinde ist in den beiden Frankfurter Stadtteilen Bornheim und Nordend gelegen und verfügt neben der unter Denkmal stehenden Wartburgkirche und dem daneben gelegenen Gemeindehaus, über ein großes Außengelände, das mit einer Vielzahl von Bäumen, Sträuchern und Pflanzen bewachsen ist. Mitten in der Stadt gelegen bildet dieses Gelände somit eine Oase für die verschiedensten Tierarten, wie Igel und Fledermäuse,  Eichhörnchen, Spechte und viele andere Vogelarten. Sogar eine Familie von Waldkäuzchen wurde im vergangen Jahr gesichtet. Schon lange befasst sich die Gemeinde mit dem Gedanken, das Außengelände so umzugestalten, dass diese Tiere auf Dauer eine Heimat in der Stadt finden. Die Einrichtung des "Bienenturms" ist ein erster Schritt in diese Richtung. Die Einrichtung eines "Kirchgartens", in dem die Gemeindegruppen vom Kindergarten bis zu den Senioren eigene Pflanzbeete betreuen können, ist in der Planung. Ein jährlich abgehaltener "Gottesdienst für Menschen und Tiere" reflektiert das Zusammenleben von Menschen und Tieren -und Pflanzen- theologisch. Das Stadt und Land heute keinen Gegensatz mehr bilden müssen, sondern dass die Natur auch in den Städten eine Heimat finden kann und schon gefunden hat, dies zu zeigen und darauf hinzuwirken ist das Anliegen dieses Projektes, der "Arche Wartburg".

 

Reflection / background

Vor einigen Jahren wurde in den Medien von einem großen Bienensterben berichtet, dass sich weltweit ausbreitete und in Nordamerika und Europa bereits die Obsternte und andere Bereiche der Landwirtschaft gefährdete. Vor allem die Verwendung von Pestiziden, aber auch die auf Monokulturen ausgerichtete Landwirtschaft wurden dafür verantwortlich gemacht. Das Zitat von Albert Einstein: "Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ zeigte, wie schwerwiegend die Folgen dieser Entwicklung sein konnten. Da der Lebensraum der Bienenvölker auf dem Lande offensichtlich gefährdet ist, wurden seither in vielen Städten vor allem in Amerika und Europa "Stadtimkereien" gegründet, um diesen Tieren, die für den Fortbestand der gesamten Natur und der Menschheit so wichtig sind, eine neue Heimat zu geben. In den Städten mit ihren Parks, Kleingärten, Friedhöfen und anderen Grünanlagen finden die Bienen oft mehr und bessere Nahrung als auf dem Lande, dass von einigen wenigen Pflanzenarten, wie Raps oder Mais beherrscht wird. "Stadtimkereien" sind daher ein Zeichen für das zunehmende Bewußtsein der Menschen für ihre Umwelt und für die Möglichkeit jedes Einzelnen für unsere Schöpfung einzutreten. Unsere Kirchengemeinde nimmt mit Freude und Engagement an dieser Bewegung Anteil.

 

General information on realization

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Preparation

Kontaktaufnahme mit örtlichen Imkern. Auswahl eines geeigneten Standortes. Anschaffung von Bienenvölkern und Bienenstöcken. Anschaffung von Imkereibedarf, wie Schutzanzügen, Honigschleudern, Smokern, Honiggläsern etc.
Zeitaufwand: Insgesamt zwei Wochen

 

Realization

Aufstellung der Bienenstöcke und während der Hochsaison Betreuung durch einen Imker. Begleitung des Projektes durch die Gemeinde mit Führungen vor Ort, Gottesdiensten, Pressearbeit und dem Verkauf von Honig bei Gemeindeveranstaltungen. Theologische Reflexion des Projektes.
Zeitaufwand: In der Hochsaison für den Imker ein Tag pro Woche

 

Wrap up & follow-up actions

Einbindung des Projektes in einen größeren Kontext: Bewahrung der Schöpfung, Erntedankfest, Sommerfest, Thema Stadt und Land, Natur und Kultur, alternative Landwirtschaft, bewusster Umgang mit Lebensmitteln,

 

Effect / experience

Innerhalb der Gemeinde und im Stadtteil erfährt ein solches Projekt große Aufmerksamkeit. Berichte in der Presse, Berichte in der Gemeindezeitung, Führungen für Gruppen, wie Kindergartenkinder, Schüler, Lehrer, Gemeindegruppen, bieten die Möglichkeit, das Projekt bekannt zu machen und inhaltliche Impulse zu vermitteln. Das Projekt bereitet den Beteiligten und den Besuchern viel Freude. Das Produkt, der "Turmhonig" findet großen Anklang, da die Käufer wissen, woher der Honig stammt und dass er naturbelassen ist. Der Geschmack des Honigs ist dank der Pflanzenvielfalt und Blütenvielfalt, die in der Stadt anzutreffen sind, ausgezeichnet, so dass das Aroma seinesgleichen sucht. Inhaltlich bietet dieses Projekt vielfältige Anknüpfungspunkte, die sich in das Gemeindeleben fortsetzen, bis in den Gottesdienst. Landwirtschaftspolitik und Schöpfungstheologie lassen sich anhand dieses Beispiels gleichermaßen thematisieren.

 

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