Global Youth Village

Author
a geistreich member
Created at: 2012-11-13
Last major update at: 2012-11-13
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Frieden, Gerechtigkeit, Schöpfung, Schulnahe Jugendarbeit
Institutions
Zentrum Ökumene in Frankfurt Am Main
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: no information
Execution: drei Wochen
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Global Youth Village

Abstract

Das dritte Global Youth Village der EKHN fand im Rahmen des Jugendkirchentages in Erbach/Michelstadt statt. Es wurden über 40 junge Erwachsene aus den Partnerkirchen der EKHN erwartet: eine interkulturelle Veranstaltung, die für Toleranz und friedliches Zusammenleben wirbt.

Situation / context

„Die gezielte Einbeziehung von jungen Menschen in die Partnerschaften ist in vielen Gruppen zentrales Thema", diese Erkenntnis war ein Ergebnis der Evaluation der ökumenischen Direktpartnerschaften unserer Landeskirche mit Kirchen in Afrika und Asien aus den Jahren 2003 bis 2004. Im Rahmen einer internationalen Partnerschaftskonsultation im September 2004 wurde diese Aussage bekräftigt und die Notwendigkeit von Jugendaustauschprogrammen formuliert.

Das Anliegen, jungen Menschen einen Zugang zu den Partnerschaften zu ermöglichen, wurde in die Zielvereinbarungen zwischen Kirchenleitung und Zentrum Ökumene aufgenommen und durch internationale Jugendbegegnungen im Rahmen der Direktpartnerschaften der EKHN und durch das „Global Youth Village 2006" während des Jugendkirchentages in Friedberg / Bad Nauheim umgesetzt.

Goals

Im Rahmen des Jugendkirchentages 2012 in Erbach und Michelstadt sollte das Projekt weitergeführt werden und das „Global Youth Village 2012" wurde auf der Grundlage der Erfahrungen der „Global Youth Villages" 2001 und 2006 geplant.

Zu dem zentralen Anliegen, eine internationale ökumenische Jugendbegegnung im Rahmen der Kirchenpartnerschaften der EKHN auszurichten, wurden dezidierte Ziele festgelegt: Das Global Youth Village soll ein Ort sein, an dem junge Menschen aktiv in die bestehenden Partnerschaftsbeziehungen eingebunden werden, an dem die Partnerschaften durch die Süd-Süd- und Süd-Nordbegegnungen vernetzt werden und an dem die ökumenische Kompetenz der jungen Menschen durch die gemeinsamen Erfahrungen gestärkt wird.

Reflection / background

Das Global Youth Village sollte auch dieses Mal eingebunden sein in den Gesamtrahmen eines Jugendkirchentages, wo die TeilnehmerInnen unter dem Thema „Change of life – between Globalisation and Tradition" ihre Lebenswelten einem breiten jugendlichen Publikum vorstellen können. Wo sie ihre Erfahrungen teilen und voneinander lernen können, indem sie sich untereinander und mit den BesucherInnen des Jugendkirchentages austauschen über die eigenen Lebenswelten und Lebensentwürfe und die unterschiedlichen Rollen junger ChristInnen in Kirche und Gesellschaft ihrer Heimatländer. In der Vorbereitung und Vorstellung des „Globalen Dorfes" mit Ausstellungen und phantasievollen Workshopangeboten sollen sie Gemeinschaft auf der Basis gemeinsamer Themen und dem Gestalten und Erleben ökumenischer Spiritualität erfahren können.

General information on realization

Drei Wochen waren die Gäste aus den Partnergemeinden Gäste in unserer Region. Zunächst verbrachten sie eine Woche im Dekanat, anschließend eine Woche in Michelstadt mit Jugendlichen aus allen Partnerregionen zusammen beim Global-Youth-Village auf dem Jugendkirchentag in Erbach. Die dritte Woche verbrachten die jugendlichen Gäste wieder in den Dekanaten und Gemeinden.

Preparation

Die Planung, Vorbereitung und Durchführung des Global Youth Villages lag beim Fachbereich Entwicklung und Partnerschaft im Zentrum Ökumene der EKHN, beim Fachbereich Kinder- und Jugendarbeit im Zentrum Bildung der EKHN, bei den Dekanatsjugendreferenten, VertreterInnen der Jugendarbeit und Partnerschaftsgruppen der beteiligten Dekanate und bei der Projektgruppe Jugendkirchentag 2012.

Zur Vorbereitung des Global Youth Villages kamen die jungen Erwachsenen aus unseren Partnerkirchen mit ihren deutschen Partnern und dem Team des Global Youth Villages in der Jugendherberge Erbach im Odenwald am Montag, den 4. Juni zusammen. Da in Michelstadt, dem Standort des Global Youth Villages, keine geeigneten Unterkünfte vorhanden waren, haben wir uns frühzeitig für die Jugendherberge in Erbach entschieden.

Die Gäste reisten am Vormittag in Erbach an. Sie richteten bereits in der Andacht zur Eröffnung unserer Begegnung den Blick auf unser zentrales Thema des Global Youth Villages „Change of life – between globalisation and tradition". Jeder trug mit einem Gegenstand, der für ihn oder sie das Thema symbolisch darstellte, zu einer vielfältigen und bunten Einstimmung auf die Begegnung bei.

In kleinen Gruppen, in denen die TeilnehmerInnen sich zunächst vorstellen und kennenlernen konnten, erarbeiteten sie in einer ersten inhaltlichen Beschäftigung mit dem Thema gemeinsame Einschätzungen und Unterschiede.

Nachdem am Montag in länderübergreifenden Gruppen allgemeine Statements erarbeitet wurden, wurden die Themen am Dienstag in den jeweiligen Ländergruppen konkretisiert und engagiert diskutiert.

Die Diskussion unter den Fragestellungen:

  • Was sind wichtige Traditionen in meinem Land?
  • Was verändert sich in meinem Land?
  • Welche positiven Auswirkungen hat dieser Wandel?

machte deutlich, wie unterschiedlich die Situationen in den jeweiligen Ländern sind.

Realization

In den nächsten Tagen standen vielfältige Vorbereitungen für die zahlreichen Präsentationen, Workshops, Aufführungen und Konzerte, die die TeilnehmerInnen im „Global Youth Village" und bei der „Nacht der Kulturen" den BesucherInnen des Jugendkirchentages darbieten wollten, im Mittelpunkt der Aktivitäten.
In Michelstadt war das Stadthaus zum "Global Youth Village" umgestaltet worden.

Die gemütlich eingerichteten Ecken im Global Youth Village spiegelten die Länder wider, die sie repräsentieren. Die Informationsstände informieren über die jeweiligen Länder, Menschen und Kirchen. Darüber hinaus gab es Informationen zu Themen wie Klimawandel, Umwelt und Energie, Wirtschaft etc. Weitere Informationsstände informierten über Ökumenische Partnerschaften der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.

Zum Programmangebot gehörten:

  • Kreative Workshops und Diskussionen
  • Andachten („Sing and Pray“)
  • Eine-Welt-Café
  • „Wo ich zu Hause bin“: Junge Menschen aus Afrika, Asien und Europa erzählen aus ihrem Lebensalttag und von ihren Zukunftshoffnungen.
  • Henna malen:„Mehindi“, eine traditionelle indische Bemalung der Hände wird demonstriert und dann gemeinsam ausprobiert
  • „Bollywood-Dance“
  • „Stromtreten im Park“
  • Workshops zum Thema „Wasser- Quelle des Lebens“ und Klimawandel
  • Stoffe bedrucken

Wrap up & follow-up actions

Neben aller Begeisterung und positiven Erfahrungen gab es auch Anteile, über die sich nachzudenken lohnt und die uns Ansporn sein sollten, für ein nächstes Global Youth Village Verbesserungen zu erörtern.

Auch dieses Mal war das Global Youth Village eine Einrichtung des Zentrum Ökumene der EKHN und ist für die TeilnehmerInnen des Jugendkirchentages zu einem Begriff geworden.

Die BesucherInnen des JUKT wurden mit Informationen und Gutscheinen auf das Global Youth Village aufmerksam gemacht und viele fanden den Weg zu den Aktionen und Workshops. In Zukunft sollte dennoch über einen gut erreichbaren Standort mit hohem Wahrnehmungspotenzial nachgedacht werden, damit noch mehr BesucherInnen ihren Weg zum Global Youth Village finden.

Es wird zunehmend schwieriger, geeignete Tandemgruppen zu bilden. Für deutsche Jugendliche und junge Erwachsene ist es nicht einfach, die Gäste während des gesamten Programms zu begleiten, da sie in Schule, Studium oder Arbeit eingebunden sind. Zukünftig könnte das Ökumenische Freiwilligenprogramm hier eine Hilfe sein.

Effect / experience

Das Global Youth Village 2012 war ein Erfolg und eine Bereicherung für den Jugendkirchen-tag und für unsere Kirche. Es wurde als ein fester Bestandteil des Jugendkirchentages wahrgenommen und hat gewissermaßen auch seinen Eindruck auf dem Jugendkirchentag hinterlassen. Highlights waren die Workshops wie Malen mit Henna, T-Shirts bedrucken, Energieerzeugung durch Fahrradfahren, „Begegnung erleben – Grenzen überwinden", die Bibelarbeit, Bollywood Dance, die Nacht der Kulturen und nicht zuletzt die thematischen Diskussionen.

Die kreativen Workshops waren für die TeilnehmerInnen spannender und interessanter und kamen besser an als reine Diskussionsrunden. Während des kreativen miteinander Tuns erfuhren die TeilnehmerInnen viel über das jeweilige Partnerland und seine Besonderheiten.

Für die beteiligten jungen Menschen aus dem Inland und aus dem Ausland und für die Dekanate war das Global Youth Village eine großartige Lernerfahrung im ökumenischen Umfeld. Es bot ein Lernfeld für Toleranz und Gegenseitigkeit. Manche junge Menschen haben Erfahrungen gemacht, die sie in ihrem Leben nie vergessen werden. Damit ist es uns gelungen, junge Menschen für die ökumenische Arbeit zu motivieren.

Es bestand eine sehr gute Kooperation und Zusammenarbeit sowohl zwischen dem Team des JUKTs und Global Youth Village -Team als auch zwischen dem Zentrum Ökumene und den Partnerschaftsausschüssen.

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