Lernen vom Barmherzigen Samariter

Author
a geistreich member
Created at: 2012-11-14
Last major update at: 2012-11-14
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Kinder und Grundschule, Bibelprojekte
Institutions
Ev. Kirchengemeinde Nordhastedt in Nordhastedt
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: no information
Execution: 8 Wochen je 1 ½ Stunden Gruppenarbeit plus Familiengottesdienst
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Lernen vom Barmherzigen Samariter

Abstract

Zwei Kindergruppen aus unterschiedlichen sozialen Milieus (Jungschargruppe einer Kirchengemeinde aus der „sozialen Mittelschicht“ und Kinder, die mit ihren Familien in einer Wohnanlage in einem sog. „sozialen Brennpunkt“ leben) beschaftigen sich anhand des Gleichnisses des Barmherzigen Samariters mit der Frage der Nächstenliebe: „Wer ist mein Nächster?“.

Situation / context

Die Kinder der beiden Gruppen hatten bisher keine Beruhrungspunkte. Die Kinder aus der Jungschar der Kirchengemeinde beschäftigen sich regelmäßig mit biblischen Themen um das Kirchenjahr und nehmen regelmäßig an Angeboten wie z. B. der Kinder-Bibel-Woche, Familiengottesdiensten oder Krippenspielen teil.

Die Kinder, die mit ihren Familien in der Wohnanlage leben, sind von Themen wie Wohnungsnot, Armut, Arbeitslosigkeit, Migration betroffen.

Im Projekt waren Kinder mit christlichem oder muslimischem Glauben sowie Kinder, denen Kirche völlig fremd war. Erstes, altersgerechtes Basiswissen durch den Religionsunterricht in der Schule war erkennbar.

Anzahl der Kinder: 12-14 im Alter von 6-11 Jahren

Goals

Ziel des Projektes ist es, die Kinder für (die Not) ihrer Nächsten zu sensibilisieren und sie zu helfendem Handeln zu ermutigen.

Reflection / background

Stärken: 2 Diakone, 2 (neu geschulte)engagierte Teamerinnen. Die Teamerinnen konnten ihre Ideen und Gelerntes aus der Teamer-Schulung selbständig einbringen und sich dabei „ausprobieren“.
Insgesamt gutes Miteinander aller Verantwortlichen. Gemeinsames Interesse der Eltern beider Kindergruppen an dem Projekt.

General information on realization

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Preparation

Planung, Einkauf von Bastelmaterialien, Elternbrief, Einladung einer Redakteurin zur Veroffentlichung des Projektes in der Landeszeitung und Ev. Zeitung, wöchentliche Reflexion und Abstimmung unter den Verantwortlichen

Realization

1. Woche: Kennen lernen in der Kirchengemeinde (Spiele, Waffeln backen, Globus→ wo komme ich her?)

2. Woche: Kennen lernen in der Wohnanlage (Spiele, Erstes Kennenlernen des Gleichnisses Lk 10, 25-37, Lesung einer vergleichbaren Geschichte durch eine muslimische Mutter aus dem Koran)

3. Woche: Kurzfilm (10 Min.) Barmherziger Samariter und das Gleichnis szenisch spielen

4. Woche: Barmherziger Samariter als (Vertiefung) szenisches Spiel darstellen und auf das Leben der Kinder beziehen

5. Woche: Landkarte zur Zeit Jesu zeigen und erklären, aus Kartons die Landschaft basteln

6. Woche: Landschaft fertig stellen, die Geschichte mit den Figuren spielen, Besuch der Redakteurin der Zeitung, Notfallbeutel fur Kinder basteln - Inhalt: Kindernotrufnummer, Taschentuch, Pflaster)

7. Woche: Bezug des Gleichnisses (Verletzter, Priester, Samariter) in den heutigen Alltag der Kinder, Umrisse der 3 Personen auf Papierrolle zeichnen (liegend, gehend, kniend) und Überlegungen uber die Empfindungen der Personen als Verletzter „am Boden liegend“, als Vorbeigehender und Helfender, Gottesdienstvorbereitung (z. B. Formulierung der Fürbitten durch die Kinder)

Folgender Sonntag: Familien-Gottesdienst; Kollekte für obdachlose Erwachsene, die in der Heider Notunterkunft ankommen.

Während der eineinhalbstündigen Gruppenarbeit wurden gemeinsam in der Pause Kekse gegessen und Saft getrunken. Dabei lernten die Kinder Süßigkeiten der anderen Länder (und u. a. arabisches Fladenbrot) kennen.

Wrap up & follow-up actions

Woche nach dem Gottesdienst: Basteln von Notfallbeuteln fur die erwachsenen obdachlosen Menschen, (die in der Heider Notunterkunft ankommen und ohne Grundausstattung sind).

Füllen der Beutel mit Hygiene- und Pflegeartikeln durch die Mittel der Kollekte.

Dank an die ehrenamtlichen Teamerinnen im Gottesdienst.

Effect / experience

Insgesamt war es fur alle Beteiligten ein gelungenes Projekt, in dem jede/r vom Anderen lernen konnte. Die anfänglichen Hemmungen der Kinder waren schnell abgelegt. Die Kinder brauchten viel Zeit fur inhaltliches Verstehen des Textes und seiner Umsetzung z. B. im szenischen Spiel. In der Durchführung ist hierfür ausreichend Zeit einzuplanen.

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