Klosterwoche

Author
a geistreich member
Created at: 2012-12-12
Last major update at: 2012-12-20
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Gebet und Stille, Leiten und Führen
Institutions
Institut für Engagementförderung des Kirchenkreises Hamburg-Ost - Drei F+ in Hamburg
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: no information
Execution: eine Woche
Votes
one vote
Comments to the document
Dominikanerinnenkloster Jean Baptiste d‘Unterlinden in Orbey / Elsass

Abstract

Haupt- und Ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Kirchen wird in einer Schweigewoche in einem Kloster Gelegenheit gegeben, das eigene Leben und Arbeiten neu zu ordnen und geistlich zu fundieren, sich (neu) der Gegenwart Gottes auszusetzen und in seinem Licht das eigene Leben zu betrachten. 

Situation / context

Die überwiegende Zahl der Teilnehmenden kommt aus dem Großraum Hamburg. und  gehört zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. Es nehmen aber auch immer wieder Menschen aus anderen Konfessionen oder welche mit großer innerer Distanz zur Kirche teil.

Goals

Haupt- und Ehrenamtlichen in der Kirche soll Gelegenheit gegeben werden, das eigene Leben und Arbeiten neu zu ordnen und geistlich zu fundieren, sich (neu) der Gegenwart Gottes auszusetzen und in seinem Licht das eigene Leben zu betrachten.

Reflection / background

Der Klosterwoche liegt die ignatianische Erfahrung zugrunde, dass der Mensch sich „geistlich üben“ kann (Exerzitien/geistliche Übungen nach Ignatius von Loyola). Wie der Mensch durch Sport und körperliche Übungen seinen Körper fit halten kann oder auch besondere Kraft, Gelenkigkeit, Geschicklichkeit usw. entwickeln (einüben) kann, so kann er auch seinen Geist schulen, sich geistlich üben. Wie beim Sport bedarf es hierzu eines festen Entschlusses (Willen), des Einsatzes von Zeit, der Übung von kleinen Schritten unter erfahrener Anleitung und des geduldigen Bemühens.

General information on realization

Es hat sich als sinnvoll erwiesen, in ein ausländisches Kloster (Dominikanerinnenkloster Jean Baptiste d‘Unterlinden in Orbey / Elsass) zu fahren. Wenn man über eine Grenze fährt, lässt man vieles zurück. Die Stundengebete werden dort auf Französisch gehalten, so dass der Betende, der nicht alles versteht, sich nicht unbedingt an der Interpretation einzelner Gedanken festhält.

Preparation

Mit dem Kloster sind Absprachen zu treffen. Außerdem gibt es verbindliche persönliche Vorgespräche sowie einen gemeinsamen Vorbereitungsabend.

Realization

Die überwiegende Zeit wird geschwiegen, um in der Stille, aus größerer innerer Klarheit und Ruhe, sein Leben und Arbeiten, seine Beziehungen zu anderen Menschen und zu Gott zu betrachten, und die Lebenskoordination neu zu bestimmen.
In den betrachtenden oder kreativen Übungen in der Gruppe (morgens)
wird ein biblischer Text die Woche über zunehmend – Vers für Vers – erschlossen.
Durch die innere Auseinandersetzung mit dem Text geschieht eine Korrektur, Weiterführung und Bereicherung der persönlichen Fragen und Themata, welche die/der Einzelne aus ihrem/seinem Alltag mitbringt.
Tägliche persönliche Einzelgespräche mit einer/einem erfahrenen BegleiterIn sollen
den Übenden auf seinem Weg durch die Tage und durch die inneren Auseinandersetzungen begleiten. Maß, Richtung und Tiefe der Gespräche bestimmt der Übende.
Der Begleiter/die Begleiterin stellt Fragen, die weiterhelfen und regt den Übenden zu
kreativen Tätigkeiten an (Malen, Töpfern, Bildhauen, Tagebuchschreiben usw.)
Hilfestellungen und Übungen zu den Körperhaltungen, Meditationsformen, der inneren Stille, dem persönlichen Gebet, der Wahrnehmungsfähigkeit usw. werden je
nach Bedarf gegeben.
Inhaltlich wird der/die Übende zu Schritten auf einen Weg eingeladen, der verschiedene Dimensionen hat:
a) Sinnlich:

  • löst sich der Übende befristet von seinem Alltagsbetrieb und begibt sich in eine Distanz, welche Übersicht und Orientierung erlaubt;
  • vom alltäglichen Lärm- und Wortgeschwalle führt der Weg in die Stille, die jeden äußeren und inneren Ton und jedes äußere und innere Wort besonders hörbar macht;
  • von einer (vielleicht notwendigen) Betäubung im Alltag (TV, Bücher, Musik, Drogen, Schlaf, Arbeit etc.) führt der Weg in eine zunehmende Wachheit und Sensibilisierung aller Sinne.

b) Persönlich:

  • führt der Weg von der (ehrlichen) Wahrnehmung der dunklen, leidenden, schmerzenden Seite der eigenen Persönlichkeit und des Alltagslebens zum inneren Durchspielen und Durchspüren von Schritten, die weiterführen können.

Wrap up & follow-up actions

---

Effect / experience

Die Teilnehmenden sind zu 2/3 Frauen.

Adopted and refined

    Connected content

    • Thumb_article-default-image
      Viele Projekte gründen ein Kloster oder suchen Klöster auf.
      This article is visible for all internet-users.
      from a Geistreich-member
    • Spirit
      Das Wort Spiritualität wird häufig als Containerbegriff genutzt. Alles, was mit persönlichen Glaubenserfahrungen, Glaubenswegen, Sinnsuche und eigener Frömmigkeit zu tun hat, wird mit diesem Begriff umschrieben. Spirituell leben bedeutet landläufig, dass das Leben durch eigene Glaubenserfahrunge...
      This article is visible for all internet-users.
      from a Geistreich-member
    • Ruhe
      Wo Kirchengemeinden oft von einem Projekt zum nächsten hetzen, sind Räume der Stille heutzutage immer wichtiger.
      This article is visible for all internet-users.
      from a Geistreich-member

    geistreich video

    Hide Video