Tage der offenen Gemeinde (interreligiös)

Author
a geistreich member
Created at: 2013-03-11
Last major update at: 2013-03-11
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Interreligiöse Begegnungen
Institutions
Ev.-luth. Kirchengemeinde Bad Segeberg in Bad Segeberg
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: no information
Execution: no information
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Tage der offenen Gemeinde

Abstract

In einer Kreisstadt mittlerer Größe öffnen verschiedene Religionsgemeinschaften für jeweils einen Sonntag ihre Türen füreinander und zeigen einander ihre Gebets- und Gottesdiensträume.  In der betreffenden Gemeinde in Bad Segeberg stand der Besuch der jüdischen Gemeinde am ersten Sonntag, der der muslimischen Gemeinde am zweiten und der der christlichen Gemeinden am dritten Sonntag auf dem Programm.

Situation / context

Die Projektbeschreibung basiert auf der Schilderung durch Pastorin Ursula Sieg, in: Gute Nachbarschaft leben. Informationen und Beispiele zur Förderung des christlich-islamischen Dialogs in der Nordkirche,  61f.

Goals

  • Abbau von Hemmschwellen und Berührungsängsten
  • Kennenlernen des Anderen /Fremden als eines religiös verbundenen Menschen
  • Stärkung der nachbarschaftlichen Kontakte und Bindungen im Stadtteil/in der Region
  • Erweiterung des ökumenischen und interreligiösen Weltverständnisses

Reflection / background

Die direkte Begegnung kann durch nichts ersetzt werden. Selbst wenn im Zuge einer solchen religionsübergreifenden Begegnung manche Fremdheitserfahrungen zunächst noch zunehmen können, gibt es auf lange Sicht keine Alternative zu einer solchen Begegnung. Man kann sich nur vertraut machen, was man zuvor kennengelernt, gesehen, erfahren und entdeckt hat. In diesem Sinne ist eine Entdeckungstour in die religiöse Welt der Anderen ein Abenteuer, ein Wagnis und ein in jedem Fall  unvergessliches Erlebnis.   

General information on realization

Treffen der verantwortlichen Gemeindeleiter/innen im Vorfeld der Sonntage. Festlegung der Sonntage und der Reihenfolge der Besuche. Die Zeiten sollten so gewählt werden, dass  der sonntägliche Gottesdienst nicht entfällt, sondern interessierte Nichtchristen daran teilnehmen können. Am Besten eignet sich eine Führung und Gespräch im Anschluss an die Gottesdienstzeiten, so dass auch noch Gemeinde dabei sein kann. Für den Besuch des muslimischen Gebetsraums bietet sich ebenfalls eine Zeit rund um das Mittagsgebet an, wobei je nach Verhältnissen vor Ort auch eine gastweise Teilnahme am Gebet durch Nichtmuslime erwogen werden kann.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter
http://interreligioes.com/Festschrift_2011.pdf .

Preparation

Jeder Besuchsort muss sich eine Person überlegen, die eine kleine Führung durch die jeweiligen Räumlichkeiten geben kann und für Rückfragen zur Verfügung steht.  Außerdem braucht es ein Team von Personen, das einen gastfreundlichen Rahmen schafft, z.B. durch Getränke, Snacks etc., die mit Rücksicht auf unterschiedliche Ernährungsgewohnheiten vorher sehr genau abgesprochen werden sollten. Die Besuchsreihe sollte einen entsprechenden Vorlauf haben, um in örtlichen und gemeindlichen Ankündigungen darauf hinweisen zu können.   

Realization

Zur vereinbarten Zeit  treffen sich an den aufeinanderfolgenden Sonntagen jeweils Menschen verschiedener Religionszugehörigkeit an einem religiösen Ort, um dort etwas über die Glaubenstradition und –praxis einer anderen Religionsgemeinschaft zu erfahren.  Bei Besuch und Gastfreundschaft ergeben sich vielfältige Anknüpfungspunkte für Gespräch und Austausch.

In der betreffenden Gemeinde in Bad Segeberg stand der Besuch der jüdischen Gemeinde am ersten Sonntag, der der muslimischen Gemeinde am zweiten und der der christlichen Gemeinden am dritten Sonntag auf dem Programm.

Wrap up & follow-up actions

Die leitenden Personen der jeweiligen Religionsgemeinschaften, die an dem Programm beteiligt waren, treffen sich nach Abschluss der Veranstaltungsreihe noch einmal zur Auswertung und geben einander Auskunft über die Reaktionen, die sie aus ihrer jeweiligen Gemeinschaft erhalten haben. Es kann überlegt werden, das Format nach Ablauf eines Jahres zu wiederholen oder ggf. zu variieren

Effect / experience

Alle, die sich an mindestens einem der Sonntage zu einem Besuch einer anderen religiösen Stätte auf den Weg gemacht haben, nehmen die Erfahrung religiöser Vielfalt in ihren Alltag mit hinein.  Wann immer die Rede auf „die“ Muslime, „die“ Juden oder „die“ Christen zu sprechen kommt, stellt sich die Wahrnehmung ein, dass man selbst schon einmal gastfreundlich dort aufgenommen worden ist und Begegnungen mit dieser anderen Spiritualität machen konnte. Das hinterlässt Spuren und kann helfen, Vorurteile ab- bzw. gar nicht erst aufzubauen.  

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