KirchenWeb: Vorstellung eines Gemeindemanagementsystems

Author
a geistreich member
Created at: 2013-07-15
Last major update at: 2013-07-17
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Öffentlichkeits- und Pressearbeit, Internetauftritt und Newsletter, Neue Medien und Web 2.0, Gemeindeleitung, Organisationsentwicklung, Sekretariat
Institutions
KirkeWeb Ap/S in Kopenhagen
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: 1-6 Monate
Execution: Fortlaufend
Votes
one vote
Comments to the document
Von 8 Eingaben zu einem Klick

Abstract

Das KirchenWeb ist als erstes ausgewachsenes Gemeindemanagementsystem in Deutschland eine Antwort auf viele Sorgen und Probleme, mit denen Menschen bei der Arbeit in ihren Gemeinden tagtäglich konfrontiert werden. Durch die Reduzierung von Doppeleingaben, der Integration von Öffentlichkeitsarbeit und interner Kommunikation und durch die engmaschige Betreuung unserer Gemeinden, gehen wir einen ganz neuen Weg, der vielen Gemeinden eine vernünftige Arbeit mit den neuen Medien erst ermöglicht.

Situation / context

In den Kirchengemeinden spielt das Thema Internet eine immer wichtigere Rolle. Ein wichtiger Teil der Kommunikation findet heute in den neuen Medien statt, sei es in sozialen Netzwerken, über klassische Foren und Internetseiten, oder per SMS und andere Kommunikationsdienste. Die Kirchengemeinden müssen heute also neben der Kommunikation mit den klassischen Zielgruppen via Gemeindebrief und andere Drucksachen auch Strategien dafür entwickeln, wie junge Menschen und internetaffine Zielgruppen für die Gemeindearbeit begeistert werden können. Gleichzeitig stehen die Kirchengemeinden auch bei der internen Organisation vor immer neuen Herausforderungen. Gemeinden werden durch Fusionen immer größer und es stehen auf Grund von Einsparungen immer weniger Mitarbeiter für die Gemeindearbeit zur Verfügung.

Effektives Planen und Kommunizieren

Gerade in diesem Kontext ist es schade, wenn Ressourcen durch mangelnde Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Ehrenamtlichen verloren gehen. Bei der Vorbereitung von Aktivitäten verpufft oft viel Zeit durch unnötige Arbeitsschritte. So werden oft viele Kalender und Pläne parallel geführt und die Öffentlichkeitsarbeit besteht aus vielen Teilbereichen, die nicht ausreichend miteinander integriert sind. So müssen zum Beispiel für die Planung eines Gottesdienstes viele Menschen informiert werden. Der Organist benötigt die Liednummern und der Küster gezielte Hinweise für die Vorbereitung. Es muss irgendwo festgehalten werden, dass Räumlichkeiten durch den Gottesdienst belegt sind, z.B. die Kirche, damit die Orgelschüler wissen, dass sie nicht üben können, und Küche und Gemeindesaal für den anschließenden Kirchenkaffee. Natürlich muss der Termin im Gemeindekalender im Kirchenbüro festgehalten werden und schließlich müssen die verschiedenen Verantwortlichen der Öffentlichkeitsarbeit unterrichtet werden, damit der Gottesdienst im Gemeindebrief, auf der Internetseite, im Schaukasten und vielleicht auch in den sozialen Medien dargestellt wird.

Doppeleingaben und unnötige Arbeitsschritte

Diese Vielzahl an Arbeitsschritten wird in Kirchengemeinden jeden Tag tausende Male ausgeführt und ist mit einer Vielzahl an vergeblichen Telefonanrufen und unnötigen E-Mails verbunden. Außerdem geht die Planung mit einer Vielzahl von Doppeleingaben einher, wenn Termine im Gemeindekalender, in Raumplänen, auf der Internetseite, im Gemeindebrief etc. festgehalten werden müssen, was mitunter auch zu Fehlern führt.

Ehrenamtliche und die neuen Medien

Viele potentielle Ehrenamtliche sind berufstätig und die Zeit, die in die Gemeindearbeit investiert werden kann, ist sehr begrenzt. Sie können nicht für jede Terminabstimmung zum Telefonhörer greifen und sind oft nur Abends außerhalb der Kernzeiten des Gemeindebüros verfügbar. Für diese Menschen ist es wichtig, online in bestimmte Aspekte der Gemeindearbeit mit eingebunden zu werden, sodass sie trotz ihrer örtlichen Gebundenheit an der Planung von Aktivitäten teilhaben können.

Die Chancen des Internets für die Kirche

Die Individualisierung der Gesellschaft schreitet immer schneller voran. Gerade in den Großstädten gibt es immer mehr Menschen, die allein Leben und die auf der Suche nach Gemeinschaft sind. Gleichzeitig sind gerade junge Menschen primär im Internet anzutreffen, da sie sich hier mit ihren Freunden treffen und austauschen können. Viel wichtiger jedoch ist, dass gerade Jugendliche in erster Linie hier die Welt entdecken und sich im Internet ihre Meinung bilden. Gerade die Kirche, die für die Werte und Weltanschauung unserer Gesellschaft ein wichtiger Anker ist, muss in den neuen Medien eine weit größere Präsenz zeigen, als sie es heute tut und ihre Zielgruppen dort abholen, wo sie sind. Für viele Gemeinden ist dies eine unüberwindbare Hürde, sei es durch mangelndes technisches Wissen in der Gemeinde oder fehlende personelle Ressourcen, was dazu führt, dass die Arbeit und das Wesen der Gemeinde vielen Zielgruppen in der unmittelbaren Region verborgen bleibt.

Goals

Das KirchenWeb hat sich zum Ziel gesetzt, Werkzeuge für Kirchengemeinden für die Kommunikation in den neuen Medien zu entwickeln. Auf diese Weise kann die Kirchengemeinde unabhängig vom technischen Wissensstand ihrer Mitarbeiter, dem Alter der Nutzer, der Internetaffinität, der Anzahl der Mitarbeiter und sonstiger Ressourcen mit wenig Aufwand ihre interne Kommunikation verbessern und eine zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit durchführen.

Viele andere Projekte dieser Art sind an Aspekten gescheitert, die wir zu unseren wichtigsten Zielen erhoben haben:

Die Bedürfnisse von Kirchengemeinden ansprechen

Damit Menschen in den Kirchengemeinden Kommunikationssysteme nutzen, ist es wichtig zu verstehen, was sie brauchen. Viele Gemeinden investieren viel Zeit und Geld in das Design und die Entwicklung von Internetseiten. Die Aktivitäten im Internet auf eine Internetseite zu beschränken, entspricht jedoch nicht den Bedürfnissen der Kirchengemeinden. Viel eher braucht die Gemeinde einen leistungsstarken Kalender, wo mit einer Eingabe sämtliche Arbeitsschritte wie Termineintrag, Raumplanung, Eintrag auf der Internetseite und das Informieren der Mitarbeiter mit einer Eingabe abgehakt sind. Sie braucht zum Beispiel einen leistungsfähigen Newsletter für die Öffentlichkeitsarbeit, der mit wenigen Klicks erstellt werden kann oder Foren für die Gruppen der Gemeinde.

Ownership: Der Mitmacheffekt

Die Kirche ist kein Konzern und die Gemeinde kein Unternehmen. Es kann also niemand dazu gezwungen werden, Kommunikationssysteme zu nutzen. Es ist daher wichtig, dass ein Kommunikationssystem zum Mitmachen anregt und die tägliche Arbeit damit Freude bereitet. Nur wenn eine Gemeindesekretärin sieht, dass sie durch die Arbeit mit dem KirchenWeb Zeit spart und einen besseren Überblick über das, was in der Gemeinde vor sich geht, erhält, akzeptiert sie das System als ihr Arbeitswerkzeug. Das gleiche gilt für die vielen ehrenamtlichen, die sich nun viel besser in die Gestaltung der Gemeinde einbringen können. Es ist wie bei den Handwerkern: Nur wenn der Hammer gut in der Hand liegt, macht das Bauen wirklich Spaß. Im Englischen nennt man diesen Effekt "Ownership", etwas so annehmen und wertschätzen, dass man anfängt sich mit seinem Werkzeug zu identifizieren.

Einfache Bedienung

Die Gemeindearbeit wird vielfach durch Ehrenamtliche und Mitarbeiter gestaltet, die sehr unterschiedliche Internet und Computerkenntnisse besitzen. Die einfache Bedienung eines Systems ist daher ein absolutes Muss und Voraussetzung dafür, dass sich der Mitmacheffekt einstellen kann. Selbst wenn ein System alle Funktionen besitzt, die eine Gemeinde für ihre Arbeit braucht, stellt sich für die Gemeinde kein Mehrwert ein, wenn die Ehrenamtlichen sich jenseits der 60 Jahre befinden, das Internet gerade erst für sich entdeckt haben und daher die vielen Funktionen nicht bedienen können. Beim KirchenWeb steht die Anwenderfreundlichkeit vor der Funktionalität. Jede Hürde die einem Anwender bei der Bedienung begegnet, kann ein Grund dafür sein, dass er das System in der Zukunft nicht mehr nutzt. Deshalb nutzen wir z.B. keine Ordnerstrukturen in unserem Dateiarchiv. Die Arbeit über eine Suchfunktion mit Schlüsselwörtern ist viel einfacher, praktischer und schneller, und die Verfechter der Ordnerkultur akzeptieren dass, wenn sie sehen, dass eine als wenig internetbegeistert geltende Gemeinderatsvorsitzende plötzlich Tagesordnungen über das KirchenWeb verteilt.

Der Dialog mit den Gemeinden

Kein noch so guter Entwickler kann ein gutes Gemeindemanagementsystem entwickeln, wenn er seinen Kunden nicht zuhört. Den größten Teil unserer Ressourcen investieren wir nicht in die Entwicklung, sondern in die Kommunikation mit unseren Gemeinden. Jeder Vorschlag aus den Kirchengemeinden für eine neue Funktion oder Verbesserung wird aufgenommen, geprüft und entwickelt, wenn sich das KirchenWeb dadurch insgesamt verbessert und unsere Zielsetzungen eingehalten werden. Auch gehen unsere Entwickler regelmäßig in die Gemeinden und schauen den Mitarbeitern bei der Arbeit mit dem KirchenWeb über die Schulter, um selbst zu erleben, ob das KirchenWeb in der Praxis das hält, was es verspricht. Zum oben genannten Thema "Ownership" gehört auch der Bereich Support, der im Gesamtkonzept des KirchenWebs eine wichtige Säule darstellt. Eine Kirchengemeinde ist darauf angewiesen, dass die Dinge schnell und einfach von der Hand gehen. Wenn also ein Mitarbeiter oder Ehrenamtlicher eine Frage, ein Problem oder eine Anregung loswerden möchte, kann er sich direkt an unsere Mitarbeiter wenden, damit das Problem zügig gelöst wird, damit die Gemeindearbeit direkt weitergehen kann und negative Erlebnisse von vornherein in positive Erfahrungen umgewandelt werden können.

  

Reflection / background

KirkeWeb ist ein ursprünglich dänisches Unternehmen, dass aus der Kirche heraus gewachsen ist. Wir waren zwar nie eine kirchliche Organisation, aber viele unserer Mitarbeiter haben sich in der Kirche engagiert und waren enttäuscht, dass die Kirche es nicht geschafft hat mit den Entwicklungen in den neuen Medien Schritt zu halten. Unserem Gründer Christian Steffensen wurde als Pastorensohn und Webseitenentwickler für Kirchengemeinden schnell klar, dass sich niemand der Probleme in den Gemeinden mit der nötigen Spezialisierung annimmt, wohl auch deshalb, weil diese Kundengruppe als schwieriger Markt angesehen wird. Die komplexen demokratischen Entscheidungsprozesse in den Gemeinden bedeuten einen großen Aufwand, wenn man sich als Unternehmen mit einem Produkt auf die Gemeinden zubewegt und die Arbeit mit Laiengremien und wenig internetaffinen Personengruppen erfordert viel Aufklärung, Steuerung der Entscheidungsprozesse und auch Geduld. 

Die Kirche im Wandel

Andererseits ist es beeindruckend, wie die Kirche sich verändern kann, wenn man ihr nur die richtigen Werkzeuge an die Hand gibt. In Dänemark sind die Mitgliederzahlen der Volkskirche inzwischen stabil. Dazu beigetragen hat auch, dass die meisten Gemeinden erkannt haben, dass es ohne das Internet nicht geht. Durch die gezielte Nutzung der neuen Medien in der Öffentlichkeitsarbeit sind die einzelnen Gemeinden in ihren Stadtteilen wesentlich präsenter und vor allem auch über die sozialen Medien im direkten Dialog mit den Menschen in der Umgebung. Das Internet wird außerdem kreativ dafür genutzt, Menschen in die Gemeindearbeit einzubinden. Die Internetpräsenzen der Gemeinden werden oft für Debatteneinträge oder Berichte von Konfirmandenfreizeiten genutzt, da auch Nicht-Internetkundige mit wenig Anleitung selbst Einträge vorbereiten können. Außerdem bietet das KirchenWeb interessante neue Entwicklungen wie den digitalen Schaukasten, der gerade in Kopenhagen getestet wird und sämtliche Aktivitäten aktuell und bebildert auf einem Bildschirm vor der Kirche darstellt. Auch die Teilnahme an Gottesdiensten für Menschen, die auf Grund von Alter, Krankheit oder örtlicher Gebundenheit nicht in die Kirche gehen können, wird immer häufiger über einen Live-Stream über das Internet realisiert.

Der Beitrag des KirchenWebs

Das KirchenWeb hat mit seinen etwa 220 Gemeinden (das entspricht in Dänemark etwa 10% aller Gemeinden) sicher einen großen Teil zu dieser Entwicklung beigetragen. Die Tatsache, dass etwa 12 Gemeinden jeden Monat dazukommen, zeigt uns auch, dass wir auf dem richtigen Weg sind und nach 3 Jahren ziemlich genau wissen, worauf es in der Gemeindearbeit ankommt. Neben unserer eigentlichen Entwicklungs- und Vertriebsarbeit leisten wir auch viel Aufklärungsarbeit in den Gemeinden, in den Medien und in Kirchenkreisen und Landeskirchen, um die Menschen in der Kirche für das Thema Internet und interne Organisation zu sensibilisieren.

Eines unserer größten Alleinstellungsmerkmale ist übrigens, dass wir ausschließlich mit Kirchengemeinden zusammenarbeiten. Ablenkung geht oft zu Lasten der Qualität und lenkt von den eigentlichen Zielen ab. Deshalb war uns von Anfang an klar, dass wir nur etwas Gutes für Kirchengemeinden schaffen können, wenn wir uns ausschließlich auf diese Bedürfnisse konzentrieren. Daher entwickeln wir unsere Lösungen ausschließlich für Kirchengemeinden und sind inzwischen wohl der Dienstleister mit der größten Erfahrung, wenn es um die Zusammenarbeit mit Gemeindemitarbeitern und Kirchengemeinderäten geht.

General information on realization

Auch wenn die Philosophie und Zielsetzung des KirchenWebs aus den sehr idealistischen Beweggründen einiger Menschen aus dem Bereich Kirche entsprungen sind, ist es natürlich wichtig zu betonen, dass das KirchenWeb eine kostenpflichtige Dienstleistung ist. Diese hat zwar einen hohen Mehrwert für die Gemeindearbeit, muss jedoch verantwortungsvoll auf Kosten und Nutzen überprüft werden, bevor eine Entscheidung im Kirchengemeinderat angestrebt werden kann. Wenn der Aufklärungs- und Entscheidungsprozess abgeschlossen ist und die Gemeinde sich für das KirchenWeb entschieden hat, ist der eigentliche Start ins KirchenWeb sehr einfach, da dass System für die Gemeinde "bezugsfertig" bereitgestellt wird. 

Preparation

Am Anfang der Zusammenarbeit mit einer Gemeinde steht immer eine Präsentation des KirchenWebs in der Gemeinde, entweder telefonisch/online über eine Bildschirmteilung oder auch persönlich durch einen Besuch von uns in der jeweiligen Gemeinde. Das Ziel dieser Präsentation ist immer, einen kleinen Kreis von Mitarbeitern und ggf. Ehrenamtlichen mit dem System vertraut zu machen. Wir führen in diesem Zusammenhang mit vielen Praxisbeispielen durch das System und fragen parallel dazu ab, wie die Gemeindearbeit zur Zeit durchgeführt wird, z.B.: Wie werden Termine geplant und registriert? Wie werden Kollegen benachrichtigt? Wie werden Räume zur Verfügung gestellt?

Das Informieren der Mitarbeiter

Die Präsentation dient also auch dazu sicherzustellen, dass das KirchenWeb der Gemeinde auch wirklich den Alltag erleichtert und direkt Lösungen für die bestehenden Probleme in der Gemeinde aufzuzeigen. Auf diese Weise sind die Mitarbeiter ausreichend informiert, um später intern den Nutzen des KirchenWebs für ihre jeweiligen Aufgaben zu evaluieren. Um den Mitarbeitern ein besseres und nachhaltigeres Bild vom KirchenWeb zu geben, bieten wir auch eine 30-tägige Testversion des Systems an, sodass die Mitarbeiter selbst erleben können, wie sich die Arbeit mit dem KirchenWeb anfühlt.

All diese Schritte sind sehr wichtig, um den Grundstein für den "Ownership"-Effekt zu legen. Wenn die Mitarbeiter an dieser Stelle bereits erleben, dass ihnen das KirchenWeb die Arbeit erleichtert und die Gemeinde gleichzeitig vorangebracht wird, ist bereits jetzt viel dafür getan, dass das System später in der Gemeinde gut angenommen wird.

Der Weg in den Kirchengemeinderat 

Der nächste Schritt ist dann, das KirchenWeb in den Kirchengemeinderat und eventuelle Untergremien einzubringen. Die Herausforderung für die Mitarbeiter ist hier, die einzelnen Mitglieder in Einzelgesprächen von den von Ihnen erlebten Vorteilen zu überzeugen. An dieser Stelle kann es hilfreich und zeitsparend sein, einzelnen Mitgliedern des Gremiums eine Onlinepräsentation durch einen unserer Mitarbeiter anzubieten, um zügig umfangreiches Wissen zu vermitteln.

Im Optimalfall hat ein Großteil der Meinungsbildung im Kirchengemeinderat bereits im Vorfeld der Sitzung stattgefunden, sodass in der Sitzung nur noch einzelne Einwände und Fragen geklärt werden müssen und der Weg zum Beschluss relativ einfach ist.

Realization

Nach dem Beschluss im Kirchengemeinderat beginnt die Phase der eigentlichen Umstellung auf das KirchenWeb. Die KirchenWeb-Plattform mit den Schablonen für die Internetseite steht, wenn nichts anderes vereinbart wurde, ab sofort zur Verfügung. Wenn sich die Gemeinde für ein individuelles Design für die Internetseite entschieden hat, ist das KirchenWeb ab sofort intern nutzbar, bis die Internetseite fertiggestellt wurde.

Direkter Einstieg in den Gemeindealltag

Die Kirchengemeinde beginnt nun einfach mit der täglichen Arbeit im KirchenWeb. Da das KirchenWeb über den Browser bedient wird, muss keine Software vorinstalliert oder neue Computer angeschafft werden. Das KirchenWeb ist von jedem internetfähigen Computer aus erreichbar. Die Kalenderführung wird von nun an im digitalen Kalender des KirchenWebs durchgeführt und nach und nach sind alle Termine im KirchenWeb eingepflegt, sodass bestehende Systeme in der Gemeinde ausgemustert werden können. Wenn einige Mitarbeiter die Termine der Gemeinde weiterhin in ihren Outlook-Kalendern angezeigt bekommen möchten, können diese natürlich fortlaufend automatisch aus dem KirchenWeb exportiert werden.

Die Internetseite wird mit Leben gefüllt

Das gleiche gilt für die Internetseite. Nach und nach können Inhalte aus der bestehenden Internetseite auf die neue übertragen werden. Die Menüstruktur kann selbst entweder der alten Seite angepasst werden oder aus gegebenen Anlass neu aufgebaut werden. Da aktuelle Ereignisse in Zukunft automatisch auf der Internetseite erscheinen, müssen lediglich statische Inhalte einmalig auf der Internetseite eingepflegt werden, hierunter z.B. die Geschichte der Orgel, das Profil der Gemeinde etc. Natürlich können Sie auch später regelmäßig Themenseiten erstellen, Videos von Gemeindeveranstaltungen einbinden und vieles mehr. Über die Blogfunktion, die in der Handhabung ähnlich einfach konzipiert ist wie der Kalender, können Neuigkeiten aus der Gemeinde mit wenigen Klicks an die richtige Stelle gebracht werden. So können Pastoren nun ihre Predigten veröffentlichen, sich regelmäßig mit einem persönlichen Grußwort an die Gemeinde wenden oder Gemeindemitglieder können Neuigkeiten aus den einzelnen Gruppen auf der Internetseite einstellen.

Erfolgserlebnisse durch einfache Bedienung

Sobald die Internetseite mit Leben gefüllt wurde und die Gemeinde sich für die Veröffentlichung entscheidet, ist nur eine kurze Nachricht an unseren Support nötig, und wir kümmern uns darum, dass die neue Seite unter der Internetadresse der Kirchengemeinde erscheint.

Die Arbeit mit dem KirchenWeb ist im Großen und Ganzen selbsterklärend. Selbst ältere Gemeindemitglieder nutzen nach einer kurzen Einweisung unsere Schritt-für-Schritt-Anleitungen, um das KirchenWeb in Ruhe selbst zu entdecken. In seltenen Fällen nutzen Kirchengemeinden auch unsere Kursangebote, wobei der Onlinesupport in der Praxis vollkommend ausreichend ist.

Das weitere Entdecken von Möglichkeiten

In der Praxis ist eine Kirchengemeinde im KirchenWeb nach etwa 3 Monaten vollintegriert. Der Umfang der genutzten Funktionen richtet sich nach den aktuellen Bedürfnissen der Gemeinde und der Ausrichtung der Öffentlichkeitsarbeit. So beginnen die meisten Gemeinden nach kurzer Zeit damit, die Newsletterfunktion zu nutzen. Hier können die Gemeinden mit wenigen Klicks einen Newsletter aus den Inhalten der Internetseite zusammenstellen, sodass Neuigkeiten bebildert aus der Gemeinde per E-Mail verschickt werden können. Das Gemeindebüro hat sich vielleicht auch schon mit der Möglichkeit auseinandergesetzt, die Anmeldung für Veranstaltung über unsere Onlineformulare auf der Internetseite durchzuführen, um Zeit für das Einpflegen von von Hand ausgefüllten Formularen zu sparen.

Auf diese Weise wächst die Gemeinde mit der Zeit immer weiter in das KirchenWeb hinein, wodurch sich nach kurzer Zeit auch die Zeit- und Ressourcenersparnisse in der Gemeinde einstellen.

Wrap up & follow-up actions

Viele Gemeinden, Kirchenkreise und Landeskirchen sehen Internetprojekte immer noch als ein einzelnes Projekt an, dass irgendwann abgeschlossen ist. Wenn irgendwann eine Erneuerung nötig wird, wird einfach ein neues Projekt ins Leben gerufen.

Die Entwicklung geht immer weiter

Unser Ansatz ist ein anderer. Das Internet ist stetig im Umbruch. Neue Trends und Entwicklungen machen schnelle Reaktionen nötig und eine Kirchengemeinde kann nicht mehrere Jahre darauf warten, dass eine neue Idee umgesetzt oder ein neues soziales Netzwerk in eine Internetseite eingebunden wird.

Daher ist das KirchenWeb als Abo- oder Mietsystem konzipiert. Für einen Jahres oder 2-Jahres-Beitrag erhält die Gemeinde nicht nur die Bereitstellung des Systems und den obengenannten Rundumsupport für die Nutzer. Da wir das System über eine große Zahl von Gemeinden skalieren, um auf diese Weise die Kosten niedrig zu halten, sind die Gemeinden über das KirchenWeb teil eines riesigen Gemeindenetzwerks, von dem sie auf vielfältige Art und Weise profitieren.

Das KirchenWeb als Netzwerk, um Wissen zu teilen

Jede Gemeinde wird dazu ermuntert, sich direkt an uns zu wenden, wenn sie Vorschläge und Verbesserungen für das System hat. Auf diese Weise wird das KirchenWeb indirekt von den Gemeinden selbst weiterentwickelt. Viele unserer Funktionen entstammen Ideen aus den Gemeinden und bei vielen hätten wir uns selbst nicht einmal vorstellen können, dass diese Ideen für die Gemeinden einen besonderen Nutzen haben könnten, z.B. unsere Funktion für den SMS-Versand oder die Anmeldefunktionen für Veranstaltungen.

Auf diese Weise erhalten die meisten Gemeinden in unseren monatlichen Systemupdates neue Möglichkeiten, an die sie selber noch nicht gedacht haben, eine andere Gemeinde aber schon. Wir bündeln also das Wissen aller Gemeinden in einem Produkt. Dies ist sicherlich der Hauptgrund dafür, warum bisher niemand etwas ähnlich Umfassendes entwickelt konnte.

Der Austausch unter den Gemeinden

Weiterhin ermuntern wir unsere Gemeinden dazu, unsere Netzwerkforen zu nutzen. In diesen Foren können sich Gemeindevertreter über ihre Arbeit austauschen, ganz ähnlich wie hier bei Geistreich, nur in erster Linie auf die Arbeit mit dem KirchenWeb bezogen. Typische Diskussionen drehen sich z.B. darum, wie häufig man einen Newsletter versenden sollte oder welche Art von Bildern auf der Internetseite am besten ankommt, aber auch, ob es sinnvoll ist Podcasts zu nutzen und wie man am besten seine Gottesdienste per Video auf der Internetseite darstellen kann. Wir lesen natürlich in diesen Foren eifrig mit und bringen uns gelegentlich auch ein. Diese Diskussion sind eine unschätzbare Quelle für Verbesserungen für das KirchenWeb.

Support als Quelle für Verbesserungen

Unser Support-System ist die alltägliche Schnittstelle zu unseren Gemeinden. Die Fragen und Sorgen, die hier aus den Gemeinden an uns gerichtet werden, sind der tatsächliche Spiegel, wie gut wir wirklich sind. Das Feedback über die Supportanfragen fließt direkt in die Entwicklung ein und auch unsere Anleitungen werden auf Basis der hier auftretenden Fragen angepasst und verbessert. Hier zeigt sich vor allem, wie weit wir in Bezug auf das Thema Benutzerfreundlichkeit schon gekommen sind und was noch getan werden muss.

Neugier muss geweckt werden

Ansonsten beobachten wir natürlich laufend, wie unsere Gemeinden das KirchenWeb nutzen und ermutigen regelmäßig dazu, neue Funktionen auszuprobieren. Wir geben regelmäßig allgemeine Tipps auf unserer Internetseite, wie man das Internet für die Gemeindearbeit nutzen kann. Außerdem erzählen viele Gemeinden regelmäßig von ihren Erfahrungen mit der Arbeit im KirchenWeb, die wir auf unserer Intenetseite und in unseren Newslettern veröffentlichen. Auf diese Weise stärken wir den Netzwerkgedanken und schaffen auch einen Nutzen für Gemeinden die nicht Teil des KirchenWebs sind, wenn sie sich auf unseren Seiten zum Thema Internet informieren.

Effect / experience

Das KirchenWeb ist für die einzelnen Gemeinden in jeder Hinsicht eine neue Erfahrung, die über die eigentliche Öffentlichkeitsarbeit in den neuen Medien weit hinausgeht.

Viele Gemeinden haben Jahre daran gearbeitet, Strukturen zu schaffen, die eine effektive Gemeindearbeit begünstigen. Dazu gehört sicher auch die Einführung von Kalendersystemen wie Google Apps oder Outlook, Internetseiten á la Wordpress oder Joomla, Dateiarchive wie Dropbox und vieles mehr. Nicht wenige Gemeinden sind an der Vielzahl von Systemen gescheitert, haben Ehrenamtliche in den Bereichen Web oder EDV bis an ihre Grenzen der Belastbarkeit gebracht und am Ende war alles doch ähnlich kompliziert wie vorher, weil die Bedienung mehrerer Subsysteme einfach zu komplex war und deshalb nur wenige diese Systeme auch wirklich nutzten.

Mehr Inhalt und mehr Transparenz

Durch das KirchenWeb füllt sich die Internetseite schnell mit Leben, weil neue Inhalte in der täglichen Arbeit wie nebenbei von unterschiedlichen Personen erstellt werden. Die Besucherzahlen der Internetseite steigen kontinuierlich, weil über den Newsletter und die sozialen Medien laufend neue Besucher die Internetseite entdecken. Viele Gemeindemitglieder und Ehrenamtliche empfinden die Gemeinde als wesentlich transparenter, lernen Menschen kennen, die sie sonst nie getroffen hätten, und erhalten auf diese Weise eine wesentlich größere Kontaktfläche in der Gemeinde. Gerade Berufstätige können nun auch in der Mittagspause kurz den Planungsstand der nächsten Gemeinderatsitzung einsehen oder sich als Chormitglied Noten für die nächste Probe herunterladen, die der Kirchenmusiker zuvor eingestellt hat.

Vorteile für internetferne Zielgruppen

Auch viele Ältere fühlen sich besser informiert, auch wenn sie das KirchenWeb nicht unmittelbar selbst nutzen. Die Inhalte der Internetseite, an der jetzt oft wesentlich mehr Personen beteiligt sind, kommen auch dem Gemeindebrief zu Gute. Über die Druckfunktionen für Terminlisten und Raumpläne können schnell Drucksachen für Nichtnutzer des KirchenWebs erstellt werden, ohne dass jemand manuell Termine oder ähnliches übertragen muss. Und natürlich trauen sich auch viele Ältere inzwischen ans Internet heran und sind treue Abonnenten des Newsletters der Gemeinde.

Vernetzung von Kirchengemeinden, Kirchenkreisen und Landeskirchen

Das KirchenWeb hat sich in Dänemark zum Schlüssel für das Internet für die Gemeinden entwickelt. Aber auch Kirchenkreise und das dortige Kirchenministerium profitieren davon, dass das KirchenWeb nach obenhin offen ist. So bieten wir Kirchenkreisen neben unseren eigenen Kirchenkreisportalen an, dass sie die Veranstaltungen ihrer Gemeinden direkt aus dem KirchenWeb für ihre Kirchenkreisportale importieren können. Auf diese Weise kann eine Gemeinde ihren eigenen, individuellen Internetauftritt haben, gleichzeitig aber auch auf dem Kirchenkreisportal mit aktuellen Neuigkeiten aus der Gemeinde vertreten sein. Außerdem bieten wir auch einen Veranstaltungs-Export in säkulare Internetportale an, sodass kirchliche Veranstaltungen auch hier dargestellt werden können.

Grenzen überwinden und Erfahrungen anderer nutzen

Auf diese Weise hat das KirchenWeb das Potential, Kirchengemeinden, Kirchenkreise und Landeskirchen besser miteinander zu vernetzen, ohne aber die Unabhängikeit der Gemeinden in ihrer täglichen Arbeit zu beeinträchtigen. Außerdem verwischen wir die Grenzen zwischen den Kirchenkreisen, Landeskirchen und verschiedenen Ländern genauso wie zwischen unterschiedlichen Konfessionen und Nutzen das Know-How aller Gemeinden, um das KirchenWeb besser zu machen. Auf diese Weise profitieren z.B. deutsche Gemeinden von einem System, das in seiner jetzigen Qualität zum aktuellen Preis gar nicht existieren könnte, wenn die dänischen Gemeinden in den letzten Jahren nicht den Mut gehabt hätten, uns die Chance zu geben etwas tolles zu entwickelt und diesen Prozess so engagiert zu begleiten.

Adopted and refined

    Connected content

    • Geert Madsen
      Einige Gemeinden in Kopenhagen benutzen neue Kommunikationslösungen, die besonders auch dann sehr hilfreich sind, wenn mehrere Gemeinden kooperieren.
      This article is visible for all internet-users.
      from a Geistreich-member
    • Redaktions-Workflow
      Internet basiertes Redaktionssystem als Knotenpunkt gemeindlicher Öffentlichkeitsarbeit. Es bietet Contentsharing für Gemeindebriefe und Internetseiten. Das System enthält Schnittstellen zu Social Media (Facebook, Twitter...), Web 2.0 und anderen Webseiten.
      This model is visible for all internet-users.
      By 2 geistreich- members
    • Content
      Neben den Webbaukästen der Landeskirchen ist der schnellste Weg zur Gemeindewebsite die Nutzung eines web-basierten Content Management Systems (CMS).
      This article is visible for all internet-users.
      from a Geistreich-member
    • Desk
      Pfarramtssekretärinnen und Pfarramtssekretäre oder auch Gemeindesekretärinnen sind oft die ersten Ansprechpersonen in einer Kirchengemeinde. Ihre Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit hinterlassen einen entscheidenden Eindruck.
      This article is visible for all internet-users.
      from a Geistreich-member

    geistreich video

    Hide Video