Parchimer Adventsmarkt

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a geistreich member
Created at: 2013-07-17
Last major update at: 2013-07-17
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Deutsch (Original, currently shown)
In section
Advent
Institutions
Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Marien Parchim in Parchim
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Adventskranz

Abstract

Mit Beteiligung von Kirchgemeinde, Stadtverwaltung und Vereinen wird ein Adventsmarkt organisiert. In der Kirche gibt es parallel dazu in jedem Jahr eine thematische Ausstellung sowie ein durchlaufendes Musik- und Theaterprogramm mit Parchimer Künstlern und Schülern.

Situation / context

Parchim ist eine kleine Kreisstadt. Für einen Weihnachtsmarkt, wie er in Großstädten ein Publikumsmagnet sein kann, fehlte einfach das Publikum. Die Stadt schaffte zwar ein Dutzend Buden an, man blieb aber mehr oder weniger unter sich und fror vor sich hin. Auch begleitende Veranstaltungen in der nahe gelegenen St. Georgenkirche und die Beteiligung kirchlicher Vereine  führten kaum zur Belebung.

Goals

Die Kirchengemeinde beteiligt sich als Teils des komunalen Gemeinwesen an der Gestaltung eines Adventsmarktes.

Reflection / background

Da der Markt auch von vielen Nicht-Kirchenmitgliedern besucht wird, besteht für die Kirchengemeinde die Möglichkeit zu Beziehungsaufbau und Imagepflege.

General information on realization

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Preparation

Am 08.09.2001 moderierte Wolfgang v. Rechenberg eine Gemeindeversammlung der St. Marien-Kirchengemeinde nach der „open-space-Methode“. Zielstellung war es, Anregungen für eine verbesserte Gemeindearbeit zu formulieren und auf den Weg zu bringen. Eine der spontanen Ideen war es, die städtischen Buden zum Weihnachtsmarkt direkt vor die imposante Kulisse unserer großen Backsteinkirche und unter die großen Linden des Kirchplatzes zu stellen, aber nur dann, wenn gleichzeitig in der Kirche ein intensives Programm etabliert werden könnte. Schließlich ist ja Weihnachten in erster Linie ein christliches Fest. Der Kleinheit der Stadt angepasst, dürfte der Markt auch nur für drei Tage organisiert sein. Man müsste noch Weihnachtsgeschenke einkaufen wollen, deshalb die Wahl für Freitag bis Sonntag des 2. Advents. Und der Markt müsste im Wesentlichen gemeinnützigen Vereinen und dem freiwilligen Engagement vorbehalten bleiben. Im Gegensatz zu den Weihnachtsmärkten der Großstädte wählten wir den damals neuen Begriff „Adventsmarkt“, konkret „Parchimer Adventsmarkt“.

Die Kulturverantwortlichen der Stadt waren von der Idee angetan, die ein „neues Gesicht“ für den bisher wenig erfolgreichen Markt versprach. Im Mai 2002 lud Pastor Wulf Schünemann aktive Gemeindeglieder, die Kulturverantwortlichen der Stadt und die Leiterin des ZIP-Büros („Zusammen in Parchim“) zu einer ersten Beratungsrunde ein. Es kam schnell zu konkreten Beschlüssen und zur Zusage gemeinsamer Bemühungen. Der 1. Parchimer Adventsmarkt fand vom 6.-8.12.2002 statt.

Das Team aus den beteiligten Institutionen (Stadt, Kirchengemeinde, ZIP) und den Hauptakteuren der Teilbereiche tagt 2-3 mal im Jahr. Von Beginn an gab es eine wohlwollende Begleitung der örtlichen Presse.

Realization

Musikprogramme

Am Freitagnachmitag, Sonnabend und Sonntagnachmittag sind etwa 15 Zeiten zu besetzen. Traditionell sind dabei der katholische Kindergarten, die evangelische Grundschule, der eigene Gemeindechor, 1-2 Kirchenchöre aus Nachbargemeinden, ein Posaunenchor, mehrere Gruppen aus der Kreismusikschule, der große Chor des Parchimer Friedrich-Franz-Gymnasiums, der Händelchor, Gruppen aus privaten Musikschulen u. a. m.

Mittlerweile rechnen es sich die verschiedenen Einrichtungen als Ehre an, dabei zu sein. Und es ist für den Gesamtablauf wichtig, dass durch die wechselnden Programme auch ein ständig wechselndes Publikum für die anderen Marktbereiche aktiviert wird.

  

Ausstellungen in der Kirche

Dazu gab es bisher folgende Themen:

  • 2002: „Weihnachtskrippen“
  • 2003: „Engel“
  • 2004: „Sterne“
  • 2005: „Adventskalender“
  • 2006: „Das Weihnachtslicht“
  • 2007: „Weihnachtsbriefmarken“
  • 2008: „Weihnachtsbilder“ mit drei großen Projektionsflächen
  • 2009: „Hirten und Könige“
  • 2010: „Weihnachtsfenster – Blick auf Weihnachten“
  • 2011: „Weihnachtskrippen – international“ (Sammlung der Familie Wenzel, Grimmen)
  • 2012: „weihnachtliche Keramik, Figuren zur Weihnachtsgeschichte von Irla Wulf, Parchim“
  • 2013: „Lichter, Leuchter, Laternen mit Motiven der Weihnachtsgeschichte“

 

Texte und Bilder auf Ausstellungstafeln sorgten stets dafür, dass nicht nur ein buntes und dekoratives Allerlei ausgestellt wurde, sondern stets auch Informationen zum biblischen Rahmen und vor allem zur biblischen Weihnachtsgeschichte nicht fehlten.     

Zu den Ausstellungen der ersten 10 Jahre ist ein Dokumentationsband verfügbar.

 

Kinderprogramme

sind von Anfang an gut im „Zinnhaus – Kinderhaus“ etabliert. Dazu hat sich eine bewährte Gruppe ehrenamtlicher Helfer zusammengefunden. Feste Programmteile sind dort: Bauen und Verzieren von Pfefferkuchenhäuschen, zu denen eine benachbarte Bäckerei die gebackenen Bauteile sponsert, Weihnachtspostamt, Vorlesestunde der Märchenoma und vieles andere mehr

 

Begleitprogramme 

Die erste Begleitaktion gab es 2007. Bereits im Frühjahr wurde dazu für Schulen, Kindergärten u.a. aufgerufen, selbst großformatige Entwürfe für Weihnachtsbriefmarken anzufertigen. Schließlich wurden dazu über 400 Blätter eingereicht. Die Schönsten davon, - sowohl Kinderarbeiten, als auch Arbeiten eines Erwachsenen-Malzirkels -, wurden Thematisch mit in die Ausstellung eingeordnet. Etwa 100 weitere wurden zu Plakaten verarbeitet, welche bereitwillig von den Innenstadtgeschäften für die Schaufenster angenommen wurden. Auf jedem Plakat gab es zusätzlich einen Ratebuchstaben für einige kurze auf Weihnachten bezogene Sätze; das regte dazu an, zur Freude der Geschäftsinhaber auch wirklich von Schaufenster zu Schaufenster zu gehen. Die Auswertung übernahm im ZIP-Büro das „lokale Bündnis für Familie“, von dem auch einige Preise für die richtigen Lösungen besorgt worden waren.

2008 wurde als Begleitaktion um die Gestaltung des „schönsten Weihnachtsbaumes“ aufgerufen.

Nachdem die Stadt die Aufstellung von Bäumchen im Verkehrsbereich genehmigt hatte und auch zugesagte hatte, die avisierten 100 € Kosten für 20 Bäume zu übernehmen, wurde eine Gruppe von Besuchern der Suchtberatungsstelle dafür gewonnen, feste Standfüße für die Bäume herzustellen, außerdem beim Einschlagen in einer Plantage und beim Transport zu helfen. Gemeinsam mit weiteren Helfern wurden die Bäume zum vorgegebenen Termin in der Fußgängerzone aufgestellt; das ZIP-Büro hatte im Vorfeld die nummerierten Bäume vergeben. Während des 7. Parchimer Adventsmarktes konnte dann auf einem kleinen Formular abgestimmt werden; die drei besten Ergebnisse wurden prämiert.

2009 gab es die 3. Begleitaktion unter der Bezeichnung „Sterne für Parchim“. Es wurde aufgerufen, Scherenschnitt-Sterne einzureichen. Davon wurden wieder die schönsten Exemplare für etwa 100 Plakate genutzt, auf denen es wiederum Buchstaben für ein Ratespiel gab. Sehr viele weitere Scherenschnittsterne wurden dann mit zur Dekoration der Ausstellung in der Kirche verwendet.

 

2010 starteten wir den „Parchimer Stadtadvent“ als Begleitaktion. Kirchgemeinden, Läden, Schulen und Vereine, auch die Stadthalle, wurden aufgerufen, sich mit einer beliebeigen adventlichen Veranstaltung oder Aktion um eine Datums-Nummer wie bei einem Adventskalender zu bewerben. Sie erhielten dann diese Zahl auf großen, gelben, schon von weither ins Auge fallenden Plakaten. Die örtliche Presse war gern bereit, für jeden Tag die jeweiligen Angebote zu publizieren.

2011 wurde die Aktion „Parchimer Stadtadvent“ wiederholt, dann aber in den nächsten Jahren wegen mangelnder Resonanz nicht mehr. Passend zur Ausstellung von Weihnachtskrippen aus der Sammlung von Familie Wenzel wurden Bilder von Krippen aus dieser Ausstellung und Bilder von durch Schüler angefertigten Weihnachtskrippen wieder zur Gestaltung individueller  Plakate verwendet, auch wieder mit einem Ratespiel-Buchstaben, die dann in der Innenstadt ausgehängt wurden. 

Wrap up & follow-up actions

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Effect / experience

Im Laufe der Jahre wurde der „Parchimer Adventsmarkt“ als großes Fest des Ehrenamtes zu einer festen Größe im Kulturkalender der Stadt. In jedem Jahr kommen einige Tausend Besucher, mittlerweile auch aus anderen Regionen und Städten. Zählt man die Akteure der Programme und der Helfer an Ständen, bei den Ausstellungen, beim Kirchen-Café und im Zinnhaus-Kinderhaus zusammen, erreicht man schnell Zahlen von mehr als 300 ehrenamtlich Beteiligten. Schon das lohnt die gemeinsame Arbeit der städtischen und kirchgemeindlichen Akteure. Und nicht zu vergessen, dass sehr viele Leute in die Kirche kamen, die sonst lieber einen Bogen um sie machen. Der „Parchimer Adventsmarkt“ gehört mittlerweile mit zum Gesicht unserer Kirchengemeinde.

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