Nachtwache

Author
a geistreich member
Created at: 2010-07-23
Last major update at: 2010-07-23
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Gemeinwesen, Gebet und Stille, Hochschule und Berufsbildung
Institutions
Evangelische Studierendengemeinde in Saarbrücken
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: no information
Execution: no information
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Nachtwache

Abstract

Bei der Nachtwache handelt es sich um ein liturgisches Angebot. Ein Gegenstand, etwa die Erinnerung an den 9. November, wird in vier direkt aufeinander folgenden geschlossenen Einheiten von jeweils einer Stunde bedacht und ins Gebet genommen. Es ist eine intensive Form, Welt wahrzunehmen und im Horizont Gottes zu bedenken.

Situation / context

Eine meditative Grundstimmung wird mit dem Anliegen eines politischen Nachtgebets verbunden. Die Grobstruktur von vier thematisch abgeschlossenen Einheiten und die Binnenstruktur der jeweiligen Stunden macht es den Teilnehmenden leicht, nach eigenem Bedürfnis zu kommen und zu gehen.

Goals

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Reflection / background

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General information on realization

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Preparation

Die Vorbereitung beinhaltet die Festlegung des Themas in einer Gruppe (z.B. ein Erinnern der Bedeutung des 9. Novembers in der deutschen Geschichte), eine Ausschreibung/Gestaltung eines Plakates, die Bewerbung der Veranstaltung am Ort, das Herrichten des Raums (mit Vorraum/Warteraum) und die inhaltliche Ausgestaltung von vier Impulsen durch Einzelne oder Teilgruppen des Vorbereitungsteams.

Realization

Der Andachtsraum wird mit Meditationskissen und -Bänken, sowie einigen Hockern/Stühlen so vorbereitet, dass die Teilnehmenden in einem Halbkreis vor dem Altar sitzen können. Kerzen erleuchten und wärmen den Raum.
Jede Stunde gliedert sich in vier Teile.


1. Jede Einheit wird "eingeläutet", zum Beispiel durch eine Klangschale. Im Verklingen des Tons kommt die Gruppe zur Ruhe. Daran schließt sich ein etwa zehn-minütiger Impuls zum Thema an. Dessen Darstellung soll möglichst "kreativ" und dadurch "überraschend" erfolgen und nicht bloß Information sein, sondern die persönliche Relevanz der Sache für den jeweiligen Akteur erkennbar machen. Die Teilnehmenden sollen dadurch berührt und nicht nur angesprochen werden. Beispiele für die Form, in der die Impulse bisher gestaltet wurden, sind die Einspielung von Filmen, der Erlebnisbericht oder szenische Lesungen.
Die Impulse werden von den Akteuren aus dem Kreis heraus gegeben.


2. Auf ein thematisch passendes Lied folgt eine Phase der Stille zur Meditation der Sache im Horizont Gottes.


3. Ein Kyrieruf leitet eine Phase der Fürbitte ein. Die Teilnehmenden werden eingeladen, ihr Fühlen und Denken zur Sache miteinander zu teilen und vor Gott zu bringen.
Mit einem weiteren Lied wird dieser Teil abgeschlossen.
Seit Beginn der Einheit sind dann etwa vierzig Minuten vergangen. Während dieser Zeit ist die Tür zum Andachtsraum geschlossen. Menschen, die innerhalb dieser Zeit kommen, werden im Vorraum durch eine Mitarbeitende begrüßt, informiert und zu einem Glas Wasser oder Tee eingeladen.

 

4. Nach den Fürbitten wird die Tür geöffnet und es wird  thematisch passende Musik oder ein Filmdokument eingespielt. Damit wird den Teilnehmenden eine Möglichkeit gegeben, den Impuls in weniger konzentrierter Form weiter zu verfolgen oder sich neu einzufinden, bevor die nächste Einheit eingeläutet wird.
Gespräche finden im Andachtsraum nicht statt. Der Vorraum/Warteraum bietet dazu Gelegenheit.
Zum Abschluss findet innerhalb der letzten Stunde ein Gebet zur Nacht mit Abendsegen statt.

 

Materialien

Klangschale, Getränke, Meditationskissen/-bänke, Beamer, CD-Player

Wrap up & follow-up actions

Die Nachbereitung findet im Vorbereitungskreis statt. Voten von bekannten und dadurch ansprechbaren Teilnehmenden werden im Nachgang zur Veranstaltung auch gezielt erbeten.

Effect / experience

Premiere hatte die Form in der ESG Saarbrücken am 9. November 2009. Im Lauf des Abends sind damals etwa 20 Menschen gekommen. Wir haben die "Nachtwache" als Form erlebt, die gut geeignet ist, Information und Meditation miteinander zu verknüpfen und darüber der Weltoffenheit des christlichen Glaubens zeitgemäß Ausdruck zu verleihen.
Die Grundform lässt sich zudem auch variieren. Anstelle der Stillephasen wurden in einer Saarbrücker Nacht der Kirchen z.B. Gesprächen Raum gegeben, Körperübungen angeboten oder ein Bibliolog durchgeführt.

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