fair handeln - fair kaufen

Author
a geistreich member
Created at: 2014-08-29
Last major update at: 2014-08-29
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Menschen in Armut, Gemeinwesen, Diakonie und Gesellschaft, Arbeitswelt und Arbeitslosigkeit, Ehrenamtliche
Institutions
fairKauf eG in Hannover
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: no information
Execution: Auf Dauer
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Das fairKauf-Kaufhaus mitten im Herzen von Hannover

Abstract

Die fairKauf eG ist ein gemeinnütziges Unternehmen und Einzelhandelsbetrieb. Über den Verkauf gespendeter Waren fördern wir den beruflichen Wiedereinstieg und qualifizieren langzeitarbeitslose Menschen im Einzelhandel in den Teilbereichen Verkauf, Vertrieb und Verwaltung.

Situation / context

Wir betreiben ein Secondhand-Kaufhaus für alle - jeder ist herzlich willkommen!

Sitz in Hannover.

Mehr Informationen über fairKauf finden Sie auf unserer Homepage

www.fairkauf-hannover.de

Goals

fairmitteln:

Re-Integration langzeitarbeitsloser Mitbürger/-innen in den Arbeitsmarkt mit den Mitteln eines Kaufhauses durch berufliche Qualifizierung in den Bereichen Handel, Logistik und Transport.

fairkaufen:

Einkommensschwachen Menschen die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft erleichtern, indem die dafür notwendigen Waren (Möbel, Hausrat, Kleidung usw.) in guter Qualität zu Preisen angeboten werden, die den Erwerb für jeden möglich machen.

fairwenden:

Fortgesetzte Nutzung – als Alternative zu Vernichtung – gespendeter Waren, die vom Spender nicht mehr benötigt werden und die bei den neuen Empfängern weiterhin Nutzen stiften.

Reflection / background

Werte, die unser Handeln bestimmen

Arbeit ist ein Menschenrecht

fairKauf ermöglicht es Menschen, unter realen Bedingungen, durch sinnvolle Tätigkeit ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu verbessern.

Niemand wird diskriminiert

fairKauf betreibt als Übungsumfeld ein Kaufhaus. Die Waren und Dienstleistungen stehen jedermann zur Verfügung. Niemand wird davon ausgeschlossen, egal ob arm oder reich.

Uns leitet das christliche Menschenbild

fairKauf ist eine als Genossenschaft unabhängige ökumenische Initiative und ein vom christlichen Menschenbild getragenes Wirtschaftsunternehmen. Wir setzen uns dafür ein, Langzeitarbeitslose aus der Stigmatisierung in die soziale Obhut der Stadtgesellschaft zu führen und dafür, dass Langzeitarbeitslose die gleiche gesellschaftliche Solidarität erfahren wie Kranke, Behinderte oder andere Benachteiligte.

Wir verbinden

fairKauf ist der Ort, an dem Käufer und Spender, angestellt und ehrenamtlich Mitarbeitende sowie zur Qualifizierung auf Zeit tätige Menschen unterschiedlicher Herkunft, Bekenntnisse, Motivation und sozialer Schichten zum gemeinsamen Ziel zusammentreffen oder zusammen arbeiten.

Keiner muss alles haben, aber vieles ist nötig

fairKauf wirbt bei Menschen um gutes Gebrauchtes und verkauft es günstig, damit Menschen in wirtschaftlicher Bedrängnis Zugang zu Waren haben, die sie sich sonst nicht leisten könnten.

Verwendung statt Vernichtung

fairKauf gibt guten Sachen ein zweites Leben. Dinge, die brauchbar sind, werden nicht vernichtet sondern gelangen über die Sachspende an das Kaufhaus in einen neuen Lebenszyklus. Über die gespendeten Gegenstände schaffen wir soziale Bindungen zwischen Menschen.

Freiheit der Unabhängigkeit

fairKauf will Geld verdienen, um Gutes zu tun. Wir wollen beweisen, dass man soziale Ziele mit unternehmerischen Mitteln erreichen kann. Das macht uns unempfindlicher gegenüber den Schwankungen in der Arbeitsmarktpolitik und gibt uns Gestaltungsspielraum.

Begegnung auf Augenhöhe

fairKaufist eine der ersten Genossenschaften mit sozialer Zielsetzung. Ein Mensch – eine Stimme, unabhängig davon, wie viele Anteile man hat und wie bedeutungsvoll man sonst sein mag. Gleiche unter Gleichen durch Vereinigung der Vielfalt – ein Ganzes für Andere.

General information on realization

Um das soziale Kaufhaus fairKauf zu realisieren, gründeten das Diakonische Werk, die Caritas und der Werkheim e. V. zusammen mit sechs Bürgern eine Genossenschaft, die zz. 235 Mitglieder zählt. Geschäftsanteile können von 50 Euro an gezeichnet werden. Zusätzliche Investoren sind willkommen. fairKauf steht für unternehmerische Finanzierung, nicht für den Verbrauch öffentlicher Zuwendungen.

Seit Beginn des Geschäftsbetriebes vor 6,5 Jahren sind bei fairKauf 81 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen für überwiegend ehemals Langzeitarbeitslose entstanden. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden nach den Tarifverträgen des niedersächsischen Einzelhandels bezahlt. Davon sind etwa 45 Stellen für die Stammbelegschaft, die den Betrieb aufrechterhält, organisiert und weiterentwickelt. Weitere 11 sind Bürgerarbeitsplätze, 10 Auszubildende werden betreut. Gemeinsam mit den Mitarbeitenden, die zur Qualifizierung bei fairKauf tätig sind, und den Ehrenamtlichen, die ihre Zeit spenden und viel Lebens- und Berufserfahrung einbringen, sind bei fairKauf aktuell rund 220 Frauen und Männer im Einsatz.

Durch den Verkauf gespendeter Möbel, Spielwaren, Kleidung, Hausrat und vielem anderen mehr, nimmt das soziale Kaufhaus rund 2,5 Millionen Euro ein. Der größte Teil des Geldes ist für die Personalausgaben bestimmt. Fast 30 % vom Umsatz kostet der Qualifizierungsbetrieb; darin unterscheidet sich fairKauf von den übrigen Einzelhändlern. Und deshalb stimmt: fairKauf ist kein Kaufhaus, fairKauf hat ein Kaufhaus – um Menschen zum (Wieder-)Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt im Einzelhandel unter Echtbedingungen zu trainieren.

Preparation

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Realization

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Wrap up & follow-up actions

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Effect / experience

Sehr positiv.

Mehr Informationen (Presseberichte, Projekte, Standorte usw.) über fairKauf finden Sie auf unserer Homepage

www.fairkauf-hannover.de

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