Einladend-gastfreundlich-inspirierend

Author
a geistreich member
Created at: 2010-03-29
Last major update at: 2010-04-08
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Landeskirche und mittlere Ebene, Organisationsentwicklung, Kirchliche Berufe & Ämter
Institutions
Kirchenkreis Unna in Unna
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: no information
Execution: no information
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Unna

Abstract

Ein Kirchenkreis gibt sich eine Konzeption, die alle seinen Einrichtungen und Aktivitäten unter das Leitbild einer gastfreundlichen und einladenden Kirche stellt. Für alle Bereiche der Arbeit des Kirchenkreises werden Merkmale und Handlungsanweisungen entwickelt, die sich diesem Anspruch stellen.

Situation / context

Das biblische Motiv der Gastfreundschaft wird in einer Kirchenkreiskonzeption umgesetzt und Kirchengemeinden dazu aufgefordert, ihr gemeindliches Leben bewusst gastfreundlich zu gestalten.

Goals

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Reflection / background

 

 

General information on realization

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Preparation

Nachdem sich der Kirchenkreis ein neues "Corporate Design" gegeben hat, erteilt die Kirchenkreissynode dem Kreissynodalvorstand den Auftrag, eine Kirchenkreiskonzeption zu erarbeiten. Bei einer Fahrt des Pfarrkonventes nach Amsterdam werden Gemeinden besucht, die "gastvrij" arbeiten. Daraus entsteht der Wunsch nach dem Leitmotiv "Gastfreundschaft" für die Kirchenkreiskonzeption.

  • Der Kreisynodalvorstand beauftragt eine sechsköpfige Steuerungsgruppe unter dem Vorsitz der Superintendentin mit VertreterInnen aus kreiskirchlichen Diensten, Gemeinden, Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung mit einer Textvorlage.
  • Der Text wird der Kreissynode zur Beratung vorgelegt, ein externer Berater nimmt während der Beratung dazu Stellung. Die Synode gibt Änderungswünsche an die Steuerungsgruppe weiter.
  • Das Bild "Emmaus" wird bei einer Künstlerin aus der Region samt Nutzungsrechten erworben und im Haus der Kirche gut sichtbar aufgehängt. Es wird bei allen Publikationen verwendet.
  • Bei der nächsten Synode gibt es einen bereits grafisch gestalteten Entwurf, der mit geringfügigen Änderungen beschlossen wird. Dazu wird bestimmt, dass die Umsetzung ein lebendiger Prozess sein soll, der von einer neuen Steuerungsgruppe, die Aktionen und Handreichungen vorbereitet und zugänglich macht, begleitet wird.

 

Materialien

Die Konzeptionsbroschüre, bisher zwei Flyer.

 

Kosten

  • Die Kosten für das Auftaktfest lagen bei ca. 7000 Euro,
  • die Druckkosten bisher bei ca. 3000 Euro.

Realization

Der Prozess der Umsetzung der Konzeption beginnt mit einem Auftaktfest der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden, das v.a. Impulse zur Umsetzung geben sollte. Dabei war es wichtig, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren, in allem ihren Engagement eine Haltung der Neugier und Offenheit einzunehmen.
Die Steuerungsgruppe entwickelt eine "Checkliste Gastfreundschaft", die allen Gemeinden  eine Hilfe bei der Überprüfung der Gastfreundlichkeit ihrer Angebote sein soll. Leitfrage dabei ist die bei Gästen ausgelöste Wahrnehmung kirchlichen Lebens. Beispielsweise soll überprüft werden, ob Kirche, Gemeindehaus, Gottesdienst oder auch der Internetauftritt einen einladenden Eindruck machen. Die gastliche Gestaltung der Räume spielt darin ebenso eine Rolle wie die Möglichkeiten zur Teilnahme an der Liturgie (Können auch Menschen, die zum ersten Mal einen Gottesdienst besuchen, an der Liturgie aktiv teilnehmen?) oder die telefonische  Erreichbarkeit eines Gemeindebüros. Einige weitere Beispiele aus der Checkliste werden im Folgenden genannt, das gesamte Dokument finden Sie im Downloadbereich.

  • Kirche: Was ist der erste Eindruck, wenn ich die Kirche betrete?
  • Gottesdienste: Werden die Besucher am Eingang  begrüßt?
  • Gemeindehaus: Woran merke ich, dass ich in einem evangelischen Gemeindehaus bin?
  • Gruppen / Kreise: Auf welchen Wegen können Fremde von Gruppenangeboten erfahren?
  • Gemeindebüro: Ist das Gemeindebüro gut zu finden und erreichbar?
  • Schaukasten: Worin besteht das Einladende des Schaukastens?
  • Internet: Wer kümmert sich wann um die Pflege?
  • Neu Hinzugegezogene: Gibt es Begrüßungsbesuche?
  • Andere Akteure vor Ort: Mit welchen Akteuren vor Ort (Religionsgemeinschaften, Vereine, Unternehmen etc.) hat die Gemeinde Kontakt?

Durch die Steuerungsgruppe bekommen die Gemeinden Beratung zu diesen Fragen. Gleichzeitig gibt es Leitsätze, die für die das Motiv der Gastfreundschaft mit dem Gedanken der  Lebensbegleitung verbinden. So sollen Getauften und ihren Familien gezielte Angebote zur Unterstützung bei der Erziehung und beim Hineinwachsen in die Kirche gemacht werden. Aus der Kirche ausgetretene Menschen sollen bewusst aufgesucht werden. In Städten soll eine Kirche zum kulturellen Zentrum mit Begegnungsräumen für unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen ausgebaut werden.

Die einzelnen Fachbereichsausschüsse des Kirchenkreises stellen ihre jeweilige Arbeit in den Dienst einer einladenden und gastfreundlichen Kirche. Z.B. werden im Bereich der Verkündigung besonders einladende Gottesdienste, inspirierende Konzerte und ökumenische Aktivitäten gefördert. Entsprechende Fortbildungsmaßnahmen werden organisiert: Durch Vernetzung lernen die Gemeinden voneinander und nehmen wahr, wie andere Gemeinden Gastfreundschaft umsetzen.

Wrap up & follow-up actions

Die Perspektive "Gastfreundschaft" soll dauerhaft im Kirchenkreis verankert werden. Als nächste Schritte sind geplant:

  • Die Erstellung einer Imagebroschüre des  Kirchenkreises
  • Jahresthema 2009 "Evangelisch zwischen Lippe und Ruhr" - in jedem Monat steht eine Gemeinde mit einem für sie identitätsstiftenden Kunstwerk oder Gegenstand im Mittelpunkt. Dazu gibt es Material auf der Kirchenkreis-Homepage und eine pressewirksame Vorstellung.

Effect / experience

Erfahrungen "auf dem Weg" sind:

  • Wichtig ist die Betonung des Perspektivwechsels und die Reduzierung der Angst vor einem zusätzlichen Arbeitsfeld "Gastfreundschaft"
  • Der Prozess stärkt in Verbindung mit einem Corporate-Design-Prozess und der Verzahnung mit anderen Kirchenreformprojekten die interne und externe Kommunikation.
  • Das Thema "Erstellung einer Konzeption" sollte in allen Gremien des Kirchenkreises kommuniziert werden
  • "Gastfreundschaft" wird als lustvolles und sinnenfrohes Leitmotiv mit gleichzeitigem theologischen Tiefgang wahrgenommen und genutzt

Adopted and refined

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    • Willkommen
      Die Willkommenskultur beschreibt verschiedene einfache Ansätze primär in Kirchengemeinden, einladende Gemeinde vor allem für Kirchenferne zu sein.
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    • Kirchenkreis - Teil der Landeskirche Württemberg mit einem eingefärbten Kirchenkreis
      Viele Projekte sind nur auf Kirchenkreisebene oder zumindest regional sinnvoll.
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    • einladend - gastfreundlich - inspirierend
      Profil- und Leitbildentwicklung der Gemeinde oder des Kirchenkreises. Hier wartet geistreich noch auf einen Artikel von Ihnen.
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