Demenzkranke unter uns: verstehen - helfen - unterstützen

Author
a geistreich member
Created at: 2014-10-31
Last major update at: 2015-06-06
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Film, Alter und Pflege, Bildung und Unterricht, Seelsorge
Institutions
Mehrere Gemeinden in den Dekanaten Dillenburg und Herborn in Herborn
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: 4-5 Treffen als Team, mehrere Stunden am Schreibtisch/Telefon/Internet für jeden
Execution: Acht Filmabende (2,5 bis 3 Std), ein Samstag vormittag, ein Abend
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Abstract

An acht Filmabenden mit anschließendem Gespräch, bei einem Seminar und (dank der großen Nachfrage) einem weiteren Vortrag haben wir uns gemeindeübergreifend mit dem Thema "Umgang mit dementiell erkrankten Menschen" auseinandergesetzt.
Sechs Gemeinden waren an den Filmabenden beteiligt. Die Filmauswahl bestand aus den zwei Filmen "Die Auslöschung" und "Vergiss mein nicht". Das Projekt wurde von einem Team vorbereitet und durchgeführt.

Situation / context


Die Zahl der an Demenz erkrankten Menschen nimmt immer mehr zu. Die pflegenden Angehörigen, aber auch Diakoniestationen und Gemeinden werden drängend mit dem Thema konfrontiert.

Goals

Wir wollen Menschen ermutigen, sich über das Medium Film mit dem Thema "Demenz" auseinanderzusetzen. Wir wollen sie dabei unterstützen, sich über Möglichkeiten des eigenen Umgang mit der Krankheit,  des Umgangs mit Erkrankten im Umfeld sowie über Betreuungsangebote für Erkrankte zu informieren.

Reflection / background

Menschen, die Demenzkranke betreuen und pflegen, sind großen Belastungen ausgesetzt. Wir wollen zur Unterstützung dieser Menschen Wissen vermitteln, das Gespräch untereinander fördern und aufzeigen, dass Diakonie und Kirche Angebote zur Entlastung machen (können).

General information on realization

Um Interessierten zu ermöglichen, sich auf die Filme einzustellen, sollte eine kurze Inhaltsangabe bereits in der Einladung zu den Veranstaltungen vorliegen. Für die Gespräche im Anschluss an die Filme muss man genügend Zeit einplanen, deshalb sollte der Filmabend nicht zu spät am Abend anfangen. Da man mit großem Interesse rechnen muss, sollte der Raum für das angebotene Seminar groß genug sein.

Preparation

Die Rechte zur öffentlichen Aufführung der Filme mussten erworben werden. Die Veranstaltung lief unter dem Titel "Das Herz wird nicht dement", was identisch ist mit dem Titel des im Beltz-Verlag erschienenen Buches von Udo Baer und Gabi Schotte-Lange. Die Erlaubnis dazu, diesen Titel zu benutzen, musste vorher eingeholt werden. Die Veranstaltungen wurden durch große Plakate, Handzettel, Gemeindebriefe und die örtliche Presse bekannt gemacht. Kontakt zu einem Psychologen (als Referenten) sowie zu den Diakoniestationen der Region zwecks Vorstellung ihrer Arbeit wurde hergestellt.

Realization

In sechs verschiedenen Gemeinden der beiden Dekanate wurden an acht Abenden die beiden Filme gezeigt und besprochen. Für das Seminar wurde ein Diplom-Psychologe eingeladen, der über die physiologischen Veränderungen bei Demenz referierte. Die Pfarrerin für Alten-, Kranken- und Hospizseelsorge (Mitglied im Vorbereitungs-Team) gab im Seminar und bei einem weiteren Vortrag Tipps zum persönlichen Umgang mit Erkrankten und half dabei, das innere Erleben demetiell Erkrankter besser nachvollziehen zu können. Diakoniestationen der Region stellten ihre Angebote für dementiell Erkrankte und ihre Angehörigen vor.

Wrap up & follow-up actions

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Effect / experience

Das Thema beschäftigt viele Menschen. Das Seminar, zu dem man sich anmelden musste, war bspw. sehr schnell ausgebucht. Der Austausch untereinander tat offensichtlich den Besuchern gut. Die Arbeit, die die Diakoniestationen auf dem Gebiet leisten, ist in der Öffentlichkeit präsenter geworden.

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