Patendank - Paten in Konfirmandenunterricht und Konfirmation

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a geistreich member
Created at: 2010-08-26
Last major update at: 2010-08-26
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Konfirmation (Konfirmationsjubiläum)
Institutions
Religionspädagogisches Zentrum Heilsbronn in Heilsbronn
Keywords
Target audiences
Practitioners
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Execution: no information
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Patendank

Abstract

Die Paten/innen der Konfirmanden/innen wirken an einem Konfirmandennachmittag zum Thema "Taufe" und bei der Konfirmation mit.

Situation / context

In wahrscheinlich den meisten Kirchengemeinden wird den Patinnen und Paten nach der Taufe kaum Aufmerksamkeit gewidmet. Dabei sind sie (wie die Taufeltern) auch unabhängig von ihrer Funktion in der religiösen Sozialisation wichtige Dialogpartner einer missionarisch denkenden Kirche. Während formelle Kontakte zu ihnen sonst eventuell "verdächtig" erscheinen, bietet sich die Konfirmandenzeit als befristetes Projekt in besonderer Weise dafür an. Das Ende der Patenschaft mit der Konfirmation gibt erneut die Möglichkeit zum Kontakt mit Paten.

Goals

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Reflection / background

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General information on realization

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Preparation

Etwa drei Monate vor einem Konfirmanden-Nachmitttag zum Thema "Taufe" erhalten die Konfirmanden eine Einladung  zur Weiterleitung an ihre Patinnen und Paten.
Der Nachmittag wird im Gemeinderaum vorbereitet. Auf den Boden werden zur Vorbereitung eines Spiels mit Tesa-Krepp zwei große, aneinander grenzende Felder markiert: ein JA"-Feld und ein "NEIN"- Feld.
Es werden eine Aufnahme des Liedes "Zeugnistag" von Reinhard Mey und der Film "Taufe - Sakrament der Zugehörigkeit"  bereit gestellt. Weitere Materialien sind für den Nachmittag vorzubereiten: Textblätter des Liedes, Blätter mit Namen der Konfirmanden, Liste mit Namensbedeutungen und Taufsprüchen, Paketschnüre, Taufauftrag auf DIN A 3.

Realization

DER KONFIRMANDEN-NACHMITTAG:
Mit einer Art "Kennenlernspiel" beginnt der Nachmittag. Paten und Konfirmanden beantworten mit "Ja" bzw. "Nein" beantwortbare Fragen, indem sie sich in die vorbereiteten Felder stellen (z.B.: Hat Ihr Patenkind bei der Taufe geschrieen? Kennst du ein Hobby deiner Patin oder deines Paten?) Einige werden auf ihre Antworten hin vom Pfarrer/von der Pfarrerin kurz befragt.
Das Lied "Zeugnistag" handelt von einem Kind, das die Unterschrift seines Vaters unter dem Zeugnis fälscht. Nachdem der erste Teil des Liedes gehört wurde, gehen die Paten hinaus und bereiten ein Rollenspiel vor. Dieses soll das Gespräch, das Eltern und Kind nach dem Vorfall beim Schulleiter haben, darstellen. Während die Konfirmanden das Spiel vorbereiten, sprechen die Paten über Möglichkeiten des Umgangs mit Fehlverhalten von Jugendlichen. Die Konfirmanden stellen nun das vorbereitete Rollenspiel vor. Paten und Konfirmanden kommen so miteinander ins Gespräch über Erziehungsfragen und Konflikte.
Der zweite Teil des Nachmittags ist dem Thema "Taufe" gewidmet. Zunächst schreiben die Konfirmanden ihre Namen buchstabenweise untereinander und hängen an jeden der einzelnen Buchstaben ein Wort an (Akrostichon). Die Buchstaben des Namens ergeben so die Anfangsbuchstaben eines Satzes, der sich auf den Konfirmanden / die Konfirmandin bezieht. Z.B:

B uttercremetorte
I intelligent
R eiten
G roßzügig
I talien
T ennis

Die Konfirmanden kleben das Akrostischon sowie ihren Taufspruch in ihren Konfirmandenkalender. Derweil bespricht der Pfarrer mit den Paten den Ablauf der Konfirmation. (siehe unten)
Um den Konfirmanden die Gemeinschaft der Getauften als Kinder Gottes zu vermitteln, wird der Film "Taufe - Sakrament der Zugehörigkeit" gezeigt: Ein mexikanischer Junge hat bei einem Brand seine Eltern verloren. Selber furchtbar entstellt, irrt er durch das Land und sucht einen Platz in einem Waisenhaus. Über seine Aufnahme entscheiden die Kinder. Der Junge wird in die Gemeinschaft der Kinder aufgenommen. Dazu sagt der kleine Junge zu ihm: "Du bist mein Bruder." - Ein Gleichnis für die Taufe, die die Aufnahme in die
Gemeinschaft der Christen bedeutet. Zur Veranschaulichung wird mit Paketschnüren ein Netz geknüpft, in das einzelne Blattstreifen  gelegt werden. Zum Schluss wird der Taufauftrag (auf DIN-A3) dazu gehängt.
Der Nachmittag endet mit einer Andacht in der Kirche. Hier wird mit Liedern und dem Bericht von der Taufe Jesu im Jordan das Thema des Tages wieder aufgenommen. Dies ist als Tauferinnerungsfeier gestaltet.

BEI DER KONFIRMATION
Wie am Nachmittag einige Wochen vorher besprochen, sind die Patinnen und Paten gebeten, im Konfirmationsgottesdienst für "ihr" Patenkind den Konfirmationsspruch vorzulesen und bei der Einsegnung die Hand aufzulegen. Zu ihrer inneren Sicherheit brauchen sie dafür genaue Informationen: Sie kommen nach vorne, sobald der Name ihres Patenkindes aufgerufen wird. (Wenn die Konfirmanden paarweise eingesegnet werden, können nur maximal zwei Paten je Konfirmand mitwirken.) Auf ein Zeichen hin beginnt ein Pate mit dem Verlesen des Konfirmationsspruches. Er/Sie legt dazu und während der anschließenden Segnung die Hand auf die Schulter des Patenkindes. Danach gehen alle wieder auf ihre Plätze.

 

Dauer: 

ein Nachmittag zum Thema "Taufe"; Konfirmation

Arbeitsaufwand:

im üblichen Rahmen der Vorbereitung eines Konfirmandentages bzw. einer Konfirmation

Mitarbeitende:

Konfi-Team (wenn vorhanden)

Kosten: für Materialien     

Wrap up & follow-up actions

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Effect / experience

Der Pfarrer bekommt Kontakt zu Patinnen und Paten, z.T. auch vermittelnd/seelsorgerlich hinsichtlich bestehender Spannungen zwischen Konfirmanden-Eltern und Paten. Die Jugendlichen werden gestützt durch den institutionalisierten Kontakt zu den Paten als "Anwälten".
Wenn man die Einladung für die Pat/innen an die  Konfirmand/innen ausgibt, birgt dies natürlich die Gefahr, dass manche Jugendliche vergessen könnten, die Einladung weiterzugeben. Andererseits haben die meisten Jugendlichen auch selbst Interesse am Kommen ihrer Pat/innen. Wenn jemand nicht erscheint, liegt es in erster Linie an anderen Ursachen: zu weite Anreise, Terminschwierigkeiten, Schwierigkeiten mit der Tauffamilie .
Rückmeldungen der Teilnehmenden und Mitarbeitenden: z.T. sehr überschwänglich positiv ("Schade, dass es so etwas nicht schon häufiger gegeben hat!"); große Zustimmung auch bei den Paten, die sehr weit angereist sind ("Dafür komme ich nächstes Jahr gerne wieder, wenn mein anderes Patenkind dran ist.")

Tipps für Nachahmer/innen:

Den thematischen Teil des Nachmittages ("Taufe - Sakrament der Zugehörigkeit") haben wir nicht immer so gestaltet. (Einmal ging es mehr um das kreative Angebot an die Paten, eine persönliche Segenskarte für ihre Patenkinder zu gestalten. Gleichzeitig gestalteten die Konfirmanden in einem anderen Raum einen "Patendank": eine schöne Karte, mit der sie sich für die bisherige Begleitung bedankten.) Wesentlich war die Einladung zum Gespräch nach dem ersten Teil des Liedes "Zeugnistag": Was halten Sie - rückblickend - für besonders wichtig an Ihrem Patenamt? Auf die abschließende Tauferinnerungsfeier in der Kirche sollte in keinem Fall verzichtet werden.

Links / Homepage:
http://konfirmandenarbeit.rpz-heilsbronn.de

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      Die Konfirmation ist die Kasualie am Ende der Konfirmandenzeit.
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