Bubers und Rosenzweigs Verdeutschung der Schrift - Eine Ausstellung

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Created at: 2015-05-29
Last major update at: 2015-05-29
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Bibelprojekte
Institutions
Museum für Stadtgeschichte und Volkskunde in Heppenheim (Bergstraße) and Martin Buber-Gesellschaft in Waldbronn
Keywords
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Execution: no information
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Abstract

Eine Ausstellung und weitere Veranstaltungen stellen die Bibelübersetzung von Martin Buber und Franz Rosenzweig und den Prozess ihrer Entstehung in den Mittelpunkt.

Situation / context

Martin Buber und Franz Rosenzweig haben im vergangenen Jahrhundert die Bibel neu übersetzt. Buber hat in Heppenheim und in Israel 37 Jahre lang daran gearbeitet. 1962 erschien der letzte von vier Bänden.

Goals

Die Ausstellung im Stadtmuseum sollte die Zusammenarbeit zwischen Martin Buber und Franz Rosenzweig dokumentieren, die bis zum frühen Tode Rosenzweigs 1929 intensiv verlief. Zum anderen sollten die Kontakte Bubers zum Verleger Lambert Schneider beleuchtet werden, von dem die Anregung zur Übersetzung ausging, und schließlich sollten die Beziehungen Bubers zur Region deutlich werden.

Reflection / background

Der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber hat von 1916 bis 1938 in Heppenheim gelebt. Er hat dort u.a. an der Bibelübersetzung gearbeitet. Er hat 1925 in Heppenheim damit begonnen, die Texte gemeinsam mit Franz Rosenzweig zu übersetzen. Mit dem Erscheinen des vierten Bandes im Jahr 1962 im Verlag Jakob Hegner (Olten und Köln) lag die Gesamtausgabe komplett vor.

Die Eigenart der Übersetzung im Vergleich etwa zur Lutherbibel besteht darin, dass Martin Buber und Franz Rosenzweig in ihrer Übersetzung versuchen, die hebräische Sprache so exakt wie möglich im Deutschen nachzubilden. Es handelt sich darüberhinaus um eine konkordante Übersetzung, das heißt, gleiche Wortstämme im Hebräischen werden im Deutschen auch durch die gleichen Worte wieder gegegeben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Konkordante_Bibel%C3%BCbersetzung

 

General information on realization

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Preparation

  • Recherche der Exponate und deren Zusammenstellung für die Ausstellung.

Realization

Neben handschriftlichen Zeugnissen und Erläuterung der Hintergründe der Bibelübersetzung war die Stimme Bubers in Audiobeispielen zu hören. 

Wrap up & follow-up actions

Bei einer internationalen Tagung konnten Fachleute neu Forschungsergebnisse zu dem Thema diskutieren. Dabei sollte die theologische Dimension der Bibelübersetzung Bubers aus jüdischer und christlicher Perspektive beleuchtet und unerschlossenes Wirkungspotenzial für den interreligiösen Dialog herausgearbeitet werden. Darüber hinaus sollte der heutige Stellenwert der Bibelübertragung Bubers im Vergleich zu anderen Bibelübersetzungen erörtert werden.

Teil der Tagung war eine öffentliche Lesung mit dem Schauspieler Walter Renneisen. Die Lesung war die Umsetzung von Bubers Auffassung, dass die biblischen Texte das Resultat einer ursprünglichen „Gesprochenheit“ darstellen, dass sie also von ihrer Intention her eher gehört als gelesen werden sollten: „Alles an der Schrift ist echte Gesprochenheit“ (Martin Buber). Begleitet wurde die Lesung durch die Pianistin Ekaterina Kitaeva.

Effect / experience

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Adopted and refined

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